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Schneller am Ziel Tipps und Tricks für Windows

 ·  Auch ohne den Vorgriff auf Windows 8 gibt es in den Tiefen des Computers noch Neues zu entdecken: Windows XP, Vista und 7 mit pfiffigen Tricks besser im Griff.

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© Corbis Windows XP, Vista und Windows 7 haben unter der sichtbaren Oberfläche Funktionen, die die Arbeit am PC erleichtern

Windows 8 rückt in greifbare Nähe. Doch bei aller Attraktivität bleibt so mancher Anwender vorerst bei den bewährten Versionen, deren Funktionen er längst kennt. Doch auch ohne den Vorgriff auf Windows 8 gibt es noch Neues zu entdecken: Windows XP, Vista und Windows 7 haben unter der sichtbaren Oberfläche Funktionen, die die Arbeit am PC erleichtern. Wer sie kennt, kann sie effektiv nutzen.

Windows-Start mit automatischer Benutzeranmeldung

Wer bei der Konfiguration oder Installation von Software sein Windows-Kennwort immer wieder eintippen muss, verliert Zeit. Effektiver ist es, in solchen Situationen zeitweise die Kennwortabfrage abzuschalten: Hierfür öffnet man in Windows das Ausführen-Fenster, indem gleichzeitig die Windows-Taste + R gedrückt werden, und ruft mit der Eingabe von „control userpasswords2“ das Dialogfenster „Benutzerkonten“ auf. Wer hier das Häkchen im Kontrollkästchen „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“ entfernt und mit „OK“ bestätigt, erhält im nachfolgenden Dialogfenster die Möglichkeit, Benutzernamen und Kennwort für die automatische Anmeldung einzugeben. Ebenso einfach lässt sich im Dialogfenster „Benutzerkonten“ durch die Markierung von „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“ die Kennwortabfrage wieder einschalten.

Windows Explorer gezielt beenden und neu starten

Nach Konfigurationen, Installationen oder anderen Änderungen muss Windows meist neu gestartet werden. Lästig vor allem, dass dann auch Programme und Dokumente wieder geöffnet werden müssen. Schneller geht’s, wenn lediglich der Windows Explorer beendet und neu gestartet wird. Für das Beenden des Explorers gibt es in Windows spezielle Abkürzungen.

Bei Windows XP wird zunächst mit Klicks auf „Start“ und „Ausschalten“ das Ausschaltfenster geöffnet, dann werden die Tasten Alt, Strg und Umschalten gleichzeitig gedrückt und währenddessen wird auf „Abbrechen“ geklickt. Schon ist der Explorer aus und verschwindet samt Startmenü und Taskleiste.

Bei Windows Vista und 7 hat es den gleichen Effekt, wenn im Startmenü die Tasten Strg und Umschalten zusammen betätigt werden und gleichzeitig mit der rechten Maustaste ein Klick auf die Herunterfahren-Schaltfläche erfolgt. Im Kontextmenü erscheint nun der Befehl „Explorer beenden“, der den Explorer und seine Funktionen ausschaltet.

Starten lässt sich der Explorer anschließend über den Task-Manager, den der Tastenschlüssel Strg + Umschalten + Esc aufruft. Im Task-Manager öffnet die Befehlsfolge „Datei“ und „Neuer Task (Ausführen...)“ das Eingabefeld, über das die Eingabe „explorer“ den Explorer samt Startmenü, Taskleiste und Desktopsymbolen neu startet und gleichzeitig geänderte Windows-Einstellungen neu lädt.

Sämtliche Desktopsymbole verschwinden lassen

Der Windows-Desktop gibt auf den ersten Blick Auskunft über viele der installierten Programme. Wer dies nicht möchte und auch in der digitalen Welt einen leeren Schreibtisch bevorzugt, klickt einfach mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Desktops, dann im Kontextmenü auf „Ansicht“ (bei Windows XP auf „Symbole anordnen nach“) und entfernt im Untermenü das Häkchen vor „Desktopsymbole anzeigen“. Schon verschwinden alle Desktopsymbole, lassen sich aber genauso einfach wieder einblenden, indem das Häkchen vor „Desktopsymbole anzeigen“ wieder gesetzt wird.

