Home
http://www.faz.net/-gyc-74mvs
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
IT-Security

Versandhändler Otto 50.000 Kunden nutzen Gutschein-Panne

Beim Versandhändler Otto waren am Wochenende Gutscheine einlösbar, die gar nicht ausgegeben wurden. Das sprach sich im Netz schnell herum.

© otto.de, Bildschirmfoto Vergrößern

Rund 50.000 Kunden haben beim Versandhändler Otto am Sonntag nach Herzenslust Waren bestellt und dabei Gutscheine eingelöst, die es gar nicht gab. Eine technische Panne bei Otto hatte sich in Windeseile über diverse Gutschein-Portale im Internet herumgesprochen, war über Facebook und Twitter weitergereicht worden und hatte den Bestellboom ausgelöst. Der Wert der so bestellten Waren erreichte nach Angaben einer Unternehmenssprecherin vom Dienstag einen hohen einstelligen Millionenbetrag; zwei Drittel davon entfielen auf den Wert der vermeintlichen Gutscheine. Otto hat die Bestellungen storniert.

Auf den Otto-Bestellseiten gibt es in der Eingabemaske für den Besteller die Möglichkeit, einen Gutschein-Code einzulösen. Otto vergibt diesen Code zum Beispiel bei Gewinnspielen. Einige Nutzer hatten offenbar durch Probieren eine fünfstellige Zahl ermittelt, die bei Otto als Code funktionierte - das Bestellsystem akzeptierte den Gutschein. Innerhalb kurzer Zeit kamen aus dem Internet weitere leicht abgewandelte Codes dazu, die ebenfalls angenommen wurden. Am Ende waren rund 40 Zahlenkombinationen in Umlauf, die zu Rabatten von 88 bis 400 Euro führten. Dann stellte Otto den Fehler ab und stoppte die Bestellungen.

Bei Otto war es bereits 2009 zu einem technischen Fehler gekommen, als teure Notebooks zum Preis von 49,90 Euro angeboten wurden. Damals erhielten knapp 2600 Kunden statt der Ware einen Gutschein. Damit sei in diesem Fall aufgrund der hohen Zahl der Bestellungen nicht zu rechnen. Es sei kein Vertrag über den Erwerb der Ware unter Einlösung des Gutscheins zustande gekommen; das gelte auch, wenn der Eingang der Bestellung bestätigt wurde. „Wir bedauern den Fehler sehr und entschuldigen uns bei den Kunden für die entstandenen Irritationen“, sagte eine Otto-Sprecherin.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Propagandaangriffe IS-Sympathisanten hacken deutsche Firmenwebsites

Islamistische Propagandabotschaften statt Kinoprogramm: Unterstützer des Islamischen Staats haben mehreren deutschen Mittelständlern und ihren Kunden eine böse Überraschung bereitet. Auf Facebook brüsten sie sich mit ihren Erfolgen. Mehr

17.10.2014, 07:05 Uhr | Politik
Jahrgangsbier als edler Tropfen

Liebevoll haben schon die Vorfahren die Brauerei Manufaktur" genannt. Seit 1762 produziert die Familie Welde nach alter Tradition und geheimen Rezepten. Doch der globale Biermarkt ist hart umkämpft, deshalb muss sich die Familie mehr als nur Bier" einfallen lassen. Seit fünf Jahren stellt sie Jahrgangsbier her, ein Produkt, das besonders chinesische Kunden zuhauf bestellen. Mehr

01.10.2014, 09:22 Uhr | Wirtschaft
Apple Sind das die neuen iPads?

An diesem Donnerstag will Apple neue Produkte vorstellen. Eine technische Panne könnte nun die Spannung zerstört haben: Anleitungen für ein iPad Air 2 und ein iPad Mini 3 waren kurz abrufbar. Mehr

15.10.2014, 21:24 Uhr | Technik-Motor
Berliner Polizei twittert über Einsätze

Trauriges und Skurriles liegt für die Polizei manchmal dicht beieinander - erst recht in einer Metropole wie Berlin. Die Polizei in der Hauptstadt hat jetzt fast jeden ihrer Einsätze über Twitter veröffentlicht. Darunter war auch eine kleine Panne. Mehr

07.06.2014, 20:51 Uhr | Aktuell
Neue Strategie Amazon eröffnet Laden in New York

Der Online-Konzern Amazon geht unter die stationären Einzelhändler. Damit verliert das Unternehmen einen Kostenvorteil, gewinnt aber Laufkundschaft. Die Idee hat aber auch mit dem Internet zu tun. Mehr Von Patrick Welter, Washington

10.10.2014, 03:29 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 27.11.2012, 16:32 Uhr

Im Paradies der Diebe

Von Holger Appel

Jetzt ist der Range Rover weg. Dreimal hatten die Halunken zuvor sich an Blech und Scheiben versucht und waren jedes Mal an der offenbar nicht ganz doofen Wegfahrsperre gescheitert. Mehr 7 6

Hinweis
Die Redaktion