Home
http://www.faz.net/-gyc-zd7y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Lenovo Thinkpad X1 Den großen Auftritt ruiniert manches kleine Detail

Keine Frage, der Lenovo Thinkpad X1 ist eines der besten derzeit erhältlichen Notebooks: sehr gute Verarbeitungsqualität, exzellente Tastatur und Anschlüsse für jedwede Peripherie. Die europäischen Preise sind allerdings zu hoch.

© Hersteller Vergrößern Knackig, präzise, toll: Die Tastatur des X1 funktioniert sehr gut

Selten hat die internationale Fachpresse so begeistert reagiert wie auf dieses Notebook. Der Lenovo Thinkpad X1 wird überall in den höchsten Tönen gelobt, und wir können die Faszination durchaus nachvollziehen: Ein sehr kleines, flaches Gerät in exzellenter Verarbeitungsqualität mit sogenanntem „Gorilla Glas“ über dem Display, toller Ausstattung und starken inneren Werten. Hier stimmt fast alles.

Michael Spehr Folgen:        

Zunächst ein Blick auf die Hardware: Das Design ist von klaren Linien geprägt, nichts steht hervor, alle Anschlüsse der Rückseite schließen bündig ab. Das Gehäuse ist in mattem Kunststoff gehalten, darunter schützt eine Magnesium-Hülle den wertvollen Inhalt. Die beleuchtbare Tastatur hat einen Spritzwasserschutz, und das Notebook soll mit diesen Vorkehrungen „militärischen Anforderungen“ genügen, wie der Hersteller schreibt. Das haben wir nicht geprüft, aber verblüffend ist jedenfalls die hohe Verwindungssteifigkeit.

Mehr zum Thema

Lenovo preist das X1 als „dünnstes Thinkpad“ mit einer Höhe von nur „17 Millimeter“. Nachgemessen sind es jedoch ausgewachsene 2,1 Zentimeter. Indes bleibt dieses Gerät mit einem Gewicht von 1,7 Kilogramm und einer Fläche von 34 × 23 Zentimeter sehr kompakt und leicht. Das X1 ist kein Ballast im Reisegepäck, die Bauform liegt genau in der Mitte zwischen „zu klein zum ernsthaften Arbeiten“ und „zu groß zum täglichen Mitnehmen“. Das gilt auch für die Displaydiagonale von 31 Zentimeter. Allerdings kommt man dann gleich ins Grübeln: Denn in diesem Format (13 Zoll) ist bei vielen anderen Top-Notebooks eine Auflösung von 1440 × 900 Pixel vorhanden. Etwa beim Thinkpad X301 von Lenovo. Hier sind es jedoch nur die für ein 11-Zoll-Gerät typischen 1366 × 768 Bildpunkte. Eine Chance vertan. Dass sich das Display wirklich komplett um 180 Grad in die Horizontale schieben lässt, sei als Pluspunkt angemerkt. Negativ wiederum fallen zwei Punkte auf: Es fehlen die Scharnierhaken, die bei älteren Thinkpads ein sicheres Einrasten von Ober- und Unterseite sicherstellen und ferner kommt ein Spiegeldisplay zum Einsatz. Bei Business-Geräten ist jedoch eine matte Oberfläche angesagt. Die störenden Reflexionen halten sich jedoch in Grenzen.

Lenovo 2 © Hersteller Vergrößern Sehr kleines, flaches Gerät in exzellenter Verarbeitungsqualität: Der Lenovo Thinkpad X1 wird überall in den höchsten Tönen gelobt

Fingerabdruck-Sensor mit biometrischer Erkennung

Und dann die Tastatur: Sie ist schlichtweg großartig, die beste Notebook-Tastatur, die uns bislang unter die Finger gekommen ist, knackig, präzise, toll. Als Maus-Ersatz gibt es wie gehabt ein Touchpad, Aktionen können wahlweise mit drei Tasten darüber oder direkt auf der berührungsempfindlichen Fläche ausgelöst werden. Das neue Touchpad reagiert ungemein feinfühlig, wer es nicht mag, nimmt den Cursor-Knubbel zwischen den Tasten G, H und B. Ein Fingerabdruck-Sensor mit biometrischer Erkennung ist ebenfalls dabei - und funktionierte bei uns prima.

1 | 2 Nächste Seite   |  Artikel auf einer Seite
 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Phablet als Notebook-Ersatz So wird das Smartphone zur Schreibmaschine

Hat das Notebook ausgedient? Riesensmartphones dienen sich an mit üppigem Display und pfiffigen Apps. Ein Blick auf das Angebot für Office-Nomaden. Mehr Von Michael Spehr

11.11.2014, 08:29 Uhr | Technik-Motor
Nexus 9 und Xperia Z3 im Test Tablets für Warmduscher und Dauerlutscher

Google zeigt mit dem neuen Tablet Nexus 9, was das neue Android Lollipop kann. Sony hat das Xperia Z sinnvoll auf acht Zoll geschrumpft. Die zwei Android-Tablets im Test. Mehr Von Marco Dettweiler

18.11.2014, 10:30 Uhr | Technik-Motor
Moderner Zollstock Mit dem Laser bis zur Decke

Jeder ordentliche Haushalt sollte mindestens einen Zollstock haben. Bosch hat nun kleines grünes Kästchen im Angebot, das mittels Laser Abstände misst. Eine echte Konkurrenz zum guten alten Zollstock. Mehr Von Holger Appel

14.11.2014, 10:21 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.06.2011, 09:15 Uhr

Irgendwo zwischen Madrid und Mallorca

Von Holger Appel

Spanien wird gern kleinteilige Bürokratie und ein Hang zur Siesta nachgesagt, andererseits aber großes Potential. Was zu beweisen wäre. Zum Beispiel mit der Lieferung eines BMW i3. Mehr 1

Hinweis
Die Redaktion