14.04.2010 · Internationalen Start verschoben: Apple bringt das iPad außerhalb der Vereinigten Staaten einen Monat später als geplant auf den Markt. Grund sei die große Nachfrage nach dem Tablet-Computer in den Vereinigten Staaten.
Schlechte Nachrichten für Apple-Fans in aller Welt: Sie müssen einen Monat länger auf ihr iPad warten. (iPad im Praxistest: Faszination oder Fingerakrobatik?) Weil die Nachfrage in den Vereinigten Staaten so hoch sei, habe sich Apple entschlossen, den internationalen Verkaufsstart auf Ende Mai zu verschieben, ließ der Konzern am Mittwoch am Sitz im kalifornischen Cupertino wissen. Ab dem 10. Mai stehen die internationalen Preise fest und ab dann können Kunden ihr Gerät auch vorbestellen.
In der ersten Verkaufswoche hat Apple in der Heimat 500.000 der Tablet-Computer abgesetzt. „Die Nachfrage ist viel höher als wir erwartet haben“, hieß es. Und sie werde wohl noch ansteigen, wenn erstmal iPads im Freundes- und Bekanntenkreis herumgingen. Auch für die Mobilfunk-Variante, die Ende April in den Vereinigten Staaten auf den Markt kommt, lägen bereits eine große Zahl Bestellungen vor.
„Wir produzieren sie so schnell wir können“, hatte Apple-Chef Steve Jobs jüngst versprochen. Dennoch kam es auch in den Vereinigten Staaten schon zu Engpässen. So waren iPads bei der größten amerikanischen Elektronikkette Best Buy ausverkauft. „Es gibt einfach kein wirkliches Konkurrenzprodukt“, begründete ein Analyst den Erfolg.
Keine Gefahr durch WePad
Der deutsche Herausforderer, die Berliner Firma Neofonie, ist bislang einen Beweis schuldig geblieben, dass ihr WePad es auch kann. Zur Vorstellung des Geräts Anfang der Woche stand noch kein voll funktionstüchtiges Exemplar zur Verfügung. Am 26. April soll eine zweite Präsentation mit fertigem WePad Zweifel ausräumen.
Seit der verpatzten Demonstration kursieren Gerüchte im Netz, dass das viel gepriesene Gerät nicht viel mehr sei als ein „Phantom“. Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen sprach indes davon, das WePad sei dem iPad durchaus ebenbürtig und übertreffe es in vielen Funktionen sogar. Die Probleme bei der ersten Vorstellung begründete er damit, dass das WePad am Kölner Zoll festgehangen und dadurch die Zeit gefehlt habe, das richtige System aufzuspielen.
Ein Prozent hoch
Die Apple-Gemeinde jedenfalls sieht im WePad keinerlei Gefahr. Im Gegenteil: Die Nachrichten über die große Nachfrage beflügelten die Fantasie. Die Apple-Aktie ging im frühen New Yorker Handel um 1 Prozent hoch.
In den Vereinigten Staaten kostet die iPad-Einsteigervariante mit 16 GB Speicher und WLAN-Verbindung ins Internet 499 Dollar (derzeit rund 370 Euro); das Spitzenmodell mit 64 GB Speicher, WLAN- und schneller Mobilfunk-Anbindung liegt bei 829 Dollar. Dazu kommt jeweils noch die Steuer. Importgeräte werden in Deutschland derzeit ab 600 Euro gehandelt.
Wer braucht das ???
Ulrich Stauf (DH7XU)
- 15.04.2010, 10:59 Uhr