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Deutsche Bahn 1500 Meter lange Güterzüge

 ·  Für die Zukunft hat die Deutsche Bahn 1500 Meter lange Güterzüge im Blick. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Wundermittel. Doch das verursacht aber erhebliche Schwierigkeiten.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (16)
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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 03.01.2013 13:42 Uhr

Wie lang sind eigentlich die Güterzüge in den USA?

Zumindest gefühlt waren es an den Bahnübergängen "etliche Meilen", wenn ich mich noch daran erinnere. Vielleicht können wir ausnahmsweise von den USA etwas lernen?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:00 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 03.01.2013 17:00 Uhr

Bis zu 5,5 km Länge

In Australien hat es eine Güterzugeinheit auf 7,3 km Länge geschafft. Der Zug brauchte 8 Minuten bis er komplett durchgefahren war.

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Konrad Wolff
Konrad Wolff (Emigrant) - 03.01.2013 16:42 Uhr

Die haben ja auch _etwas_ mehr Platz!

Oder haben Sie das nicht "gefühlt", als Sie da waren?

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Kurt Fink
Kurt Fink (FinkKurt) - 03.01.2013 09:06 Uhr

Double Stacks und Gleisanschlüsse

in Europa gibt es keine Double Stacks weil das Lichtraumprofil, die Tunnels usw. das nicht zulässt. Außerdem haben wir hier fast jede Strecke elektrifiziert. Bei uns gibt es auch keine Züge mit 120 Waggons.

Zum Thema Gleisanschlüsse - die gibt es zum Glück nicht mehr, weil es weder ökonomisch noch ökologisch Sinnvoll ist, ein oder zwei Waggons mit einer 650 PS starken Diesellok und 2 Mitarbeitern zu gestellen und wieder abzuholen und dabei auch noch eine Strecke zeitweilig zu blockieren. Da sind LKW klar im Vorteil.,

Die Bahn konzentriert sich auf Blockzüge und den wirtschaftlichen Transport über längere Strecken und das ist gut so. Wenn dabei die Zuglänge., dort wo es erforderlich ist, auf 1500 Metern angehoben wird, ist das der richtige Schritt.

Den muss übrigens, auch bei einem privatrechtlich geführten Unternehmen, das Eisenbahn Bundesamt absegnen.

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Kevin Bond
Kevin Bond (00Kevin) - 03.01.2013 00:43 Uhr

in EU gibt es keine "double stack rail"

Natürlich haben USA/AUS keinen ICE. Aber das ist zum Glück kein Drama.
Denn sie haben ein sehr simples Netz für Personen/Güterverkehr. So ist es möglich 'double stacked container' zu befördern: Jeder Waggon hat zwei übereinander gestapelte Container.

In D ist das nicht möglich weil es nur ein einziges Netz gibt das alles können muss. So hat jeder Waggon nur einen Container. Tagsüber ICE. Nachts Güterverkehr. Trennung nicht möglich, denn die Stromabnehmer des ICE müssten erhöht werden damit Güterzüge (double stacked) nachts fahren könnten.

Die Loks sind kein Problem. Dem Siemens-Diesel ist es egal ob Texas oder Denmark.

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Eckehard Lüdke
Eckehard Lüdke (BR103) - 03.01.2013 00:08 Uhr

Bahnpolitik in Deutschland....

....zählt sicher mit zu den gescheitertsten Politikgebieten überhaupt. Mit Milliarden unserer Steuern werden Jahr für Jahr (Stichwort Stuttgart 21) Maßnahmen finanziert, die - wie der Beitrag eindrucksvoll belegt - landauf-landab nur den Status einer leistungsschwachen Schiene festzurren. Alleine im Personenfernverkehr fahren immer kürzere Züge, wird ein Umsteigen vom Auto kontinuierlich unattraktiver (wenn nicht sogar eine Zumutung) und realistisch betrachtet, kann auch keine Verkehrsverlagerung bewältigt werden. Stattdessen wird die Bundesregierung neue Anreize schaffen, damit mehr Unternehmen bereit sind, Gigaliner auf die Autobahnen zu bringen. Das ist deutsche Bahnpolitik a la SPD/FDP/CDU.....
Wann wählen wir die endlich ab ? Wann zerschlagen wir das Monopol der Deutschen Bahn ?
Wann wird aus der Deutschen Bahn endlich wieder die am Gemeinwohl orientierte und dem strikten Ziel der Verkehrsverlagerung verpflichtete Bürgerbahn ?
Ob ich das noch erlebe...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 10:34 Uhr
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 05.01.2013 10:34 Uhr

S21 demonstriert doch, dass es voran geht.

