28.07.2006 · Bei der zweiten Weltmeisterschaft für universelle Spielprogramme, die selbständiges „Denken und Handeln“ der Computer erfordern, hat sich das in Deutschland entwickelte Programm „Fluxplayer“ durchgesetzt.
Informatiker der TU Dresden sind mit einem selbst entworfenen Programm für Computerspiele Weltmeister ihrer Branche in Boston geworden. Bei der zweiten WM dieser Art habe sich das am Institut für Künstliche Intelligenz entwickelte Programm „Fluxplayer“ gegen elf Konkurrenten durchgesetzt und den mit 10.000 Dollar (rund 8300 Euro) dotierten Titel gewonnen, teilte die Hochschule am Freitag mit. Das Programm mußte dabei auf Spielregeln reagieren, die erst kurz vor Beginn bekannt wurden.
Binnen weniger Minuten habe das Programm eine geeignete Strategie entwickeln und anwenden müssen, hieß es. Im Unterschied zu klassischen Schachcomputern, die nach einem programmierten Konzept spielen, ist bei universellen Spielprogrammen selbstständiges Denken und Handeln gefragt. Das Programm bekommt den Angaben zufolge die Regeln in einer formalen, „logikbasierten“ Sprache übermittelt. Dann hat es je nach Spiel 5 bis 20 Minuten Zeit, die Regeln zu analysieren und das eigene Vorgehen zu planen - ohne menschliches Zutun.
Mit Hilfe von universellen Spielprogrammen können unter anderem Wirtschaftsprozesse modelliert werden. In Folge dessen helfen sie als Verhandlungsratgeber oder bei Preisgestaltungen.