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CES Unveiled : Die Enthüllung der charmanten Ideen

  • -Aktualisiert am

Plattform für Start-ups: Die CES Unveiled zeigt die neuesten Ideen aus der Welt der Unterhaltungselektronik Bild: AFP

In Las Vegas zeigen die Daniel Düsentriebs von heute ihre Ideen: Gehhilfen auf Rollen, Funksensoren für den Haushalt oder Dialog-Geräte für Schwerhörige.

          Der Name der Veranstaltung führt ein bisschen in die Irre: „CES Unveiled“ legt eigentlich die Vermutung nahe, es ginge hier, zwei Tage vor Eröffnung der großen amerikanischen Elektronikmesse in Las Vegas, um so etwas wie eine kleine Vorschau auf das bevorstehende Mega-Ereignis. Doch so ganz trifft es das nicht: „Unveiled“ hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Leistungsschau der Start-ups entwickelt, an manchen Ecken des Ausstellungssaals im Hotel Mandalay Bay fühlt sich der Besucher gar inmitten eine knatschbunten Community von recht eigenwilligen Daniel Düsentriebs.

          Schneller vorankommen dank federnder Rollen

          Aber das ist überhaupt nicht abwertend gemeint: Die beinahe unüberschaubare Ansammlung von Ideenträgern hat etwas Herzerfrischendes. Zum Beispiel die unter die Schuhe zu schnallende Gehhilfe der französischen Firma Rollkers. Die Apparate beschleunigen den Schritt locker auf das Doppelte; ein komplizierter Mechanismus aus federnd aufgehängten Rollen, einem batteriebetriebenen Elektromotor und raffinierten Getrieben erlaubt eine originelle Kombination von Gehen und Gleiten. Nur ein winziger Nachteil ist nicht von der Hand zu weisen: Die Schuh-Untersetzer lassen ihren Träger ein kleines bisschen albern aussehen.

          Witzige Mini-Roboter zum Spielen

          Mindestens so gut haben uns die programmierbaren Mini-Roboter von Ozobot gefallen. Die Knirpse, kaum größer als eine Praline, gleiten auf zwei Winzig-Rädern, blinken mit bunten Leuchtdioden und folgen den Farben aufgemalter Spuren. Über Tablet-Apps lässt sich ihr Verhalten programmieren. Kinder können daraus witzige Spiele entwickeln – und natürlich so ganz nebenbei eine Menge lernen. 

          Handschriftliche Notizen einfach weiterleiten mit Triby

          Allerliebst ist auch das Küchenradiotelefon Triby: Es haftet an der Kühlschranktür, spielt dort wie ein gewöhnliches Küchenradio, empfängt UKW oder Stationen aus dem Internet, hat aber noch verschiedene Extras: Tasten in Telefon-Form können Anrufe auf programmierte Nummern auslösen. So können die Kleinsten die Mama alarmieren, wenn es denn sein muss. Und Schulkinder können aus der Ferne schriftliche Anweisungen oder Grüße empfangen: Das Gerät hat ein Display, das von einem Smartphone abgeschickte, handschriftlich gemalte oder getippte Notizen anzeigt.

          Auf das Familienglück haben es die Utensilien von Brio abgesehen. Das System besteht aus Funksensoren für Wasser, Kohlendioxyd und Rauch, die sich überall in der Wohnung installieren lassen, und aus schlauen Steckdosen. Im Fall von Gefahr alarmieren die Sensoren die nächste Steckdose, und die sendet einen Alarmruf an die Brio-App auf dem Smartphone. Die Brio-Steckdose aber kann noch mehr: Sie erkennt an den jeweiligen Lastwerten, ob ein elektrisches Gerät Kontakt zu ihr aufnimmt oder der neugierige Finger eines Kindes. Die volle Spannung erhalten ihre Stromkontakte erst, wenn tatsächlich eine Maschine im Spiel ist.

          Eine weitere Variante zum Thema Smartwatch gefällig? Kein Problem: Aus Frankreich kommt ein Modell mit dem Namen iSet, mit dem Tennisspieler ihre Resultate in Echtzeit an mobile Endgeräte funken können und so ihre Freunde an Triumphen, Niederlagen oder einfach dem Trainingsstand teilhaben lassen können. Die passende App hält darüber hinaus etliche Hilfen zur Leistungsverbesserung bereit.

          Vom Sportplatz in die Welt der Büros: Talygen hat eine Cloud-App für Projektmanagement, Personalverwaltung, Teamkoordination, Rechnungswesen und viele weitere Nützlichkeiten aus dem Berufsleben entwickelt. Sie lässt sich auf alle erdenklichen Sprachen einstellen, funktioniert also international und ist von sämtlichen Computer- und Mobilplattformen aus zugänglich. 

          Hilfen für schwerhörige Menschen

          Seriöses hat auch sComm im Sinn: Die Unternehmerfamilie, selbst betroffen, baut Kommunikationsgeräte für taube oder sehr schwerhörige Menschen. Sie sehen aus wie Laptops mit vereinfachtem, kleinem Bildschirm. Sie werden durch simples Zusammenstecken und anschließendes Lösen miteinander über Funk gekoppelt, und schon sind Dialoge mit der Tastatur möglich.

          Hochkonjunktur in der Start-up-Szene haben alle möglichen Spielarten der Netzwerk-Kameras. IC Realtech zum Beispiel hat Modelle im Messegepäck, die weitwinklig nach vorn und nach hinten schauen und beide Sichtfelder an mobile Endgeräte übertragen. Dort kann eine passende App die Bilder zu einem 360-Grad-Panorama fusionieren. So ist die häusliche Kontrolle mit Rundum-Blick möglich.

          Der Anbieter Girooptik variiert das Thema mit einer dreiäugigen 360-Grad-HD-Kamera, die zum Beispiel Rundum-Bilder an die Multimedia-Brille Oculus Rift beamt. Und eine Kamera von Netatmo erkennt, wen sie aufnimmt, kann also Freunde namentlich ankündigen und vor Unbekannten vorsichtig warnen. 

          Vernetzte Radfahrerjacken

          Dies alles ist nur eine kleine Auswahl; mit helmartigen Geräten, die das arme Hirn entspannen und das Einschlafen fördern, mit gepolsterten Kopfhörern zum musikalisch begleiteten Einschlummern, mit wasserdichten, elektronisch vernetzten Radfahrerjacken, mit unzähligen Helm- und Brillenkameras, mit Apps, die Autos oder Koffer auf- und zuschließen und mit Sensoren, die gesunde Bettruhe überwachen oder beim Sport die Schläge auf den Kopf registrieren, ließe sich die Liste noch abendfüllend fortsetzen.

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