Denn das Netz in Stuttgart und drum herum wird viel leistungsfähiger. Das hat Nägel mit Köpfen. Auch sonst passiert eine Menge. Ich persönlich bin hoch erfreut, dass die preußische Nordbahn (bzw. Berliner Nordbahn) zwischen Neustrelitz und Birkenwerder modernisiert wird. Mein Heimatort rückt damit ca. 50 Minuten näher an Berlin heran. Das ist schön. Schon der Berliner Hauptbahnhof war ein Segen. In 90ern durfte man, aus dem Norden kommend, immer um West-Berlin herumgurken und von Westen einfahren und an so grandiosen Haltestellen wie Hennigsdorf und Spandau Halt machen. Da wurde eine ganze Stunde vergeudet. Und die Berliner haben den RE als S-Bahn missbraucht, sodass ab Spandau die Laune auf ihrem Tiefpunkt war.

Es tut sich eine Menge bei der Bahn. Die Privatisierung hat sich ausgezahlt und die DB fährt heute - was die Bundesbahn nie geschafft hat - Gewinne ein. Es scheint modern zu sein, auf die Bahn einzudreschen. Die Bahn ist aber besser als ihr Ruf.

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Martin Günther

Wettbewerb - oder Bundesbahn?

Interessant, dass Sie einerseits eine Zerschlagung des Monopols der DB fordern, andererseits eine "Bürgerbahn", die wohl kaum ohne ein Monopol auskommen würde.

Das Konzept einer "Bürgerbahn" gab es ja für lange, lange, sehr lange Jahrzehnte in Gestalt einer Deutschen Bundesbahn - die alle von Ihnen genannten Ziele gründlich verfehlte. Gleichzeitig begab sie fröhlich Anleihen, für die der Bund haften musste und häufte Verluste in einer Höhe an, von denen der zwischenzeitlich heiliggesprochene Altkanzler Schmidt sagte, man könne sich Bundeswehr ODER die Bundesbahn leisten, nicht aber beides.

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Dietmar Fleischhauer

Na, lieber nicht

"Wann wird aus der Deutschen Bahn endlich wieder die am Gemeinwohl orientierte und dem strikten Ziel der Verkehrsverlagerung verpflichtete Bürgerbahn"

Bei allen Unzulänglichkeiten: wollen Sie allen Ernstes das verschnarchte Bürokratenmonster wieder haben? Ich nicht! Nichts anderes werden Sie aber bekommen, wenn Sie eine noch stärker "politische" Bahn fordern. Das Problem ist regelmäßg, daß von Privatisierungen salbadert wird, wo in Wahrheit dauerhaft staatliche Lähmung drinsteckt.

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Matthias Unger

4 Jahre für 95 Meter mehr

sagt doch eigentlich alles über den Stellenwert des Güterverkehrs bei der DB aus, oder?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.01.2013 18:22 Uhr
Oliver Heim

Vielleicht aber ..

Vielleicht aber sagt es auch nur etwas über die Strukturen innerhalb der DB. Es ist auch nach Jahren der "Privatisierung" immer noch eine Beamtenverein.

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konrad zuse

Nebelkerze

In Ostdeutschland hatte vor 25 Jahren jeder mittelgroße Betrieb eine eigene Bahnanbindung.
Mittlerweile sind fast alle Güterbahnhöfe verrottet bzw. abgerissen und nun will die Bahn den Güterverkehr auf die Schiene bringen? Sie schafft es nicht einmal die ICE Anbindung an mittelgroße Universitätsstädte (z.B. Jena) aufrecht zu erhalten oder generell den eigenen Fahrplan einzuhalten...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 16:34 Uhr
Konrad Wolff
Konrad Wolff (Emigrant) - 03.01.2013 16:34 Uhr

Warum bitte sollte man einen Ex-Industriekern anbinden?

Ich bitte um Aufklärung!

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Vespasia Pellegrino

Landeshauptstädte Magdeburg und Potsdam ...

... verzichtetn großmütig ebenfalls auf eine ICE-Anbindung. Die Bahn war zu dumm, zum Beispiel einen Ex-Industriekern wie Sachsen-Anhalt an der Elbe entlang direkt mit dem Hamburger Hafen zu verbinden. Aber auf Erlöse ist ein Top-Unternehmen wie die Bahn nicht angewiesen.

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Matthias Unger

Studenten brauchen den ICE

da die Bahn ihr erfolgreichstes und vom Preis/Leistungsverhältnis bestes Produkt, den InterRegio nicht mehr anbietet und die IC unberechtigt teurer sind. Vielleicht weil die seltener fahren?

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Gerhard Katz

"In Ostdeutschland hatte vor 25 Jahren jeder mittelgroße Betrieb eine eigene Bahnanbindung."

In der "BRD" vor 50 Jahren auch.

Und der ICE hält sogar in Montabaur/Westerwald! Und ein paar km weiter in Limburg/Lahn-Süd.
Also in in pulsierenden Wirtschaftszentren...

Brauchen Jenaer Studenten ICE?

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02.01.2013, 14:03 Uhr

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