03.10.2008 · Handlich, leicht und äußerst robust, aber nicht billig: Der Panasonic Toughbook CF-Y7
Von Michael SpehrDie besonders robusten Notebooks heißen bei Panasonic „Toughbook“, und wir kennen viele Besitzer eines solchen Geräts, die mit ihm schon seit Jahren glücklich sind. Wir haben jetzt einige Zeit das Modell CF-Y7 ausprobiert, das seit Frühjahr auf dem Markt ist. Die Besonderheiten: eine hochwertige Verarbeitung im Magnesiumgehäuse - das Gerät soll Stürze aus bis zu 76 Zentimeter Höhe überstehen -, Tastatur und Touchpad wassergeschützt, ein sehr geringes Gewicht von rund 1600 Gramm und eine Akkulaufzeit von mehr als sechs Stunden.
Nach der Inbetriebnahme zeigt ein kleines Video aus dem Panasonic-Versuchslabor die Qualitäten dieses Toughbooks. Tester ist ein Schimpanse, der auf ihm herumtrampelt, sein Lieblingsgetränk über der Tastatur ausschüttet und es als Sportgerät nutzt.
Und doch wirkt es etwas klapprig
Unser erster Eindruck eines Notebooks, das überwiegend der Textverarbeitung dienen soll, war kurioserweise, dass es etwas klapprig wirkt, weil eben beispielsweise die obere Gehäuseabdeckung mitsamt Display auf Druck nachgibt. Das ist aber wohl so gewollt, um höchste Belastungen aufzunehmen. Der zweite Eindruck: eine sehr ordentliche Tastatur mit gewöhnungsbedürftiger Anordnung und ein überzeugendes Display, das mit einer Auflösung von bis zu 1400 × 1050 Pixel gut für übliche Bürotätigkeiten geeignet ist. Der Core-2-Duo-Prozessor L7500 mit 1,6 Gigahertz fügt sich prima in dieses positive Gesamtbild ein.
Anlass zu Kritik bieten hingegen die Onboard-Grafikkarte, der maximale Speicherausbau (2 Gigabyte) und die kleine Festplatte (80 Gigabyte mit Stoßschutz). Unser Gerät war mit 1 Gigabyte RAM und Windows XP bestückt, damit arbeitete das Toughbook hinreichend schnell. Lästige Werbe-Software, mit deren Beseitigung man bei einem Sony-Notebook mehrere Stunden beschäftigt ist, war hier nicht aufgespielt. Zu den angenehmen Extras gehört eine Software zur Lüftersteuerung in drei Stufen. Insgesamt ist das Gerät angenehm leise.
Lange Arbeitszeit mit befriedigender Leistung
Vista würden wir in dieser Konfiguration indes nicht empfehlen. Antiquiert ist ferner der PCMCIA-Slot für ein UMTS-Modem, wir hätten uns den modernen Express-Card-Schacht gewünscht. Die übrige Ausstattung entspricht gehobenem Niveau: Wireless-Lan und Bluetooth sind dabei, zweimal USB, Ethernet, analoger Monitorausgang und ein Speicherkartenleser für Secure-Digital-Karten. Das (abschaltbare) DVD-Laufwerk versteckt sich unter der rechten Handballen-Auflage, die Abdeckung wird mit einem kleinen Schieber mechanisch geöffnet.
Mit Maßen von 31 × 25 Zentimeter und einer Dicke zwischen 2,8 und 4,5 Zentimeter ist das Panasonic zwar deutlich größer als ein Subnotebook, bei dem man aber wiederum Kompromisse hinsichtlich Tastatur und Bildschirmauflösung eingehen muss. Das Toughbook passt jedenfalls prima in die Aktentasche und trägt im Reisegepäck nicht auf. Alles in allem bietet dieses Gerät eine lange Arbeitszeit mit befriedigender Leistung. Der Business-Kunde wird sich über die hohe Display-Auflösung, die robuste Bauweise und das geringe Gewicht freuen. Dafür zahlt er allerdings rund 2300 Euro. In diesen Wochen bringt Panasonic gleich die nächste Toughbook-Reihe auf den Markt: Das CF-52 kommt mit vier USB-Ports, 160-Gigabyte-Festplatte, einem Express-Card-Schacht und leistungsstärkeren Prozessoren.