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Browser „Firefox 3“ veröffentlicht Mozilla greift Microsoft an

18.06.2008 ·  Der Wettstreit der Internet-Browser zwischen Microsoft und der Open-Source-Entwicklergemeinde geht in eine neue Runde. Der neue Browser „Firefox 3“ steht weltweit zum Herunterladen bereit - und hat bereits einen Download-Weltrekord erreicht.

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Der Rekordversuch der Entwickler des „Firefox“ hat mit einem Fehlstart begonnen: Der Ansturm auf die neue Version des Internet-Browsers legte am Dienstagabend zunächst die Server lahm. Es dauerte etwas mehr als eine Stunde länger, bis die Downloads von „Firefox 3“ beginnen konnten. Im Schnitt sei „Firefox 3“ dann aber mehr als 14.000 Mal pro Minute heruntergeladen worden, berichtete die Entwicklergemeinde um die Mozilla Corp. am Mittwoch. Mozilla hatte angekündigt, mit einer Rekordzahl an Downloads eines Programms in den ersten 24 Stunden ins „Guinness Buch der Rekorde“ kommen zu wollen. Die Zeit soll nun erst vom tatsächlichen Start der Downloads gestoppt werden.

Mozilla tritt mit dem „Firefox 3“ nach mehr als drei Jahren Entwicklungszeit erneut gegen den weltweit dominierenden Browser Internet Explorer von Microsoft an. Derzeit hält Firefox nach Angaben von Net Application Statistics einen Marktanteil von 18 Prozent gegenüber 74 Prozent, auf die Microsofts Internet Explorer kommt. An der Entwicklung der neuen Version waren nach eigenen Angaben Tausende Open-Source-Entwickler, Sicherheitsexperten, Übersetzer und Tester aus aller Welt beteiligt.

„Wozu eine engagierte weltweite Community fähig ist“

In der aktuellen Version haben die Entwickler den Browser runderneuert sowie mit Sicherheits-Funktionen ausgestattet. So soll die Software vor allem für die Nutzung von Web 2.0-Anwendungen optimiert sein, das Navigieren im Netz mit vielen Funktionen deutlich erleichtern und zum Beispiel auch datenintensive Anwendungen wie Google Earth mit weniger Ladezeit nutzbar machen. Insgesamt sei die Software etwa zwei- bis dreimal schneller als ihr Vorgänger. Zum Schutz etwa vor gefälschten Internet-Seiten reicht nun ein Klick um zu erkennen, ob eine Website wirklich das ist, was sie zu sein vorgibt. „Dieser Browser zeigt, wozu eine engagierte weltweite Community fähig ist“, sagte Mozilla-Chef John Lilly.

Ende 2004 war die Mozilla-Entwicklergemeinde erstmals mit einer Firefox-Version an den Start gegangen und hatte dem Marktführer überraschend schnell Marktanteile abgerungen. Inzwischen hat der Browser, der in mehr als 45 Sprachen zur Verfügung steht, nach Angaben der Entwickler mehr als 175 Millionen Nutzer. Die Mozilla Corp. finanziert sich vor allem aus Kooperationsvereinbarungen mit Suchmaschinen wie Google und gehört vollständig der gemeinnützigen Mozilla Stiftung.

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