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iPad Datentarife im Vergleich

19.07.2010 ·  Wer sich für ein iPad mit Mobilfunk-Modul entscheidet, braucht auch einen Datentarif. Käufer können wählen zwischen einem Tagestarif oder einer Flatrate. Eine Dauerlizenz zum Surfen kann bis zu 35 Euro monatlich kosten.

Von Björn Boch
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Wer das iPad kauft, hat die Wahl. (siehe auch: iPad mit Mobilfunk-Modul: Der Preis der Unabhängigkeit) Die Käufer von Apples Mini-Computer können aussuchen, welche Firma sie ins Internet bringen soll. Gab es Apples iPhone noch ausschließlich mit einer Vertragsbindung an T-Mobile, ist das iPad in Deutschland ohne weitere Verpflichtungen zu haben. Allerdings erhält man beim Kauf ohne Verpflichtungen auch ein Gerät mit allerlei Einschränkungen. Denn schon bei der Auswahl eines iPad gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen den Modellen.

Entscheidet sich der Käufer für das günstigste Modell, so bekommt er nur die sogenannte WiFi-Version. Das heißt: Will er mit dem iPad im Internet surfen, ist er auf drahtlose Netzwerke angewiesen, auf die er Zugriff hat. In Deutschland, anders als in den Vereinigten Staaten, gibt es aber nicht viele öffentliche Orte mit kostenlosem Zugang. Und nach einem neueren Urteil des Bundesgerichtshofes, das Betreiber ungesicherter Drahtlosnetzwerke haftbar für illegale Aktionen in diesem Netzwerk macht, dürfte die Zahl in nächster Zeit nicht sprunghaft ansteigen. Das Internet wird mit der WiFi-Version des iPad also nicht immer dort sein, wo man es gerade braucht. Ein Problem, das iPhone-Kunden nicht kennen, weil sie sich über das Mobilfunknetz (UMTS) mit dem Internet verbinden.

Das geht freilich auch beim iPad: Für zunächst 100 Euro mehr gibt es das Gerät auch in der sogenannten 3G-Version. Der Nutzer kann dann zwar immer noch nicht telefonieren, dafür aber das UMTS-Netz zum Surfen nutzen. Das kostet noch einmal Geld - aber weil der Kunde sich seinen Datenanbieter aussuchen kann, kann er da auch manches sparen.

Flatrates gibt es von allen Anbietern

Alle großen Mobilfunkkonzerne bieten Tarife für das iPad an. Die Tarife richten sich meist danach, wie viel der Besitzer surft. So kann sich der Nutzer zum Beispiel für ein Paket entscheiden, das die Nutzung des Internets nur bis zu einem bestimmten Volumen zulässt. Vodafone etwa bietet ein Surfvolumen bis 200 Megabyte (MB) für 14,95 Euro im Monat. Danach ist Schluss. Diese Volumen-gebundenen Tarife eignen sich aber nur für Kunden, die gelegentlich und eher spartanisch surfen. Viele einfache E-Mails lassen sich mit 200 MB schon verschicken - und auch einige Webseiten besuchen. Wer aber öfter Mails mit angehängten Datenpaketen bekommt oder gar Videos bei Youtube anschauen möchte, wird mit einem eingeschränkten Kontingent nicht glücklich werden.

Flatrates gibt es von allen Anbietern, allerdings wird die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten auch bei allen Anbietern spürbar gedrosselt, wenn der Kunde zu viel surft. O2 bietet solche Pauschalen für 10, 15 und 25 Euro im Monat. Die Geschwindigkeit wird dann entsprechend bei 200 Megabyte, 1 oder 5 Gigabyte (GB) verlangsamt. Die Deutsche Telekom verlangt 34,95 Euro und drosselt ab 3 GB, hat aber das deutlich bessere Netz. Für 4,95 Euro kann man bei der Telekom auch jeweils eine Tagespauschale kaufen. Vodafone drosselt seine Flatrate ebenfalls ab 3 GB, ist aber 10 Euro günstiger. Der Anbieter Fonic verlangt 2,50 Euro pro Tag und maximal 25 Euro im Monat - ab dem elften Tag entstehen keine weiteren Gebühren. Simyo bietet einen Datentarif mit Vorabzahlung an: 1 GB kostet hier 9,90 Euro. Die meisten Tarife sind zusätzlich beschränkt. Gesperrt ist zum Beispiel meist die Möglichkeit, per Internet zu telefonieren.

Wer sich für einen Tarif entschieden hat, muss unbedingt noch einmal den Mobilfunkanbieter kontaktieren - selbst die Leute, die nur einen alten Tarif verwenden. Das Problem ist die Sim-Karte mit dem kleinen Chip, die im Handy steckt. Die ist beim iPad deutlich kleiner als bisher - vorhandene Karten können also nicht ohne weiteres verwendet werden.

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