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Apples iPad im Senioren-Test „Und um das Ding haben die sich gekloppt?“

Wegen seiner einfachen Bedienbarkeit wird das iPad auch als Einstiegscomputer für ältere Menschen empfohlen. Ist es wirklich ein „Rentner-Rechner“ und ein „prima Geschenk für die Oma“? FAZ.NET hat Senioren ein iPad testen lassen.

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© FAZ.NET - Andreas Brand Vergrößern iPad im Senioren-Test: „Und um das Ding haben die sich gekloppt?“

Ältere Menschen können es sich noch leisten, den Computer zu ignorieren. Sie werden im Beruf nicht dazu gezwungen, ihn täglich zu benutzen. Auch im privaten Umfeld dürfte Senioren das Facebook- und Twitter-Fieber weitgehend kühl lassen. Eine Bitkom-Studie ergab: Während 92 Prozent der jungen Deutschen bis 29 Jahre online gehen, tun das nur 32 Prozent der Senioren ab 65 Jahren.

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Wie in der Berichterstattung über das iPad („Rentner-Rechner“, „Darum kaufe ich Oma ein iPad“) immer wieder geschrieben wurde, könnte das Apple-Produkt das Verhalten älterer Menschen zum Computer ändern, weil die Bedienung schnell und leicht verständlich ist. Oma, Opa und das iPad: Können etwa ältere Menschen mit Apples Tablet-PC die Grenze überschreiten, um das Land der Webseiten, E-Mails und digitalen Fotoalben zu betreten? Bisher nur wenige: Laut Bitkom interessieren sich nur drei Prozent der Senioren über 65 Jahre für Tablet-PCs.

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FAZ.NET wollte wissen, wie seniorenfreundlich das iPad wirklich ist und hat mit der Videokamera die Schlossresidence Mühlberg in Frankfurt besucht. Zwölf Bewohner haben bei unserem Test mitgemacht. Sie hatten Lust, „dieses iPad“ zu sehen und es auszuprobieren. Die Senioren konnten sehr unterschiedliche Erfahrung mit Computern aufweisen. Ein älterer Herr hatte mit Computern beruflich zu tun und kannte daher den Umgang mit Browser, Mail und Google Maps. Eine Dame war der Umgang mit Rechnern völlig fremd. Für alle galt: Ein iPad hatten sie noch nie in der Hand. Und eine Frau fragte verwundert: „Ist das das Ding, um das sie sich gekloppt haben?“

Es bleibt alles beim Alten

Dies galt nach unserem Besuch nun nicht mehr. Und es wird wohl bei den meisten auch bei dieser einmaligen Erfahrung bleiben. Dass das Gerät einfach zu bedienen sei, fanden die meisten Senioren. Die Eigenschaften des berührungsempfindlichen Displays haben sie schnell herausgefunden. Auch wie man die verschiedenen Programme benutzt, war für die Senioren einfach herauszufinden. Schick und praktisch fanden unsere älterem Tester das iPad. Doch dieses Gerät kaufen, um überhaupt einen Rechner zu haben oder es gegen das vorhanden Note- oder Netbook zu tauschen, wollten die wenigsten.

Die Argumente für oder gegen das iPad kamen uns bekannt vor: Das iPad sei eine „wunderschöne Spielerei“, aber als zusätzlicher Computer zu teuer. „Ich kann mit einer Maus besser arbeiten“, sagte eine ältere Dame. Die virtuelle Tastatur reiche nicht aus, „damit kann man keine längeren Texte schreiben“. Ein Netbook sei billiger und böte „mehr Möglichkeiten“. Außerdem könne man damit nicht wirklich skypen, sagte ein anderer Herr mit Verweis auf die fehlende Videokamera: „Ich will doch dabei meine Kinder sehen“.

Aber einige sehen in Apples Tablet-PC eine interessante neue Geräte-Gattung, die für sie attraktiv sei. „Man kann abends bequem im Bett damit surfen“, sagte der Herr, der auch skypt. Auch sei die kurze Zeit, in der das iPad hochfährt, sehr praktisch. Gerade wenn man mal kurz etwas bei Google nachschauen wolle.

Also gilt auch nach dem Besuch der Seniorenresidenz in Sachen iPad: Es bleibt alles beim Alten.

Quelle: FAZ.NET

 
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