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Betrug : 419 scam

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Noch ist das Wort Scam - englisch umgangssprachlich für den Betrug oder die üble Masche - nicht im deutschen Sprachschatz angekommen. Die Sache selbst ist allerdings schon da.

          Noch ist das Wort Scam - englisch umgangssprachlich für den Betrug oder die üble Masche - nicht im deutschen Sprachschatz angekommen. Die Sache selbst ist allerdings schon da: Vorschussbetrug mittels E-Mail. Trojaner, die sich in verführerische Mails kleiden, kennen wir längst. Scam liegt vor, wenn wir wegen eines künftigen großen Gewinns vorab ein bisschen Vorschuss zahlen sollen. Ködern sollen uns phantasievolle, ja phantastische, oft auch herzzerreißende Geschichten aus der Ferne: Eine Riesenerbschaft, eingefrorene Konten oder ein Lotteriegewinn warten, für ein wenig Unterstützung werden fette Provisionen in Aussicht gestellt. Heute braucht eine schöne reiche Frau ein wenig Geld für ein Flugticket, oder man soll bei einem Gebrauchtwagenverkauf den Differenzbetrag eines höher ausgestellten Schecks überweisen.

          Als im 16. Jahrhundert diese Betrugsform aufkam, kam Briefpost angeblich aus einem spanischen Gefängnis, oder es galt, den Absender aus der Hand von Korsaren freizukaufen. Nigerianer wurden sprichwörtlich für die Perfektionierung des Internetbetrugs und für den Paragraphen 419 ihres Strafgesetzes: „419 scam“ lautet ein Terminus. Selbst kluge Leute fallen herein auf Zertifikate von Ämtern mit einer Handynummer als Amtssitz. Perfide sind vorgetäuschte Liebesgeschichten, die außer Spesen gebrochene Herzen zurücklassen. Aber schon sind Rächer wie die „419eater“ unterwegs, die Scammer im Netz an den Pranger stellen.

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