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CES 2013 Technik-Ideen für den Spaß von morgen

Was nach HDTV kommt, wie wir Filme durch die Welt funken und mit welchen Computern wir morgen arbeiten: Die amerikanische Messe CES zeigt es schon heute.

© Hersteller Vergrößern Kann W-Lan-Funk: Action-Camcorder Panasonic HX-A100

Jumbo-Fernseher mit Diagonalmaßen bis zu 280 Zentimeter, Bildschirmraster mit dem Vierfachen der HDTV-Auflösung, Marktstart der ersten Oled-Modelle, die Bilder mit selbstleuchtenden Farbpünktchen erzeugen: Das waren, auf einen sehr kurzen Nenner gebracht, die spektakulärsten Themen der Consumer Electronics Show in Las Vegas, die in der vergangenen Woche signalisierte, was wir im kommenden Jahr von der Unterhaltungselektronik erwarten dürfen.

Ausführlich haben wir darüber schon in der Technik-und-Motor-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet. Doch die Messe im Zockerparadies zeigte auch noch viele andere spannende Neuheiten. Dazu zählten etwa jene Videokameras, die für die neuen 4k-Schirme bereits adäquates Material liefern können. Professionelle Geräte mit diesen Fähigkeiten hatten Sony und JVC bereits im vergangenen Jahr gezeigt.

Modell für anspruchsvolle Amateure

Jetzt plant Sony sogar ein Modell für anspruchsvolle Amateure; einen Prototypen konnten die CES-Besucher schon bewundern. Allerdings taugt auch dieser Apparat noch längst nicht für das Handgepäck, und seine technischen Spezifikationen riechen eher nach Studioluft. So müssen vorerst noch andere Digitalkonserven genügen, um 4k-Schirme mit angemessener Detailfreude zu füllen.

Dazu zählen natürlich all unsere Digitalfotos: Selbst Pocket-Kameras schießen sie ja heute mit Auflösungen, die noch über dem Darstellungsvermögen der 4k-Schirme liegen, und eine Diaschau an einem der neuen Super-Fernseher vermittelt neben schierer Faszination auch das schöne Gefühl: Endlich sieht mal einmal alles, was die Kameralinse eingefangen hat.

22794880 3D mit einem Objektiv: Kamera Samsung NX300 © Hersteller Bilderstrecke 

Filme mit 4k-Auflösung sind heute noch Mangelware. Immerhin bereitet Sony ein erstes Online-Portal für die Verbreitung von 4k-Produktionen vor, andere Anbieter tüfteln an ähnlichen Projekten. Und natürlich können 4k-Fernseher Programme in HD-Auflösung, etwa von der Bluray-Disk, auf das 4k-Raster hochskalieren.

Besonders gut sieht das aus, wenn schon die digitale Vorlage im Studio ursprünglich dieses Raster hatte. Sony demonstrierte an seinem Messestand exemplarisch den Filmklassiker „Lawrence von Arabien“, der in 4k-Auflösung vom Zelluloidfilm abgetastet und dann für die Bluray-Konserve auf das standardkonforme HD-Format mit 1080 Zeilen heruntergerechnet wurde.

Kameras mit W-Lan

Auch in der Welt des Fernsehens gibt es schon erste Experimente mit der neuen Pixelfülle. Stephan Heimbecher, Technik-Chef des Abo-Senders Sky, berichtete im Rahmen eines 4k-Workshops von Toshiba über die erste 4k-Aufnahme eines Fußballspiels in München, die vor allem eines zeigte: Bevor es Live-Sendungen in 4k geben kann, bedürfen nahezu alle Komponenten der Produktionskette, aber auch die Schnittstellen der Geräte im Wohnzimmer noch umfangreicher technischer Aktualisierungen.

Auch neue Kompressionsverfahren mit noch höherer Effizienz müssen her. Heimbecher rechnet daher mit einer Vorlaufzeit von gut zwei Jahren, bevor erste reguläre Sendungen über den Äther gehen können, signalisierte jedoch, dass sein Unternehmen nicht gedenkt, das Thema auf die lange Bank zu schieben.

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