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Autodiebstahl : Gangsters Liebling

Kaum ist der letzte Schliff getan, ist das Navi schon wieder weg Bild: dpa

Häufig einen BMW, gelegentlich einen Hyundai, hin und wieder einen Audi und besonders oft einen Mercedes-Benz. So sieht der Speiseplan eines aktiven Großstadtvortortgangsters aus.

          Sie kommen mitten in der Nacht, und ihre Absichten sind so dunkel wie die Geisterstunde. Was stehen da nicht alles für Autos in der Gegend herum: Es gäbe den ein oder anderen BMW, einige Audi, Mini, Hyundai und was der mittelschichtgeprägte Großstadtvorort sonst noch alles an automobilen Verführungen zu bieten hat. Aber sie greifen immer wieder nach den Sternen. In dieser Nacht trifft es eine kompakte B-Klasse ohne viel Schnickschnack, aber immerhin ein Mercedes-Benz. Mercedes scheint Gangsters Liebling zu sein, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde schon der eines Kollegen heimgesucht.

          Nicht dass er in einer als gefährlich einzustufenden Gegend wohnte, sogar Nachbars Hund hat angeschlagen, und trotzdem entwendeten die Halunken das komplette Navigationssystem samt Radio und allem Drum und Dran aus der Mittelkonsole. Und die R-Klasse eines Bekannten ist schon zweimal aufgebrochen worden, einmal Navi geklaut, das zweite Mal Navi und Airbag geklaut. Das sind keine Bagatelldelikte: Die Schäden betragen jeweils zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Im jüngsten Fall musste nur das Türschloss dran glauben, es ist ausgebrochen und weg, die Rohlinge sind wohl gestört worden oder an des Daimlers Widerstand gescheitert, was die beste Nachricht dieser Nacht wäre.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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