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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Autoscheinwerfer Dioden an die Macht!

 ·  Die LED-Technik erobert den Autoscheinwerfer. Designer schätzen sie für Lichtfarbe und Gestaltungsfreiheit, Techniker für niedrigen Energieverbrauch und ihre Langlebigkeit.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (16)

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Engelbert Kühlwetter

Ganz schön teurer Spass!

Gibt auch nur eine LED ihren Geist auf, bekommt man vom TÜV die rote Karte. Es muss die ganze LED-Einheit ersetzt werden, Einzel-LEDs liefern die Werke nicht. Dann kostet ein Aussenspiegel mit integriertem LED-Blinklicht bis zu 680 €, eine Heckleuchteneinheit je nach Modell noch einige Euronen mehr und ein Front-LED z. B. beim Insignia bis über 1200,-€. (kompl. Scheinfereinheit). Ein- und Ausbau kommen noch dazu. Das sind mitnichten seltene Einzelfälle, davon können Audi- und VW Fahrer Lieder singen. Bisher geht das meistens noch auf Kulanz. Dennoch liegen inzwischen zahlreiche Beschwerden bei Fachpresse und Herstellern vor. Birnchen für 5-10 € auf die Schnelle wechseln, das war einmal. Techischer Fortschritt sollte in einem vernünfigen Verhältnis zur Wirtschaftlicvhkeit stehen. Das ist bei LED-Tagfahrlicht, -Rücklicht und -Blinklicht nicht der Fall. Unbestriiten sprechen LED-Bremslichter schneller an. Mit LED-Fahr-und Fernlicht fehlt mir noch die Selbsterfahrung.

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Joerg Sigle
Joerg Sigle (avo893) - 11.08.2012 00:30 Uhr

Blenden, Flimmern, Protzen, viel Geld verdienen - das ist alles

Hallo. Meine Meinung:
(1) Sowohl die hinteren als auch die vorderen LED-Lichter blenden wie bescheuert (selbst am hellsten Sonnentag) - wenn ein vorausfahrender sowas hat, sieht man von den normalen Rücklichtern drumrum weniger, und kann Entfernungen schlechter einordnen, wenn einem so einer entgegenkommt, kriegt man einen Fleck im Sehfeld, wo man mal kurz garnichts sieht.
(2) Sowohl die hinteren als auch die vorderen LED-Lichter flimmern wie bescheuert - beim Blick auf den Tacho sieht man vorausfahrende Autos 5 oder 10x, am Horizont auf der Autobahn desgleichen.
(3) LED Blinker haben keine sichtbare Angeht- und Ausgehverläufe. Man braucht also etwa 1 bis zwei komplette Blinkzyklen, um den Vorgang als Blinken zu erkennen, statt einen hunderstel bis einen halben wie bei Glühbirnenblinkern.
(4) Das ganze ist nützlich zum Protzen, und um extreme Margen zu realisieren. Und wegen (1), (2), (3) ein Dokument des Versagens von Ingenieuren, Zulassungsbehörden - und auch des guten Geschmacks.

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Karl Dietrich Naumann

Langlebigkeit !?

Die mögliche lange Nutzungsdauer beruht auf dem hohen Lichtwirkungsgrad, bzw. der
geringen Verlustleistung. Leider wird in der Praxis die Leuchtdiode oft zu hoch belastet
und die Verlustleistung durch Kühlung nicht ausreichend abgekühlt, so dass das Halbleiter-
material zu heiß wird und altert und vor allem die notwendige elektrische Kontaktier-
technik die Dauerbelastung nicht übersteht. Meine diversen LED-Taschenlampen haben
deshalb nie die versprochene lebenslange Nutzung erreicht. Es ist kaum zu erwarten,
dass die Entwickler den Arbeitspunkt so legen, dass die Langlebigkeit erreicht wird. Die
Entwicklung der Kohlefaden-Glühlbirne ging hin zur minimal akzeptierten Nutzungsdauer.
Es soll noch Exemplare von Thomas Alva Edison geben, die heute noch nicht durchgebrannt sind !

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 16:05 Uhr
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 12.08.2012 16:05 Uhr

@ Karl Dietrich Naumann „..die heute noch nicht durchgebrannt sind !“

Die hängt in einer New Yorker Feuerwache. Die Lebensdauer aller Technik wird heute bestimmt durch: Was lange hält, bringt uns kein Geld. Die EU hat angeordnet, daß die Konstruktion von TagLED-Leisten so beschaffen sein muß, daß keine einzelne LED, sondern die gesamte Leiste ausgewechselt werden muß. Ist diese konstruktiv mit der Leuchteinheit verbunden, dann – na? Richtig, die gesamte Leuchteinheit. Paradiesische Zeiten brechen an.

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Heinz Rehbein

Man hatte sich weltweit auf 1000 Std maximal "geeinigt"

Phoebus Kartell, 1924.
Damals sollen schon mehr als 100.000 Std. in der Massenfertigung möglich gewesen sein (die etwas geringere Lichtausbeute hätte man in 90 Jahren F&E wohl auch in den Griff bekommen).

Ein Schelm, wer sich böses dabei denkt, wie lange denn eine LED halten "dürfen" wird.

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K. Peter Luecke

Ehrlich !? ("ein normales Autoleben, das selten ...

... mehr als 8000 Stunden reiner Nutzungszeit währt"). Das wäre weniger als ein Jahr reine "Nutzungszeit". Diese Spanne wird nach meiner Erfahrung ja schon locker um das Doppelte oder Dreifache selbst von lüfterlos rund um die Uhr im Dauerbetrieb laufenden simplen und preiswerten Festplatten übertroffen. Spricht nicht gerade für die Haltbarkeit von Autos ...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 21:08 Uhr
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 10.08.2012 21:08 Uhr

Sinnvoller Vergleich

Wie schnell fährt denn die Festplatte und wieviele Sitzplätze hat sie?

