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Fake-Accounts : Falsche Freunde

Immer mehr Bots und Fake-Accounts wollen das Leben in digitalen Netzwerken beeinflussen. Doch die Roboter-Accounts lassen sich enttarnen.

          Immer mehr Bots und Fake-Accounts wollen das Leben in digitalen Netzwerken beeinflussen. Diese falschen Freunde verzerren das Meinungsbild und verbreiten Fehlinformationen, zumindest wenn es um die digitalen Pappkameraden im politischen Bereich geht. Fremdgesteuerte Roboter flattern aber auch durch Facebook und Twitter, um Handelssignale und Börsenkurse zu beeinflussen.

          Während man sich gegen die getürkten Twitter-Freunde kaum wehren kann, weil sie einem ohne weiteres Zutun hundertfach folgen, muss man seine Facebook-Bekanntschaften immerhin bestätigen, bevor die digitale Freundschaft besiegelt wird. Dubiose Anfragen von Roboter-Accounts sind oft gut zu erkennen. Die Fakes können zwar unbedarft etliche Freunde sammeln, aber meist nur wenig über sich selbst sagen.

          Man achte also bei Freundschaftsanfragen auf die Beiträge der Bekanntschaften, was sie geschrieben oder geteilt haben. Kreativität und Originalität lassen sich nur schlecht kopieren. Ferner lohnt ein Blick auf die Aktivitäten, ob Fotos (insbesondere alte) und weitere persönliche Angaben ein stimmiges Bild ergeben. Gefälschte Identität als Massenware scheitert also an den Details. Noch.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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