http://www.faz.net/-gy9-75f1k

Blitzer-Säulen : Gar nicht gut

Es galt einst als verpönt, bei „Tieforange“ noch an der Ampel vorbei zu huschen. Das machte man nicht, lange her. Die Stadt Frankfurt hat nun angefangen, 25 Blitzer-Säulen aufzustellen.

          Der Betonmischer ist noch mindestens 50 Meter entfernt, als die Ampel auf Gelb springt. Der Fahrer gibt Gas. Die Ampel für Fußgänger und Radfahrer zeigt längst Grün, als er mit seinem Koloss über die Kreuzung im Frankfurter Osten donnert.

          Wer als Fußgänger heute bei Grün die Straße überquert, ohne derlei einzukalkulieren und sich sorgfältig umzuschauen, macht das möglicherweise zum letzten Mal in seinem Leben. Es galt unter Kraftfahrern einst als verpönt, bei „Tieforange“ noch an der Ampel vorbei zu huschen. Das machte man nicht, lange her.

          Mittlerweile wird in Kauf genommen, dass es schon ein paar Sekunden Rot leuchtet. Damit fällt ein weiteres Tabu im Straßenverkehr. Man kann das Stunde um Stunde, Tag für Tag beobachten. Nur Idioten tun so was? Dann gibt es eine Menge davon unter Lastwagen- und Taxifahrern, Paketdienstpiloten, Lenkern von Linienbussen, allem Anschein nach braven Bürgern und ach so eiligen Menschen wie du und ich. Wohin führt das?

          Die Stadt Frankfurt hat begonnen, 25 Blitzer-Säulen, mehrere Millionen Euro teuer, aufzustellen an Kreuzungen, an denen es nicht mehr so weitergehen kann. Noch auf der Suche nach einem guten Vorsatz für 2013? Wir hätten da einen Vorschlag.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Folgen:

          Topmeldungen

          Reaktion auf Bamf-Skandal : Seehofers Brandschneise

          Der Bundesinnenminister setzt ein Zeichen, um vom Bamf-Skandal nicht erfasst zu werden. Doch nicht nur im Willkommensmilieu Bremens ist die konsequente Abschiebung eher die Ausnahme als die Regel. Ein Kommentar.

          Treffen zwischen Trump und Kim : Weltklasse-Pokerspieler unter sich

          Vor dem geplanten Gipfeltreffen von Trump und Kim werden Bedingungen gestellt, Erwartungen formuliert und Drohungen ausgesprochen. Dabei spielt auch China eine wichtige Rolle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.