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Neue Produkte vorgestellt : Googles Offensive gegen Apple und Amazon

Was natürlich nicht fehlen darf: Augmented Reality. Apple hat mit seiner Kamera und dazugehörigen Anwendungen vorgelegt, Pixel zieht nach mit seinen Apps, Spielen und AR-Stickers. Digitale Objekte können in ein Mini-Video eingebaut werden, das als Sticker verschickt werden kann. Die eigentliche Funktionalität der Kamera bleibt die Hauptaufgabe, denn das kann sie besonders gut. Das erste Pixel wurde für seine Aufnahmequalität hochgelobt, viele sprachen von der besten Smartphone-Kamera der Welt. Die soll es laut Google beim Pixel 2 bleiben. Um nochmal den Kreis zu schließen: Einen besonderen Porträtmodus, den das iPhone von Apple und das S8/Note8 von Samsung haben, hat das Pixel 2 natürlich auch.

Das Pixel 2 wird 650 Dollar kosten, die XL-Variante 850 Dollar. Gerade mit dem Phablet befindet sich Google auch preislich in der Oberklasse.

Vernetzt Lautsprecher Google Home Mini und Max

Google setzt weiterhin auf vernetzte Lautsprecher als Kommunikationszentrale für zu Hause. Damit konkurriert das Unternehmen direkt mit Amazon, das mit Echo und seiner Sprachassistentin Alexa in die Wohnzimmer in aller Welt vordringt. Gerade vorherige Woche hatte Amazon eine neue Produktoffensive gestartet und ein halbes Dutzend Geräte vorgestellt, in denen Alexa das Sagen hat.

Angefangen hatte Amazon mit dem Lautsprecher Echo und dem kurz darauffolgenden Dot. Das ist ein Echo in klein, dessen Lautsprecher nicht zum Musikhören taugen. So etwas hat Google jetzt auch. Home Mini ist die kleine Ausgabe von Google Home. Ihn gibt es in drei Farben, er wird nur 50 Dollar kosten. Dazu gibt es wieder Gemeinsamkeiten mit Amazon: So lässt sich über den Mini telefonieren, indem man einen Kontakt aufruft. Auch wurden Routinen eingeführt: Sagte man „Okay, Google, Gute Nacht“ werden einige Smart-Home-Befehle ausgeführt oder etwa der Kalendereintrag vom nächsten Tag vorgelesen. Und es gibt Unterschiede: Nur das Google-Gerät kann zwischen den Nutzern unterscheiden und somit die Antworten personalisieren.

Viel spannender – aber auch teurer – ist der Google Home Max. 400 Dollar kostet der neue Lautsprecher, der entsprechend des Namens ziemlich laut und hoffentlich klangvoll Musik von sich gibt. Denn Google Home hört sich überhaupt nicht gut an – was seine größte Schwäche ist. Home Max hat zwei 0,7 Zoll große Hochtöner und zwei 4,5 Zoll große Tieftöner. Von den technischen Daten her gesehen, könnte das mit dem Sound etwas werden. Sehr trickreich: Home Max hat eine automatische Raumkorrektur eingebaut. Der Lautsprecher „weiß“, wo er steht und reguliert digital den Sound nach. Weil er einen analogen Eingang und eine Bluetooth-Schnittstelle hat, finden viel Zuspieler Platz an ihm.

Pixelbook als High-End-Chromebook

Die Chromebooks – das sind die Notebooks mit Chrome OS als Betriebssystem – haben sich in Amerika längst etabliert. Meist sind sie günstig, dementsprechend mittelmäßig ausgestattet und für Schüler und Studenten gedacht. Microsoft will diesen Markt nicht Google überlassen und hat in diesem Jahr als Konkurrenzprodukt das Surface Laptop vorgestellt. Allerdings ist an diesem Notebook nur das Betriebssystem abgespeckt, der Preis ist es nicht, sodass es keine Alternative zu Chromebooks darstellt, die manchmal weniger als 300 Euro kosten.

An einer Edel-Variante hatte sich Google schon einmal vor vier Jahren versucht. Es hieß Chromebook Pixel – und schlug sich so im Test. Dies hat an diesem Abend ein Revival erlebt. Als Pixelbook soll es von nun an das Chromebook aus dem Hause Google sein. Das neue Gerät ist ein Convertible, sein Bildschirm lässt sich also so weit nach hinten klappen, dass daraus ein Tablet wird. Mit diesem Convertible kommt auch der Google Assistent für Chrome OS. Das Pixelbook wiegt lediglich ein Kilogramm und ist nur 10 Millimeter dünn. Sein Bildschirm ist 12,3 Zoll groß, hat eine Quad-HD-Auflösung und eine Pixeldichte von 235 ppi. Es kann mit bis 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und einer SSD-Festplatte von bis zu 512 Gigabyte bestückt werden. Als Prozessor ist sowohl ein Intel i5 als auch ein i7 möglich.

Wieder sind es kleine Software-Features, die gefallen. So verbindet sich das Pixelbook automatisch mit dem Pixel-Smartphone und nutzt dieses als Hot Spot. Oder es reagiert auf Sprache, wenn die Tastatur weg geklappt ist, indem der Google Assistent aktiviert wird. Der kann jederzeit auch durch eine Taste gestartet werden. Der Pixelbook Pen, ein Stift zum Bedienen, ist tief in die Software integriert. Umkreist man ein Foto oder ein Wort, öffnet der Assistent die entsprechende Anwendung. Das Pixelbook kostet von 1000 Dollar an. Nach Deutschland kommt es erst einmal nicht.

Quelle: FAZ.NET

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