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„Das neue iPad“ Mehr Tempo, mehr Pixel

Ein Jahr hat sich Apple für das neue iPad Zeit gelassen. Äußerlich gibt es keine Veränderung zum Vorgänger. Und trotzdem soll nun alles anders werden. Die markanteste Innovation ist das Display.

© AFP Vergrößern F.A.Z.-Bildergalerie zum „neuen iPad“

Es ist von seinem ein Jahr alten Vorgänger auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden, und trotzdem soll nun alles anders werden. In nahezu unveränderter Bauform erblickte am Mittwoch die dritte Generation des iPad das Licht der Öffentlichkeit - und die markanteste Innovation ist das Display.

Der Fortschritt zählt nun 2048 x 1536 Pixel. Die neue Anzeige verdoppelt die Auflösung in der Horizontalen und in der Vertikalen. Apples Marketing spricht vom „Retina“-Display, weil hier mehr Pixel dargestellt werden als das Auge bei normalem Betrachtungsabstand erkennen kann.

Die Bildschirmdiagonale des iPad beträgt wie gehabt 24,6 Zentimeter, und so ist bei der Darstellung von Texten die Punktdichte von 264 Pixel pro Zoll geradezu atemberaubend. Man sieht in der Regel keine einzelnen Pünktchen mehr, sondern eine gestochen scharfe Schrift.

Dabei setzt das Unternehmen auf höhere Geschwindigkeit und einen besser auflösenden Bildschirm. Artikel.Text Video starten $fazgets_pct
© reuters, Reuters Vergrößern Neues iPad soll Apple-Erfolg fortsetzen

Wie bei den beiden iPhone-4-Modellen mit Retina-Display bleibt die Größe der Symbole und Schaltflächen der Bedienungsoberfläche konstant. Wenn es um die E-Mail oder das Internet-Surfen geht, zeigt das iPad 3 also nicht ein Fitzelchen mehr Information als eines der älteren Modelle.

Die Darstellung ist nur schärfer, und damit ist gleich klar, wer von der verbesserten Anzeigetechnik am meisten profitiert: Spiele, Fotos, Videos und Multimedia zeigt das neue iPad in einem Detailreichtum, den selbst die meisten Desktop-Monitore nicht erreichen.

In allen anderen Bereichen ändert sich nicht viel, zumindest für die meisten Nutzer. Die Programmierer müssen den Code ihrer Apps anpassen, vorhandene Anwendungen lassen sich jedoch hochskaliert in der geringeren Auflösung auch dem iPad der dritten Generation einsetzen, das von Apple nur als „The new iPad“ tituliert wird.

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Mehr Pixel und mehr Auflösung sind eine Herausforderung für den Prozessor und den Akku. Ein Plus an Rechenleistung verspricht der ebenfalls neue, leistungsstärkere A5X-Prozessor, der eine Stufe höher als der A5 im iPad 2 und iPhone 4S einzuordnen ist. Apple spricht von „vier Kernen für die Grafik“. Die Mehrleistung „unter der Haube“ soll nicht zu Lasten der Akkulaufzeit gehen; auch der neue Tablet PC kommt auf eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden.

Mit dem iPad der dritten Generation steht jetzt das verbesserte Betriebssystem iOS 5.1 zur Verfügung, auch für das iPhone übrigens. Der wichtigste Fortschritt für den Flach-PC ist Siri, die Spracherkennung, die nun auf dem neuen Tablet läuft. So eignet sich das iPad auch zum Verfassen längerer Dokumente und E-Mails. Beliebte Apple-Apps wie iWork, Garage Band und iMovie stehen für das neue iPad bereits seit Mittwochabend zum Download zur Verfügung, ganz neu kommt iPhoto für iOS mit umfangreichen Bildbearbeitungsmöglichkeiten hinzu.

Die rückseitige Optik löst nun mit 5 Megapixel auf

Gute Fotos soll die grundlegend überarbeitete Kamera-Abteilung schießen. Die rückseitige Optik löst nun mit 5 Megapixel auf, bislang musste man sich mit Schnappschüssen und 0,7 Megapixel bescheiden. HD-Videoaufnahmen mit 1080p sollen dank eines Bildstabilisators besonders gut gelingen.

Für mehr Tempo steht beim „neuen iPad“ weiterhin der Mobilfunkstandard LTE. Die nächste Generation des Mobilfunks, die in Amerika schon weiter verbreitet ist als in Europa, soll auf dem iPad ein Datentempo von bis zu 73 MBit/S erlauben. Auch jenseits der LTE-Funkversorgung profitiert man von mehreren UMTS-Turbos.

Marktstart in Deutschland ist am 16. März

In drei verschiedenen HSDPA-Ausbaustufen erreicht das iPad auch in den älteren 3G-Netzen bis zu 43 MBit/s. Wie gehabt ist das iPad in zwei Modellreihen erhältlich: Einerseits mit Wireless-Lan, andererseits mit Wireless-Lan und zusätzlich Mobilfunk. Beide Baureihen sind mit 16, 32 oder 64 Gigabyte Speicherplatz in schwarzem oder weißem Gehäuse lieferbar.

Die Preise für den deutschen Markt beginnen bei 479 Euro (W-Lan, 16 Gigabyte Speicher) und enden bei 800 Euro für das iPad mit Mobilfunk und 64 Gigabyte Speicher. Das ältere iPad 2 bleibt in der 16-Gigabyte-Variante im Handel und ist im Preis auf 400 Euro gesenkt. Marktstart für „Das neue iPad“ in Deutschland ist der 16. März.

Quelle: FAZ.NET

 
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Von Holger Appel

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