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„Smart Home“ von AVM Die „intelligente“ Steckdose

Die Steckdose für 50 Euro lässt sich über die Fritzbox oder ein Telefon programmieren. Sie ist zudem ein Messgerät für den Energieverbrauch angeschlossener Geräte.

© Hersteller Mit Fernsteuerung: Fritz-Dect-200-Steckdose von AVM

Hausautomation und das Internet der Dinge sind ein großes Thema im neuen Jahr. Wir hatten unlängst die WeMo-Reihe von Belkin vorgestellt. Mit einem Bewegungssensor und Steckdosenschalter, Apps und Internetanbindung kann man aus der Ferne steuern und schalten, Alarm auslösen und Regeln programmieren. Auch AVM, Hersteller der legendären Fritzbox-Router, nähert sich dem „Smart Home“ mit seiner „intelligenten Steckdose“, die Fritz Dect 200 heißt und derzeit nur mit der Fritzbox 7390 und ihrem aktuellen Betriebssystem 5.50 zusammenarbeitet.

Michael Spehr Folgen:

Die Steckdose für 50 Euro schaltet Verbraucher mit bis zu 2300 Watt, sie lässt sich über die Fritzbox oder ein AVM-Dect-Telefon programmieren, und sie ist gleichzeitig ein Messgerät für den Energieverbrauch angeschlossener Geräte. Bis zu zehn dieser Schaltzentralen lassen sich mit einem Router verbinden, und die Inbetriebnahme der Box beschränkt sich auf zwei Tastendrücke in der Nähe der Fritzbox.

Alle nur denkbaren Schaltvorgänge

Anschließend lässt sich Fritz Dect 200 im Web-Browser individuell einstellen. Dazu dient das Untermenü „Smart Home“ im Heimnetz-Hauptmenü der Fritzbox-Oberfläche. Hier sind sämtliche angemeldeten Smart-Home-Geräte untereinander aufgeführt, und es lassen sich alle nur denkbaren Schaltvorgänge vorgeben. Täglich zu bestimmten Zeiten ein und aus, oder wochentäglich mit beliebigen Zeitfenstern rund um die Uhr, zufallsgesteuert mit Wahl der Schaltdauer, astronomisch zum Sonnenauf- und -untergang (dazu werden Längen- und Breitengrad der Wohnung angegeben), und das Sahnehäubchen ist die Programmierung von Schaltzeiten mit einem Google-Kalender.

Ferner lässt sich der Energieverbrauch angeschlossener Verbraucher im Web-Browser sehr präzise ablesen, auf Wunsch werden die Informationen auch über E-Mail verschickt. Alles nur Denkbare lässt sich flexibel und ungemein einfach programmieren, selbst vom Laien.

Der nächste Clou ist die Fernsteuerung. Sie erfolgt beispielsweise über „My Fritz“ aus der Ferne, ebenfalls in einem Browser. My Fritz ist an eine E-Mail-Adresse und ein Kennwort gebunden. Man gibt im Browser myfritz.net ein, ignoriert die Warnung, dass eine ungesicherte Verbindung vorliegt, und identifiziert sich mit E-Mail plus Kennwort. Anschließend sieht man (selbst im Büro hinter einem Firewall) die Oberfläche der eigenen Fritzbox mitsamt Anrufliste, Nachrichten und Netzwerkdaten. Auf diese Weise gelangt man ebenfalls zum „Smart Home“ und kann entweder die Programmierung ändern oder mit einem simplen Mausklick den Steckdosenschalter aktiv setzen.

Fernzugriff mit Mobilgeräten

Die zweite Möglichkeit der Fernsteuerung ergibt sich aus einem angeschlossenen Dect-Telefon von AVM. Im Menü sind Schaltzustand und Energieverbrauch sichtbar. AVM verwendet den Dect-Standard ULE (Ultra Low Energy), der nicht nur besonders energieeffizient ist, sondern auch die Datenübertragung in einem geschützten Frequenzbereich von 1800 bis 1900 Megahertz vornimmt. Dect ULE will der neue Standard bei der Hausautomation werden, hier ist AVM von Anfang an kompatibel. Die Reichweite beträgt in Räumen bis 40 Meter und im Freien bis zu 300 Meter.

Schließlich der Fernzugriff mit Mobilgeräten: Da sich myfritz.net auch im Browser des Smartphones starten lässt, kann man hier ebenfalls nach eigenem Gusto schalten und walten. Besonders einfach wird das Ganze mit der Android-Software „My Fritz App“, die allerdings derzeit noch einige kleine Mängel hat. Eine Apple-Variante ist angekündigt. Ferner könnte man darüber lamentieren, dass eine IFTTT-Unterstützung fehlt. Das Kürzel steht für „If this then that“. Auf der Internetseite kann man sehr differenzierte Programmierungen mit allen nur denkbaren Ereignissen verknüpfen. Aber das kann ja noch kommen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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