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Hacker planen Großangriff am 5. November Anonymous nimmt Facebook ins Visier

10.08.2011 ·  Anonymous plant offenbar eine Attacke auf Facebook. Die Hacker-Gruppe will das soziale Netzwerk am 5. November „zerstören“ und damit die Privatsphäre aller Nutzer schützen. Anonymous arbeitet unterdessen mit „Anonplus“ an einem eigenen Netzwerk.

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Die Hacker-Gruppe Anonymous hat das beliebte soziale Netzwerk Facebook ins Visier genommen. Im Netz verbreitete sich ein Video, in dem die Aktivisten nach Gleichgesinnten suchten, um das soziale Netzwerk am 5. November mit einer gezielten Attacke zu „zerstören“. Mit dem Auslöschen von Facebook solle die Privatsphäre aller geschützt werden, die das amerikanische Netzwerk selbst nicht biete.

In dem Video „Operation Facebook“ hieß es, Facebook verfüge über alle Daten, Fotos und Einträge seiner Nutzer sogar dann noch, wenn diese ihr Profil gelöscht hätten. Außerdem habe Facebook Regierungen ermöglicht, in diesen Daten für eigene Ermittlungen zu forschen. Auf Facebook tauschen sich gut 750 Millionen Menschen mit Freunden aus.

Wie bei den Aktivisten üblich, gingen die Meinungen auch über dieses Vorhaben weit auseinander. So hieß es am Dienstag in einem der gängigen Twitter-Profile der Gruppe, dass die „Operation Facebook“ zwar von einigen „Anons“ organisiert werde. „Das heißt aber nicht zwingend, dass damit alle bei Anonymous einverstanden sind.“

Interner Streit

Schon der Großangriff auf den Unterhaltungskonzern Sony hatte bei Anonymous zu internem Streit geführt. Die Attacke auf die Rechner des „Play Satation Network“ hatte im Frühjahr eine Splittergruppe von Anonymous namens LulzSec ausgeführt.

Eher konservative Aktivisten von Anonymous hatten sich von LulzSec distanziert, weil Daten aus dem Hack von Sony samt persönlichen Informationen veröffentlicht wurden. Die internen Kritiker von LulzSec befürworteten zwar Angriffe, aber keine Veröffentlichungen von sensiblen Daten wie Passwörtern oder Kreditkartenangaben.

Kampf gegen Zensur und für Selbstbestimmung

Anonymous hatte bereits Finanzinstitute wie MasterCard und Visa und den Ebay-Bezahldienst PayPal zeitweise lahmgelegt. Alle drei hatten zuvor begonnen, den Fluss von Spenden an die Enthüllungsplattform WikiLeaks trockenzulegen. Anonymous sympathisiert mit WikiLeaks, weil beide Organisationen vor allem anderen gegen Zensur engagieren. Anonymous kämpft zudem für ein selbstbestimmtes Leben. Der Ursprung der Bewegung geht daher auf den Widerstand gegen Scientology zurück.

Auch Regierungsseiten sind ein beliebtes Ziel der Aktivisten, die sich in der anonymen Masse oder aber zumindest hinter echten weißen Masken verstecken. Am Montag knackte Anonymous etwa die Homepage des syrischen Außenministeriums und platzierte dort das eigene Logo.

Mitte Juli war bekanntgeworden, dass Anonymous ein eigenes soziales Netzwerk aufbaut. Auf anonplus.com werde ein Ort „ohne Angst vor Zensur, Blackout und Zurückhaltung» entstehen. Vor allem sollte es möglich sein, anonyme Profile anzulegen. Die etablierten Plattformen wie Facebook verlangen stets Klarnamen. Die Seite „Anonplus“ werde zudem «ein Projekt für alle Menschen, nicht nur für Anonymous“ sein.

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