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Autopilot-Fahrzeuge Audi darf selbstfahrende Autos in Nevada testen

 ·  Bislang hat vor allem Google mit Roboterautos für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt verkündet Audi stolz, im amerikanischen Bundesstaat Nevada eine Lizenz zum Testen selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen erhalten zu haben.

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Die Messe CES ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr zum Schauplatz auch für Neuheiten aus der Autoindustrie geworden - vor allem aus der Fahrzeugelektronik. In diesem Jahr sind acht Autohersteller auf der Messe präsent, so viele wie noch nie. Auch etliche Zulieferer sind nach Las Vegas gekommen.

Von den deutschen Herstellern zeigt Audi Flagge und nutzt die Veranstaltung um über Fortschritte seiner Initiativen mit selbstfahrenden Autos zu sprechen. So verkündete das Unternehmen, vom Bundesstaat Nevada eine Lizenz bekommen zu haben, die ihm das Testen von selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen erlaubt. Audi ist damit erst das zweite Unternehmen, das eine solche Lizenz hat - nach dem Internetkonzern Google, der bisher mit seiner Flotte selbstfahrender Autos die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.

Audi: Autos könnten noch in diesem Jahrzehnt marktreif werden

Bislang gibt es erst in sehr wenigen amerikanischen Bundesstaaten Gesetze, die solche Autos erlauben. Die autonomen Audis sollen von nun an auf den Highways um Las Vegas unterwegs sein. Auf einer Pressekonferenz verbreitete Audi Zuversicht, dass die „autonomen“ Autos noch in diesem Jahrzehnt marktreif werden könnten. Damit schlägt Audi ähnliche Töne an wie Google. Der Internetkonzern hat unlängst gesagt, die Roboterautos würden in fünf Jahren für die Allgemeinheit verfügbar sein.

Google hat mit seinen selbstfahrenden Autos, bei denen es sich zumeist um umgerüstete Modelle des japanischen Herstellers Toyota handelt, fast 500000 Testkilometer zurückgelegt. Die Autos sind mit Kameras, Radarsensoren und Laserscannern auf dem Dach ausgestattet, mit denen die Umgebung erfasst wird. Sie nutzen außerdem die Landkartendienste von Google. Die Fahrzeuge sind nicht unbemannt, was auch gesetzlich nicht erlaubt wäre. So muss ein Fahrer am Steuer sitzen, der notfalls auf manuelle Steuerung umschalten kann.

Audi verfolgt im Prinzip die gleiche Idee: „Wann immer ich nicht fahren will, erlaube ich mir, gefahren zu werden. Und wenn ich Spaß haben will, fahre ich selbst,“ sagte Ricky Hudi, der Leiter der Entwicklung im Bereich Elektronik bei Audi. Der deutsche Hersteller verwendet statt „selbstfahrenden Autos“ lieber den Begriff „pilotiertes Fahren“ - in Anlehnung an die Autopilotfunktion in Flugzeugen. Der Begriff soll zum Ausdruck bringen, dass die „ultimative Verantwortung“ am Ende noch immer beim Fahrer liege, sagt Hudi.

In der weiteren Entwicklung zur Serienreife geht es nach den Worten von Hudi nicht mehr darum, zu zeigen, dass ein fahrerloses Auto in der Lage ist, von A nach B zu kommen. Vielmehr stehe jetzt im Vordergrund, das Konzept alltagstauglich zu machen. Das heißt für ihn vor allem, dass die bisher notwendigen Laserscanner auf dem Dach und Computer in den Fahrzeugen auf eine praktikable Größe schrumpfen müssen. Hudi zeigte in Las Vegas ein Modell für einen kleineren Laserscanner, der in eine Handfläche passt.

Neben Audi stellte in Las Vegas auch Toyota für seine Oberklassemarke Lexus ein Sicherheitskonzept vor, zu dem auch autonomes Fahren gehört. Lexus beschrieb das Projekt aber bislang als „reine Forschung“ und wollte sich nicht zu einer etwaigen Markteinführung äußern.

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