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FAZ.NET-Spezial Die Macher der Web2.0-Revolution

31.08.2006 ·  Sie haben eine gute Idee, setzen sie schnell um und machen eine Blitzkarriere. Ihre Geldmaschinen heißen Youtube, Flickr, Digg, Facebook oder Myspace. Die Macher der Revolution im Spezial.

Von Roland Lindner
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Den Google-Jungs sei Dank: Das Internet ist wieder „in“. Google wurde zum Börsenwunder - nicht mit Träumen oder kühnen Versprechungen, sondern mit einem soliden Geschäftsmodell. Der Verkauf von Werbung, die zu Suchanfragen paßt, ist eine sprudelnde Geldquelle. Mittlerweile hat die Online-Welt die nächste Stufe erreicht. Eine ganz neue Art von Internetseiten entsteht und damit ein ganzer Schwung von Unternehmern: viele davon blutjung, viele ebenso wie die Google-Jungs Computerfreaks.

Das Schlagwort heißt „Web2.0“. Das Internet wird zu einer Plattform, die von den Nutzern selbst mitgestaltet wird. Rasant breiten sich Online-Gemeinschaften aus, deren Mitglieder selbst darüber bestimmen, was auf einer Seite zu sehen ist. Sie stellen ihre Profile ins Netz und tauschen Inhalte aus, ob Fotos, Musik oder Filme. Viele dieser Seiten haben sich in kürzester Zeit Kultcharakter erworben.

Murdoch zahlt über eine halbe Milliarde

Ein Gründungsfieber ist ausgebrochen. Investoren pumpen verstärkt Geld in Internetunternehmen. Ob aus der neuen Garde auch wirtschaftliche Erfolgsgeschichten werden, muß sich noch zeigen. Im Moment prahlen sie mit hohen Nutzerzahlen, die Umsätze dürften sich noch in Grenzen halten. Geld verdienen wollen die Seiten mit Werbung.

Die Online-Gemeinden finden in den Reihen von Medienkonzernen viel Beachtung. Rupert Murdoch hat im vergangenen Jahr 580 Millionen Dollar für Myspace bezahlt. Eine Gefahr für alle Aufsteiger ist, daß es mit der Kultigkeit einer Seite schnell wieder vorbei sein kann. Die meisten Seiten richten sich an junge Leute und damit an ein notorisch illoyales Publikum. Die Trendseite von heute kann schon morgen wieder „out“ sein.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.08.2006, Nr. 34
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