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Burj Dubai Rekordhalter unter den Wolkenkratzern

 ·  Das Rennen um den höchsten Wolkenkratzer der Welt hat Dubai vorerst für sich entschieden. 810 Metern Höhe soll der Burj Dubai bis 2008 erreichen. Das ist höher als alles bisher Dagewesene. Es sind aber schon noch höhere Türme geplant - auch in Dubai.

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Das höchste Gebäude der Welt steht in Dubai. Vor wenigen Tagen hat der Burj Dubai den Weltrekord der Hochbauten an sich gerissen und den bisherigen Spitzenreiter, den nach der Anzahl seiner Stockwerke benannten und einschließlich seiner Antenne 509 Meter hohen Bau Taipeh 101 vom ersten Platz verdrängt. Seine momentane Höhe beträgt 512 Meter. 140 Stockwerke sind mittlerweile fertiggestellt. Und wenn man sich an den Verlautbarungen des Bauherrn, des in Dubai ansässigen Projektentwicklers Emaar Properties, orientiert, dann werden noch weitere 20 Stockwerke aufgesetzt werden. Einschließlich einer aus dem Zentrum des Turms gegen Ende der Bauarbeiten hydraulisch nach oben gedrückten, zwei Meter mächtigen und 70 Meter langen stählernen Spitze soll der Burj Dubai rund 810 Meter hoch werden.

Wie hoch der Turm letztendlich genau wird, wird immer noch als Geheimnis gehandelt. Man will andere Hochbauer möglichst lange im Unklaren lassen. Sie sollen nicht wissen, an welcher Marke sie sich zu orientieren haben. Zu dieser Strategie passt das Gerücht, dass der Burj Dubai nachträglich aufgestockt werden kann. In diesem Zusammenhang werden Höhen jenseits von 900 und gar 1000 Metern genannt. Doch dürfte es sich hier um unrealistische Höhenflüge handeln, denn die Struktur und vor allem die Gründung des Turms sind nicht beliebig belastbar.

Auf knapp 300 Pfählen ruhend

Einen so hohen Turm standfest und stabil zu bauen, ist keine triviale Angelegenheit. Die Strategen des amerikanischen Architekturbüros Skidmore, Owings & Merrill (SOM) haben sich des „Melkschemel“-Prinzips bedient. Der Burj Dubai steht auf einem massiven Dreizack, dessen „Arme“ auf Fundamenthöhe weit auskragen. Jeder der drei Flügel unterstützt so die beiden anderen. Stabilisierend wirken auch die an den Turm „angeflanschten“ Anbauten, die unterschiedlich weit nach oben gezogen sind. Sie verleihen dem Bau nicht nur eine treppenförmige Silhouette, sie machen ihn auch extrem windschlüpfig.

Damit der Turm sicher im Wüstensand Dubais steht, hat man ihn auf knapp 300 (Bohr-)Pfähle gestellt, die bis zu 55 Meter in den Untergrund dringen. Da auch in dieser Tiefe nicht stabiler Fels, sondern nichts als Sand anzutreffen ist, tragen die bis zu 3,20 Meter dicken Stahlbetonpfähle die auf ihnen lastenden Kräfte über die sogenannte Mantelreibung ab: Die auf den Pfählen ruhenden Lasten werden über deren Oberfläche in den seitlich anstehenden Sand eingeleitet.

Neuer Turm von 1,5 Kilometern Höhe

Die Nutzfläche des Burj Dubai wird mit 280.000 Quadratmeter angegeben, die sich ein Hotel, luxuriöse Suiten, Büros und Appartements sowie mehrere Restaurants teilen werden. Auch vier Swimmingpools sind vorgesehen. Am Fuße des Turms schließt sich ein fünf- bis neungeschossiger Podiumsbau an, in dem Parkgaragen, Läden und Fitnesscenter unterkommen. Die Geschossfläche beträgt hier knapp 190.000 Quadratmeter. Insgesamt sollen 300.000 Kubikmeter Beton verbaut werden. Obwohl ein Großteil davon bereits eingebaut ist, bleibt noch einiges zu tun. So hat man mit dem Innenausbau gerade erst begonnen. Ende des kommenden Jahres will man den Bau fertiggestellt haben.

Wie lange der Rekord halten wird, ist unklar. Noch höhere Gebäude sind bereits in Planung. Auch in Dubai, wo man noch in diesem Jahr mit den Arbeiten am „Al Burj“ (der Turm) beginnen will, der einschließlich Antenne 1500 Meter hoch werden soll.

Quelle: F.A.Z., 31.07.2007, Nr. 175 / Seite T1
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Jahrgang 1947, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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