PC per Knopfdruck in den Ruhezustand versetzen

Ein ausgeschalteter Rechner verbraucht keinen Strom. Aber es kostet Zeit, bis er gestartet ist und die Programme und Dokumente wieder geöffnet sind, mit denen man zuletzt gearbeitet hat. Wer sich die Mühe sparen will, kann mit einem Druck auf den Ausschaltknopf den aktuellen Status quo der Arbeit auf der Festplatte speichern und den Rechner in den Ruhezustand schicken. Voraussetzung ist, dass das System den Ruhezustand unterstützt.

Dies lässt sich in der Eingabeaufforderung von Windows überprüfen. Wenn der Ruhezustand verfügbar, aber ausgeschaltet ist, kann er im Administratormodus aktiviert werden. Im Startmenü öffnet im Programme-Ordner „Zubehör“ ein Rechtsklick auf die Eingabeaufforderung das Kontextmenü der Startverknüpfung. Hier schafft ein Klick auf „Als Administrator ausführen“ die Voraussetzung für die administrativen Zugriffsrechte. Im Fenster der Eingabeaufforderung kann dann mit dem Befehl „powercfg /a“ der Status der verfügbaren Energiemodi überprüft werden. Sofern verfügbar lässt sich der Ruhezustand mit dem Befehl „powercfg/hibernate on“ aktivieren. Ob die Aktion erfolgreich war, kontrolliert die erneute Eingabe von „powercfg /a“. Ein Neustart von Windows schließt die Aktion ab.

Um nun dem Ausschaltknopf den Ruhezustand zuzuweisen, öffnet man mit dem Tastenschlüssel Windowstaste + R und der Eingabe von „powercfg.cpl“ die Energieoptionen. Bei Windows XP führt der Weg über die Registerkarte „Erweitert“ und bei Windows Vista und 7 über die Navigationsspalte mit einem Klick auf den Eintrag „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“. Im Feld „Beim Drücken des Netzschalters“ lässt sich nun der „Ruhezustand“ als gewünschte Aktion aus der Liste wählen und bestätigen.

Befehle der Systemsteuerung ins Startmenü verlegen

Manche Befehle der Systemsteuerung braucht man ständig. Im Startmenü sind sie schneller zu erreichen. Um hier eine Zugriffsverknüpfung anzulegen, schaltet man die „Systemsteuerung“ mit einem Klick auf die Anzeige-Auswahl von der Kategorienansicht in die klassische Symboldarstellung um. Nun lässt sich das Symbol der gewünschten Funktion anklicken und mit gedrückter Maustaste auf das Windows-Symbol des Startmenüs ziehen und ablegen. Schon wird das Symbol ins Startmenü aufgenommen.

Windows von überflüssigen Netzadaptern entlasten

Beinahe jeder PC ist heute mit einem Netzwerk verbunden. Für diese Verbindung genügt dem Computer in der Regel eine einzige Netzwerkverbindung. Dennoch testet Windows beim Systemstart alle eingetragenen Netzwerkadapter, ob sie nun gebraucht werden oder nicht. Das kostet Zeit. Die lässt sich sparen, indem die Überprüfung auf den Netzwerkadapter beschränkt wird, der tatsächlich in Benutzung ist. Hierfür öffnet man mit der Kombination von Windows-Taste + R und der Eingabe von „ncpa.cpl“ das Systemsteuerungsfenster für die Netzwerkverbindungen, in dem die installierten Netzwerkadapter gelistet werden.

Hierzu gehören neben dem LAN-Adapter oft eine Drahtlosnetzwerkverbindung, Ethernetanschlüsse für virtuelle Maschinen und je nach Ausstattung Bluetooth und bei Windows XP auch Firewire (1394-Verbindung). Um ungenutzte Adapter zu deaktivieren, klickt man den überflüssigen Netzadapter mit der rechten Maustaste an und im Kontextmenü auf „Deaktivieren“. Ebenso einfach ist es, den Adapter auf dem gleichen Weg mit einem Klick auf „Aktivieren“ wieder einzuschalten, wenn er gebraucht wird.

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