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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Autohersteller Familienbande

 ·  Was Eltern Managementfähigkeiten abfordert, gilt auch in der Welt des Automobils. Weil etwa Skoda seiner Mutter VW immer dichter auf den Pelz gerückt ist, wird ein Anker geworfen.

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Wenn mehrere Kinder unter einem Dach leben, ist das nicht immer so einfach. Wer bekommt zuerst das coole neue T-Shirt, wieso kriegt der eine ein Fahrrad und der andere einen iPod? Was Eltern Managementfähigkeiten abfordert, gilt auch in der Welt des Automobils. Weil Skoda seiner Mutter VW immer dichter auf den Pelz gerückt ist, wird ein Anker geworfen, im Kampf gegen günstige Konkurrenz muss es nicht jüngste Technik in schickster Hülle sein.

Die Schwester Seat bekommt das gleiche Auto ab, so verliert man Identität, schafft aber Volumen zu erträglichen Kosten. Renault und Daimler müssen gar familienübergreifend jonglieren lernen, in der Kastenwagen-Klasse gibt es künftig genverwandte Drillinge: den Preisbrecher Dacia Dokker, den Mittelweg Renault Kangoo und aus der Kooperation den höherwertigen Mercedes-Benz Citan. Wie man es jedenfalls nicht machen sollte, lässt sich von GM lernen: Der Opel Mokka soll die Haushaltskasse retten, doch seine Eltern schicken geradewegs den baugleichen Trax der Billigmarke Chevrolet ins Rennen, zur Welt kommen alle in Korea. Und ausgerechnet in diese Familie hat Peugeot-Citroën eingeheiratet. Das kann ja heiter werden. Aber nicht lustig.

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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für „Technik und Motor“.

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