07.05.2012 · Lufthansa fliegt die erste 747-8. Die Boeing ist 5,60 Meter länger als das Vorgängermodell 747-400 - und übertrifft damit auch um einen Meter den Airbus A340-600.
Von Holger AppelRichtlinien für Lesermeinungen
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Im Vergleich zur 777 kann in der 747-800 deutlich mehr Fracht mitgeführt werden. Außerdem müssen die Piloten und das Wartungspersonal nicht komplett neu geschult werden.
Längstes Flugzeug der Lufthansa - aber nicht der Welt
Die Aussage, die Boeing 747-800 wäre das längste Flugzeug der Welt ist nicht korrekt. Mit über 85 Metern Länge trifft dies auf die russische An-225 zu.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2012 14:39 UhrPassagierflugzeug.
Wie schon zuvor die 340-600 das längste PASSAGIERflugzeug war.
Längste 747-Jumbo Version nur Frachter, ausser Lufthansa? Stimmt so nicht.
Sie berichten zu recht, dass die neueste und längste Boeing
747-Version -8 bisher nur von Lufthansa als Passagierflugzeug bestellt
und ausgeliefert wurde, und alle anderen Carrier hätten den
Ultra-lang-Vogel erstmal nur als Frachtversion bestellt. Aber dazu
sollte man zwei Fakten ergänzen: Erstens kann Lufthansa als
gleichzeitig grösster Cargo-Carrier der Welt in dem neuen Langjumbo
nebenbei auch viel Fracht im Unterbauch befördern, zweitens ist die
B-747-800 auch von einigen Ultra-reichen Privatkunden als Regierungs-
oder Privatflugzeug bestellt worden, und die ersten davon werden bei
Lufthansa Technik ein Hamburg und auch anderswo entsprechend
umgerüstet. Sowas dauert bis zu zwei Jahre und die Umrüstung kann
dem Ab-Werk-Preis leicht 150 bis 350 Mio Dollar hinzufügen. Je
nachdem, ob man einen Lift für Autos, Pferde oder Hospital-Modul
hinzufügt, oder auch alle drei Optionen, das geht auch.
Ein super-diskretes Geschäft. Lufthansa ist also - in so fern -
nicht mehr allein.
Entgegen der Sparpolitik setzt LH auf Flugzeuge mit 4 Triebwerken.
Die meisten Airlines der Welt fliegen auf ihren Langstrecken B777 weil 2 Triebwerke weniger Kosten verursachen als 4 Triebwerke. Die LH hat sich schon mit den A340 mit 4 Triebwerken voll geladen. Noch stehen 50 Stück im Bestand. Der Einkauf von 20 B747-8 trägt daher nicht zum Flugkosten sparen bei. Der große Wettbewerber Emirates fliegt mit B777 und mit A380, auf Strecken mit geringerer Auslastung mit A 330. Die A 340 wurde wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit selbst von Airbus schon ausgemustert und nicht mehr angeboten, während die B777 ein Verkaufshit ist. Die LH dürfte die Airline sein mit den meisten 4 strahligen Flugzeugen weltweit.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.05.2012 14:38 UhrAlbern.
Als ob vier Triebwerke alleine aufgrund ihrer Zahl mehr verbrauchen.
Der Sicherheitsaspekt wurde schon erwähnt. Und es gibt auch weitere
Argumente.
Ein Flugzeug, das bei gleichen Flugeigenschaften nur zwei Triebwerke
hat, hat dafür umso stärkere, heißt: größere,
insbesondere auch im Verbrauch.
Bitte ein wenig differenzierter antworten...
"Die LH dürfte die Airline sein mit den meisten 4 strahligen
Flugzeugen weltweit."
Und das ist auch gut so, schon mal ueber den Sicherheitsaspekt
nachgedacht? Ich fliege persoenlich nur in vierstrahligen Maschinen
ueber "den grossen Teich", Maschinen der LH-Konkurrenz mit nur
2 Maschinen sind mir da viel zu unsicher... (Sichwort ETOPS, scherzhaft
auch als "Engines running, or passengers swimming"
transskribiert... Mehr bei Wikipedia unter ETOPS)
BG,
C
Kabinen wie bei Emirates und Singapore Airlines sind ausgesprochen unangenehm und geben den Passagieren ein klaustrophisches Gefühl der Einengung. Im Großraum der Lufthansa fühlt sich der Passagier offener und freier.
Die Erste Klasse ist gut geworden. Die neue Business dagegen wirkt sehr grau und recht billig. Die V-Stellung der Sitze ist toll für Freunde/Verwandte, aber psychologisch sehr ungeschickt für einander Fremde und hat nicht einmal eine Trennwand. Sie hat den Riesenvorteil, daß man sehr viele Sitze in die Kabine hineinbekommt. Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt aber abzuwarten.
sind Mentalitätssache. Vielen Vielfliegern, gerade hier in Europa, geht es auch ums Sehen und gesehen werden...
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für „Technik und Motor“.
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