Eine Warmhalteplatte übertrifft in der Lebensdauer jede Festplatte bei weitem und ist dazu noch billiger. Spricht nicht grad für die Haltbarkeit von Festplatten...

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Andreas Wagner

Lebensdauer eines Autos

Die Lebensdauer eines PKWs wird normalerweise nicht in Betriebsstunden angegeben, sondern in gefahrenen Kilometern. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50km/h sind die 8000 Stunden 400.000km, bei 30km/h immerhin noch 240.000km. Insofern stimmen die genannten 8000 Stunden tatsächlich für ein "normales Autoleben".

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Matthias Unger

Blender

Jahrzehnte hat es mit leicht austauschbaren Birnen geklappt. Die waren zwar nicht so hell, aber der entgegenkommende Fahrer musste auch nicht in eine so grelle Lichtquelle blicken. Daher ist für mich fraglich, ob dieser LED Zauber am Auto, genauso wie Xenon, ein Beitrag zur Verkehrssicherheit ist. Die Designer freuen sich, können Sie doch durch marginales Investment ein Auto nach 2 Jahren schon wieder 'alt' aussehen lassen. Das kurbelt den Umsatz an.
Bei Fahrrädern ist LED sinnvoll, der Radler sieht besser und wird besser wahrgenommen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.08.2012 17:58 Uhr
Matthias Unger

Haben Sie die Werte abgelesen oder selbst ermittelt?

Ich habe beim Tanken nie einen Unterschied feststellen können, ob ich im Hellen oder Dunklen gefahren bin. Ausserdem hinkt Ihr Vergleich, da Sie der Bi Xenon Lichtquelle die gleiche Lebensdauer unterstellen wie dem Auto. Sie hält zwar angeblich viermal solange wie die H-Lampe, aber ist im Austausch ungleich teurer. Und das sie gerne mal kaputt gehen, zeigen mir diverse gelb/rötlich gefärbte Xenon-Lichter. Der Vertragshändler freut sich.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 11.08.2012 17:38 Uhr

Das Thema Blenden ist längst tot nachdem jedes dritte Auto heute Xenon-Licht verwendet

Leider vergessen sie neben der besseren Sicht einen wichtigen Vorteil des Xenonlichtes. Bei Fernlicht benötigt ein PKW eine elektrische Leistung von zusammen 240 Watt. 2 mal 55 Watt für das Fernlicht und 2 mal 65 Watt für das Abblendlicht, das bei den meisten Autos weiter brennt. Pro 100 Watt elektrischer Leistung steigt der Kraftstoffverbrauch um 0,12 Liter pro 100 km. Das sind dann knapp 0,3 Liter auf 100 km. Ein Bi-Xenon Licht das aus einer Lichtquelle Fern- und Abblendlicht generiert, verbraucht insgesamt nur 70 Watt. Das sind also weniger 0,1 Liter pro 100 km. Im Laufe eines Autolebens kommt da eine hübsche Summe zusammen die der Fahrer spart wenn er häufig nachts fährt.

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klaus melzer
klaus melzer (dotschn) - 10.08.2012 12:35 Uhr

Erkennbarkeit

Ob Laserlicht ein wirklicher Fortschritt ist, bleibt fraglich. Wenn in der Nacht ein Auto die Leuchtsilhuette eines Fahrrades hat, läuft etwas falsch. Es gibt bereits Zweiräder mit Lupenscheinwerfern mit ca. 50 mm Durchmessser, der Fahrer mag ja etwas sehen, aber die anderen Verkehrsteilnehmer haben da ihre Probleme.
Vorallem innerorts dort saufen diese Funzeln bei der Umgebungsbeleuchtung einfach ab. Das Fahrzeug wird unsichtbar.

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Stefan  Michl

Fortschritt durch Technik?

Wenn sich schon beim Antrieb seit 150 Jahre nichts wesentliches verändert hat, dann versucht man halt wenigstens die Beleuchtung zu modernisieren.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.08.2012 15:57 Uhr
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 12.08.2012 15:57 Uhr

@ Stefan Michl „Wenn sich schon beim Antrieb seit 150 Jahre nichts wesentliches...“

Lesen Sie sich einmal Prospekte aus den 60er Jahren und staunen Sie über die Zahl der Schmierstellen, die in 3 – 5000 km Intervallen zu schmieren waren. Die spätestens nach 5000 km durchzuführenden Ölwechsel. 3-Gang- höchstens 4-Ganggetriebe bei PKW. Die Vergasertechnik, Zündung, Mehrventilmotoren gab es bestenfalls im Rennsport. Der technische Fortschritt ist enorm, er hat nicht nur zur Fahr- und Betriebssicherheit, sondern auch zu wesentlich weniger Verbrauch von Treib- und Schmierstoffen geführt.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 11.08.2012 17:21 Uhr

Nichts wesentliches verändert?

Sie wären geschockt wenn man ihnen all das zeigen würde was sich alleine in den letzten 20 Jahren verändert hat. Vorurteile sind halt besser zu pflegen, denn man muss nichts dazulernen.

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Shora Fix
Shora Fix (shorafix) - 10.08.2012 19:15 Uhr

Nichts dazugelernt?

Die Aussage, es hätte sich am Antrieb seit 150 Jahren nichts wesentliches geändert, erscheint mir absurd. Die ersten Otto- und Dieselmotoren kann man weder von der Leistung, noch vom Verhältnis Leistung zu Verbrauch (für die Gutmenschen: Verbrauch = "CO2 Ausstoß) mit modernen Aggregaten vergleichen.

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