Home
http://www.faz.net/-gyc-75pww
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Unterwegs verbunden Was bringt den Tablet-PC überall ins Netz?

Ohne Internetverbindung ist alles nichts: iPad & Co. wollen unterwegs ins Netz. Die Wege dahin sind verschlungen. Wir schlagen einen Pfad durch das Dickicht der Tarife und Möglichkeiten.

© Getty Images Vergrößern Wo muss ich hin, wo ist das Netz? Orientierungsversuche mit dem Tablet-PC

Wie kommt man unterwegs ins Netz? Wer sich in der Weihnachtszeit mit der Kaufentscheidung für einen Tablet-PC umgetrieben hat oder gar mit einem solchen Flachrechner beschenkt wurde, steht nun gleich wieder vor der Qual der Wahl: Das iPad oder der Androide wollen ins Internet: Mails checken und die Welt retten, etwa bei Facebook und Twitter. Hier beginnt nun eine Odyssee der Technik und Tarife. Wurde beim Kauf eines iPad, eines Samsung Galaxy oder eines Nexus 7 von Google die etwas teurere Variante mit Mobilfunkeinheit gewählt, ist die Frage nach dem passenden Mobilfunktarif aufgeworfen.

Michael Spehr Folgen:        

Aber allein mit W-Lan ausgerüstete Tablet-PCs lassen sich unterwegs ebenfalls ans Netz anbinden. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, ein vorhandenes Mobilfunknetz des Smartphone mit zu nutzen, das Stichwort lautet „Tethering“ oder „mobiler Hotspot“. Wer ein smartes Phone einsetzt, hat in der Regel ohnehin ein gewisses Datenvolumen zu seinem Mobilfunkvertrag hinzugebucht. Das lässt sich bei aktuellen Geräten der Gattung iPhone, Android oder Windows Phone bequem mit anderen W-Lan-Partnern teilen, die Menüs lauten Tethering, mobiler Hotspot oder Internetfreigabe. Die Mobilfunkabteilung stellt den Kontakt zum WWW her, und das Wireless-Lan-Modul reicht die Daten weiter an externe Geräte.

Zwangsbremse mit tröpfelnden Bytes

Man gibt einen Namen für den Smartphone-Hotspot und ein W-Lan-Kennwort vor. Anschließend lasse man das iPad oder den Androiden nach W-Lan-Netzen in der Umgebung suchen und buche sich wie in einen herkömmlichen Router ein. Die Technik ist ausgereift und funktioniert prima. Auf zwei Nachteile sei indes hingewiesen: Erstens achte man auf sein Datenvolumen. Wer andere Partner ins Netz bringt, wird gegebenenfalls früher durch die Datendrosselung der Netzbetreiber ausgebremst. 500 Megabyte im Monat mögen für das Smartphone allein ausreichend sein. Ist das Volumen ob der zusätzlichen Gäste erreicht, startet die Zwangsbremse mit tröpfelnden Bytes - bis zum Monatsende. Ferner sei darauf hingewiesen, dass der Hotspot-Betrieb den Akku des Smartphone stark belastet. Länger als vier bis fünf Stunden hält keins im Gastgeber-Modus durch.

Mehr zum Thema

Eine ähnlich lange Betriebszeit bieten mobile Hotspots als eigenständige Gerätegattung. Sie belasten also den Smartphone-Akku nicht. Die auch „MiFi“ genannten Router mit Sim-Karte gibt es zu Preisen von unter 100 Euro, und sie haben meist eine Firewall und etliche Router-Extras. Es lassen sich mehrere W-Lan-Geräte anschließen, und die Verschlüsselung schützt vor ungebetenen Surf-Gästen. Die Mini-Router werden einmalig am PC im Betrieb genommen, anschließend arbeiten sie unabhängig vom Rechner. Am weitesten verbreitet sind die Huawei-MiFis. Ein interessanter Exot für Weltreisende ist der „Goodspeed“ von Uros (www.uros.com), der gleich zehn Steckplätze für Sim-Karten verschiedener Länder bietet, auf dass man stets den günstigsten Tarif findet.

Und das ist gleich die nächste Hürde, auch für jene, die nur im eigenen Land ihren Tablet-PC verwenden möchten: Wie findet man den passenden Datentarif für iPad & Co.? Diese Frage beschäftigt natürlich auch die stolzen Neubesitzer eines Geräts mit eingebauter Mobilfunkeinheit. Vier Parameter sollte man im Blick behalten: Netzqualität, Preis, Datenvolumen und das Kleingedruckte. Erst mit ordentlichem Datentempo macht die Sache richtig Spaß, und damit sind Geschwindigkeiten jenseits von 3 MBit/s gemeint. Mehr Tempo nimmt man gern, der neue LTE-Standard verspricht bis zu 100 MBit/s, die allerdings nur punktuell in wenigen Großstädten zu erreichen sind.

1 | 2 | 3 Nächste Seite   |  Artikel auf einer Seite
 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Gespräche abgehört Sicherheitslücke in Mobilfunk-Netz entdeckt

IT-Experten haben eine Schwachstelle im UMTS-Datenfunk entdeckt. Hacker können Gespräche mithören und SMS mitlesen. Deutsche Netzbetreiber haben bereits reagiert. Mehr

19.12.2014, 05:30 Uhr | Technik-Motor
Yoga Tablet 2 Pro Mit dem Tablet das Kino ins Schlafzimmer holen

Das ist mal eine pfiffige Idee: Der Flachrechner hat einen Beamer eingebaut. Der wirft nicht nur Powerpoint an die Wand, sondern auch Filme. Mehr

05.12.2014, 10:15 Uhr | Technik-Motor
Kundenservice über Twitter Telekom hilft – oder halt nicht

Daniel Kempkens hatte ein Problem mit seinem Router. Und hoffte auf Unterstützung von seinem Anbieter. Acht Monate lang. Die Moral von der Geschicht: Erst große Aufmerksamkeit im Netz bringt Hilfe. Mehr Von Jonas Jansen

11.12.2014, 20:44 Uhr | Gesellschaft
Microsoft überspringt eine Ziffer

Mit Windows 10 sollen herkömmliche Computer und mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets verbunden werden. In einem Demonstrationsvideo feierte beispielsweise der Start-Button seine Rückkehr auf den Desktop. Auch App-Fenster sollen angepasst werden können. Mehr

01.10.2014, 11:40 Uhr | Technik-Motor
Geschenketipps Zuhören, Weihnachtsmann!

Nur noch wenige Tage bis zum Fest. Deshalb hier noch einmal ein paar Geschenketipps für Weihnachten: von Kopfhörer bis Fernseher. Vielleicht hat sich das lange Warten gelohnt. Mehr Von Marco Dettweiler und Wolfgang Tunze

17.12.2014, 09:30 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.01.2013, 20:47 Uhr

Voll daneben

Von Boris Schmidt

Für die größte Veränderung der vergangenen Jahre im täglichen Umgang mit dem Automobil hat gewiss das Vorhandensein der schlauen Beifahrerin gesorgt. Mehr 1

Hinweis
Die Redaktion