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Schwunghafter Handel mit Online-Daten Für zehn Dollar das Bankkonto leerräumen

24.08.2008 ·  Die Sicherheitslücken bei Online-Daten sind größer als befürchtet. Im Internet gibt es nach Informationen der F.A.S. einen florierenden Schwarzmarkt für private Finanzdaten: Eine Kreditkartennummer ist für nicht einmal einen Dollar zu haben, ein Online-Banking-Konto kostet zehn Dollar.

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Die Sicherheitslücken bei Online-Daten sind größer als befürchtet. Nicht nur Kontonummern werden gehandelt, sondern noch viel sensiblere Daten. Kriminelle könnten im Internet auch Zugangsdaten von Online-Banking-Konten kaufen, sagte David Emm von der Sicherheitsfirma Kaspersky der F.A.S. Wer diese Zugangsdaten hat, kann sich an dem Konto ganz normal anmelden und das betroffene Konto im schlimmsten Fall leerräumen.

Auch Kreditkartendaten sind im Umlauf, wie die Sonntagszeitung berichtet. Betrüger könnten diese Daten verwenden, um die Karten nachzuahmen und auf Kosten der rechtmäßigen Besitzer einzukaufen. Die Besitzer können sich höchstens dann wehren, wenn sie gegen die Abbuchungen rechtzeitig Widerspruch einlegen.

Millionen von Nummern kursieren auf dem schwarzen Markt

Millionen von Kreditkartennummern seien auf dem Schwarzmarkt erhältlich, auch deutsche, sagte Paul Ferguson von der Sicherheitsfirma Trend Micro. Kreditkartendaten kosten den Angaben der Experten zufolge auf dem Schwarzmarkt weniger als einen Dollar pro Karte, der Preis für Zugangsdaten zum Online-Banking liegt bei mindestens zehn Dollar pro Konto.

Oft stammen die Daten daher, dass Internetnutzer sie zu sorglos auf Webseiten eingeben - zum Beispiel, wenn Betrüger die Webseiten der Hausbank fälschen. Die Kriminellen setzen auch spezielle Programme ein, die Computerviren ähnlich sind, um an die Kreditkartennummern und Kontodaten zu kommen.

Politiker fordern verschärftem Datenschutz

Politiker fordern derweil, den Datenschutz zu verschärfen. „Wenn wir die Verbraucher anders vor kriminellen Machenschaften nicht schützen können, müssen wir überlegen, ob wir den Handel mit persönlichen Daten generell verbieten“, sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) der „Bild am Sonntag“. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigte ein Treffen mit Kabinettskollegen, Datenschutzbeauftragten und Aufsichtsbehörden zu den Konsequenzen aus dem Skandal um illegal gehandelte Kundendaten an. Der Termin wird voraussichtlich in der ersten September-Woche sein.

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