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Neues Tablet von Apple im Test : Ein iPad für alle Fälle

Der Pencil macht den Unterschied: das neue iPad Pro von Apple Bild: Hersteller

Erst 10, dann 8 und jetzt 13 Zoll. Das neue iPad Pro ist riesig. Doch weil es dafür einen intelligenten Stift und eine faltbare Tastatur gibt, ist es mehr als nur groß. Wir haben es eine Woche lang getestet.

          Es geht beim neuen Tablet von Apple nicht nur um Größe. Natürlich ist der 12,9-Zoll-Bildschirm des iPad Pro das auffälligste Merkmal, weil er damit fast drei Mal größer als der des iPad Mini und mehr als eineinhalb Mal so groß wie der des Air 2 ist. Größe bedeutet hier aber nicht (nur) mehr Bildschirm, sondern einen anderen Umgang mit dem Tablet an sich. Denn in Kombination mit dem neuen „Pencil“ und „Smart Keyboard“ erfährt es eine Metamorphose zu einem computerähnlichen Wesen. Das unterscheidet das iPad Pro von den bisherigen Tablets von Apple.

          Nominell betrachtet ist das iPad Pro im Vergleich zum Air 2 zunächst größer, dazu schneller, kaum dicker, um einiges schwerer und mit einem höher hochauflösenden Bildschirm ausgestattet. Schneller ist es, weil der neue Prozessor A9X laut Apple die 1,8fache und die Grafikeinheit die doppelte Leistung bietet. Anschaulich wird dies bei Spielen wie „Geometry Wars 3“ oder Arbeiten in Videoschnittprogrammen wie iMovie. Der Zuwachs von 0,8 Millimeter in der Dicke bei sonstigen Maßen von etwa 31 mal 22 Zentimeter ist nicht wirklich spürbar. Die 723 Gramm bei unserem Testmodell fallen nicht so ins Gewicht, auch wenn es das fast 300 Gramm mehr sind als bei iPad Air 2.

          Kommt in den Farben gold, silber und space grau Bilderstrecke
          Kommt in den Farben gold, silber und space grau :

          Auf den Punkt gleich geblieben ist die Pixeldichte des neuen Retina-Displays: 264 ppi. Gleiche Pixeldichte heißt in diesem Fall, dass Apple dennoch draufgepackt hat. Da der Bildschirm auf 12,9 Zoll gewachsen ist, kommt das iPad Pro auf eine Auflösung von 2732 x 2048 Pixel. Das sind einige Pixel mehr als bei dem neuen Macbook. Doch der Bildschirm unterscheidet sich in einem weiteren Merkmal von den Notebooks und bisherigen Tablets von Apple. Dank der Multi-Touch-Funktionalität akzeptiert das Display sowohl die Eingabe per Finger als auch mit dem Stift. Beides geht allerdings nicht gleichzeitig.

          Also doch nur ein riesiges iPad? Die Metamorphose beginnt dem neuen „Pencil“, der optional für 109 Euro erhältlich ist. Ähnliche Eingabeinstrumente gibt es bereits seit Jahren für das iPad. Doch im Unterschied zu Stiften von Adobe, Wacom, Kensington oder Fifty Three hat Apples Pencil Sensoren integriert, die dem iPad ohne Latenzzeit übermitteln, wie stark der Nutzer gerade auf das Glas drückt und wie er dabei den Stift hält. In Zeichen-Apps wie „Sketchbook“ oder „Adobe Sketch“ lässt sich die Feinheit des Strichs genau bestimmen, ähnlich wie es mit einem Bleistift auf einem Blatt Papier möglich ist. Wir haben es als Zeichen-Laie ebenso ausprobiert wie eine Illustratorin.

          iPad Pro : Der Pencil in Aktion

          Der Pencil ist erstaunlich exakt und eine Latenzzeit ist nahezu nicht vorhanden. Weil die Sensoren im Stift Energie benötigen, muss man ihn ab und zu über den Lightning-Anschluss aufladen. Nach wenigen Minuten hat er wieder Kraft für mehrere Stunden.

          Smart Keyboard für Vielschreiber

          Die Wandlung schreitet voran mit dem Smart Keyboard. Es ist eine faltbare Schutzhülle für 179 Euro, die zusätzlich eine vollwertige Tastatur integriert hat. Solche Produkte gibt es etwa von Logitech seit einigen Jahren für die iPad-Modelle. Doch auch hier hat sich Apple etwas neues - und sehr sinnvolles - einfallen lassen. Das Smart Keyboard wird über den Smart Connector verbunden. Über drei Mini-Kontakte an der linken Rahmenseite versorgt das iPad die angeschlossene Tastatur mit Strom, umgekehrt nimmt es die Tastaturbefehle über diese Schnittstelle an.

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