Über die zuletzt aufgesuchte Autowerkstatt und das dort jüngst Erlebte und dann gleich weiter über die Autowerkstätten an sich und ihre halsabschneiderischen Betreiber herzuziehen, das ist ein Konversationsgegenstand, zu dem jeder etwas beitragen kann. Hat man nicht schon mit seiner dringenden Reparatur vor gelangweilt durch die Gegend telefonierenden Kundendienstlern, die diesen Namen wahrlich nicht verdienen, herumgestanden? Wer hat nicht schon auf eine Rechnung gestarrt, die um ein Drittel höher war als erwartet, aber nicht erkennen ließ, dass das gemacht worden sei, was unbedingt erledigt werden sollte? Wie soll man eine Werkstatt loben, wenn Termine nicht eingehalten werden und die Linke nicht weiß, woran die Rechte herumgeschraubt hat?
Doch es gibt sehr wohl Ausnahmen: Es gibt den Meister, der pünktlich zum Termin schon allen Papierkram vorbereitet hat und der sich seines Kunden genau erinnert. Der Verständnis dafür hat, dass sein Gegenüber und nicht nur er selbst unter Zeitdruck steht. Der den Ersatzwagen in die Garage gefahren hat, „damit er sich auf dem Parkplatz nicht unangenehm aufheizt“. Und der, bevor sein Kunde nach ganz kurzem Besuch wieder davonfährt, noch schnell ans offene Wagenfenster tritt: „Bedenken Sie, der hier hat nicht das gleiche Drehmoment wie Ihr eigener...“ Für so viel Fürsorglichkeit nimmt man schon einen Umweg in Kauf, statt sich an der nächsten Ecke wieder tiefschwarz zu ärgern.