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Lenovo Thinkpad X1 Den großen Auftritt ruiniert manches kleine Detail

 ·  Keine Frage, der Lenovo Thinkpad X1 ist eines der besten derzeit erhältlichen Notebooks: sehr gute Verarbeitungsqualität, exzellente Tastatur und Anschlüsse für jedwede Peripherie. Die europäischen Preise sind allerdings zu hoch.

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Selten hat die internationale Fachpresse so begeistert reagiert wie auf dieses Notebook. Der Lenovo Thinkpad X1 wird überall in den höchsten Tönen gelobt, und wir können die Faszination durchaus nachvollziehen: Ein sehr kleines, flaches Gerät in exzellenter Verarbeitungsqualität mit sogenanntem „Gorilla Glas“ über dem Display, toller Ausstattung und starken inneren Werten. Hier stimmt fast alles.

Zunächst ein Blick auf die Hardware: Das Design ist von klaren Linien geprägt, nichts steht hervor, alle Anschlüsse der Rückseite schließen bündig ab. Das Gehäuse ist in mattem Kunststoff gehalten, darunter schützt eine Magnesium-Hülle den wertvollen Inhalt. Die beleuchtbare Tastatur hat einen Spritzwasserschutz, und das Notebook soll mit diesen Vorkehrungen „militärischen Anforderungen“ genügen, wie der Hersteller schreibt. Das haben wir nicht geprüft, aber verblüffend ist jedenfalls die hohe Verwindungssteifigkeit.

Lenovo preist das X1 als „dünnstes Thinkpad“ mit einer Höhe von nur „17 Millimeter“. Nachgemessen sind es jedoch ausgewachsene 2,1 Zentimeter. Indes bleibt dieses Gerät mit einem Gewicht von 1,7 Kilogramm und einer Fläche von 34 × 23 Zentimeter sehr kompakt und leicht. Das X1 ist kein Ballast im Reisegepäck, die Bauform liegt genau in der Mitte zwischen „zu klein zum ernsthaften Arbeiten“ und „zu groß zum täglichen Mitnehmen“. Das gilt auch für die Displaydiagonale von 31 Zentimeter. Allerdings kommt man dann gleich ins Grübeln: Denn in diesem Format (13 Zoll) ist bei vielen anderen Top-Notebooks eine Auflösung von 1440 × 900 Pixel vorhanden. Etwa beim Thinkpad X301 von Lenovo. Hier sind es jedoch nur die für ein 11-Zoll-Gerät typischen 1366 × 768 Bildpunkte. Eine Chance vertan. Dass sich das Display wirklich komplett um 180 Grad in die Horizontale schieben lässt, sei als Pluspunkt angemerkt. Negativ wiederum fallen zwei Punkte auf: Es fehlen die Scharnierhaken, die bei älteren Thinkpads ein sicheres Einrasten von Ober- und Unterseite sicherstellen und ferner kommt ein Spiegeldisplay zum Einsatz. Bei Business-Geräten ist jedoch eine matte Oberfläche angesagt. Die störenden Reflexionen halten sich jedoch in Grenzen.

Fingerabdruck-Sensor mit biometrischer Erkennung

Und dann die Tastatur: Sie ist schlichtweg großartig, die beste Notebook-Tastatur, die uns bislang unter die Finger gekommen ist, knackig, präzise, toll. Als Maus-Ersatz gibt es wie gehabt ein Touchpad, Aktionen können wahlweise mit drei Tasten darüber oder direkt auf der berührungsempfindlichen Fläche ausgelöst werden. Das neue Touchpad reagiert ungemein feinfühlig, wer es nicht mag, nimmt den Cursor-Knubbel zwischen den Tasten G, H und B. Ein Fingerabdruck-Sensor mit biometrischer Erkennung ist ebenfalls dabei - und funktionierte bei uns prima.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (4)

21.06.2011, 09:15 Uhr

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