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Donnerstag, 09. Februar 2012
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Tech-Talk Leeres Versprechen Bandbreite

02.06.2009 ·  Die Werbung der DSL-Anbieter versetzt Kunden in einen Geschwindigkeitsrausch, auf den beim ersten Surfen am heimischen Schreibtisch gleich die Ernüchterung folgt: Wenn Provider Bandbreiten nennen, darf man das nicht wörtlich nehmen.

Von Raymond Wiseman
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Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Im Zeitalter des World Wide Web verkommt diese Einsicht zur Binsenweisheit. Zauberhaft wäre es aber schon, wenn die Internetverbindung schnell und reibungslos läuft. Stattdessen ärgern wir uns trotz teurem DSL-Anschluss übers Stocken, Stolpern, Stottern im Datenfluss.

Lässt sich beim kurz verzögerten Aufruf einer Website noch ein Auge zudrücken, so ist der Spaß am Ende, wenn Videos über die Leitung holpern. Da bricht, trotz angeblich rasanter Internetverbindung, plötzlich die Bandbreite ein, und das Online-Video wird zum Standbild mit Audiofragmenten.

Dabei werben die DSL-Anbieter mit Leitungskapazitäten, von denen wir kaum zu träumen wagen. Zu Recht, denn Träume sind Schäume. Und so täuschen die explosiven Geschwindigkeitsangaben der Internetanschlüsse. Es handelt sich bei den vielsagenden Nummern - 3.000, 6.000, 16.000 plus Varianten - gar nicht um Übertragungsraten, sondern um Namen. In Schall und Rauch lösen sich unsere Erwartungen auf.

Meist floppt es, statt zu fluppen

Besser, wir sähen die Zahlen einfach als eine Art Bestellnummern. Das erspart manche enttäuschte Erwartung. Denn die Geschwindigkeitsangaben, mit der die DSL-Anbieter werben, sind keine Zusicherung einer Eigenschaft, sondern unerreichtes Limit.

Eins ist sicher: Was immer der Anbieter verspricht, meist hat er sich einfach versprochen. Oder einfacher gesagt: Wir können uns nur darauf verlassen, dass der Anschluss nie schneller ist als vom Provider angekündigt. So wie die optimistische Aussage zum Wertzuwachs von unserer Bank nicht eingelöst wird und die numerische Skalierung des Autotachos nicht über die Höchstgeschwindigkeit entscheidet.

Nicht, dass es nicht stimmen könnte: Mag sein, dass Spekulanten Gewinn machen, die Tachonadel bergab zum Anschlag kommt und in manchen Großstädten die Datenübertragung fluppt. Meist floppt sie aber, und die beworbene Geschwindigkeit ist nur ein Taschenspielertrick.

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