Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu. Auf keinen anderen Autohersteller trifft das in jüngster Zeit mehr zu als auf General Motors und seine Tochtergesellschaft Opel.
Vergangene Woche brachte die amerikanisch-deutsche Kombo das Kunststück fertig, Auszeichnungen für ihre baugleichen Elektroautos Chevrolet Volt und Opel Ampera einzuheimsen und im selben Moment einen vorübergehenden Produktionsstopp zu verkünden.
Nur einen Tag später verschickte Opel die Meldung, die Nachfrage nach dem 43.000 Euro teuren Ampera übertreffe die Erwartung. Wie das zur Produktionspause passt? Es werde technische Feinarbeit am Fahrzeug geleistet, sagen die Opel-Manager. Der Lageraufbau müsse gebremst werden, sagt General Motors.
Derweil kündigt der vor Selbstbewusstsein strotzende VW-Chef Martin Winterkorn an, 2013 werde „das Jahr der Elektromobilität“, und macht Appetit auf elektrische Golfs und Ups und zahllose Hybridmodelle bis hin zum Plug-in-Dieselhybrid mit einem Normverbrauch von weniger als 2 Liter.
„Physikalisch wenig sinnvoll“
Von der Antriebsform des Opel Ampera halten die Mannen aus Wolfsburg nicht so viel, „weil es physikalisch wenig sinnvoll ist, einen Benzinmotor zu betreiben, der die Batterien lädt, die wiederum die Achse antreiben“.
Man stelle sich vor, das stimmt. Dann fände das Jahr der Elektromobilität ohne signifikante Beteiligung der preistragenden Pechvögel aus Rüsselsheim statt.
Stimmt leider nicht!
Martin Winkler (mwinkl02)
- 13.03.2012, 12:58 Uhr