24.02.2005 · Vom 10. bis 16. März trifft sich die Technikwelt auf der Cebit in Hannover. Wir werfen einen ersten Blick auf die Neuheiten.
Von Marion KampWelche Neuheiten es zur Cebit gibt, kündigen immer mehr Unternehmen schon einen Monat vorher an. So werden Themen für die kommenden Wochen reserviert, und das Publikum darf sich nach einem Blick durchs Schlüsselloch auf neue Produkte freuen.
Intel etwa kündigt seine jüngste Centrino-Generation mit neuem Chipsatz an (Intel 915), die mit Taktfrequenzen von bis zu 2,13 Gigahertz bei Notebooks für mehr Tempo sorgen soll. Zudem versprechen die Pentium-M-Prozessoren eine höhere Grafik- und Klangqualität, kürzere Reaktionszeiten sowie mehr Sicherheit - besonders bei der Einwahl in ein Wireless-Lan.
Festnetztelefon mit Handyfunktionen
Überhaupt wird W-Lan ein wichtiges Cebit-Thema sein. So zeigt Siemens W-Lan-Kameras und -Telefone fürs Büro, aber auch leistungsfähige Router, Repeater, Adapter und PC-Karten (108 Megabit je Sekunde). Zudem wird das Telefonieren über das Internet (Voice over IP) komfortabler. Dazu bieten die Münchener einen USB-Adapter an, der vom PC eine Verbindung zu Schnurlostelefonen herstellt.
Auch auf neue Kamera-Handys darf man sich freuen. Ein besonders hübsches Beispiel liefert Sagem mit dem Myx-8: In dem weißen Designer-Handy steckt eine 1,3-Megapixel-Kamera mit CCD-Sensor, digitalem Zoom und Videofunktion. Ein brillantes Display (260 000 Farben), ein MP3-Player und Bluetooth ergänzen die Ausstattung. Bei Festnetztelefonen halten Kameras ebenfalls Einzug: So bringt das Schnurlostelefon i-D500C von Sagem eine eingebaute VGA-Kamera mit. Die eingefangenen Fotos können das Telefonbuch bebildern, als MMS versendet oder über Infrarot an den PC übertragen werden. Farbdisplay, Hi-Fi-Klingeltöne und Wap-Browser erinnern ebenfalls an ein Handy.
Panasonic mit dreißigfachem optischen Zoom
In diesem Jahr wird die Cebit eine Messe der Unterhaltungselektronik. Flache Fernsehgeräte werden überall gezeigt. Während die Preise sinken, wachsen die äußeren Maße in die Breite und Höhe. Ob Plasma oder LCD: Beide sind dieses Jahr mit Bildschirmdiagonalen von gigantischen 1,65 Meter vertreten. Dabei trumpfen sowohl der 65 Zoll große Plasma-Bildschirm von Panasonic als auch das gleich große LCD-Gerät von Sharp mit verbessertem Kontrast, gesteigerter Farbbrillanz sowie der Möglichkeit auf, hochaufgelöste Bilder darzustellen.
Wachsender Beliebtheit erfreuen sich Kamkorder, wobei immer mehr Hersteller auf die 3CCD-Technik setzen. Panasonic präsentiert vier neue Modelle, bei denen das einfallende Licht mit Hilfe dieser Technik in die Primärfarben zerlegt wird. Das Spitzenmodell NV-GS250 bringt zudem ein Leica-Objektiv mit und erlaubt Fotoaufnahmen mit einer Auflösung von 3,1 Megapixel. Darüber hinaus sind größere Zooms zu erwarten: Die NV-GS35 (Panasonic) bringt gar einen dreißigfachen optischen Zoom mit.
Chip erkennt Werbeunterbrechungen
Fragt sich jetzt nur noch: Wohin mit dem Augenschmaus? Wer seine Bilder nicht nur digital archivieren will, findet in Fotodruckern eine gute Alternative. Sie werden preisgünstiger und praktischer: Der Photo Easy 255 von Sagem beispielsweise bearbeitet ganz automatisch unscharfe oder falsch belichtete Bilder (280 Euro). Selbstgedrehte Videos sowie Fernsehfilme finden auf DVDs oder Festplatten Platz. Die neuen DVD-Rekorder von Hitachi sind mit einem speziellen Chip ausgestattet, der in der Lage sein soll, Werbeunterbrechungen an ihrer schnellen Schnittfolge und gesteigerten Lautstärke zu erkennen und zu überspringen.
Für Aufsehen auf der Cebit dürfte auch der BD-HD100 sorgen: eine Kombination aus Blueray-, Festplatten- und DVD-Rekorder. Das neue Blueray-Format zeichnet hochauflösendes Fernsehen auf. Gleiches gilt für die konkurrierende HD-DVD, für die NEC zwei PC-Laufwerke ankündigte.