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TÜV-Report 2007 8,3 Millionen deutsche Fahrer: Mit Mängeln unterwegs

30.01.2007 ·  Fast jedes fünfte Fahrzeug in Deutschland ist verkehrsunsicher und fällt beim TÜV erst einmal durch. Die deutschen Autohersteller können das gelassen sehen. Die Mängelriesen sind aus Korea, Vereinigte Staaten und Frankreich.

Von Boris Schmidt
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Bei der Vorstellung des jährlichen TÜV-Reports hat der Verband der Technischen Überwachungsvereine (VdTÜV) abermals den schlechten Wartungszustand der Autos in Deutschland beklagt. Gleichzeitig stellte der TÜV den Autos aus deutscher Produktion dieses Mal ein gutes Zeugnis aus.

Hochgerechnet auf den Gesamtbestand seien rund 8,3 Millionen Autos im vergangenen Jahr mit erheblichen Mängeln unterwegs gewesen, sagte Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV. Das sei fast jedes fünfte in Deutschland zugelassene Fahrzeug. Diese Erkenntnis zieht der VdTÜV aus den sieben Millionen Hauptuntersuchungen (im Volksmund TÜV genannt, jedes Auto muss alle zwei Jahre eine HU absolvieren), die im Jahr 2006 bei den einzelnen Überwachungsvereinen anfielen. 18,2 Prozent der vorgestellten Autos seien mit „erheblichen Mängeln“ behaftet gewesen und bekamen im ersten Anlauf keine neue Plakette. Rechnet man die leichten Mängel (33,5 Prozent) hinzu, sind mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge nicht in einwandfreiem Zustand. Im Jahr zuvor hatte die Mängelquote allerdings noch höher gelegen: Damals scheiterten 18,9 Prozent der Autos im ersten Anlauf.

„Erhebliche Mängel“

Positiv zu vermerken ist allerdings, dass die „erheblichen Mängel“ zum ersten Mal seit zehn Jahren im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind, wenn auch nur leicht um 0,7 Prozentpunkte. Die langfristige Tendenz ist jedoch nach wie vor erschreckend negativ. Noch 1996 hatte die Mängelquote bei 11,6 Prozent gelegen.

Erfreulich aus deutscher Sicht: Die wenigsten Probleme in der Kategorie der zwei- und dreijährigen Fahrzeuge machte der Opel Meriva, den zweiten Rang erreichte der Ford Fusion. Nur je 1,8 beziehungsweise 2,6 Prozent der geprüften Modelle fielen bei der Hauptuntersuchung durch. Unter den ersten Zehn bei den jungen Autos finden sich außerdem die A-Klasse von Mercedes-Benz, der Mercedes-Benz SLK und der VW Touran sowie der Ford Fiesta, der Audi A8 und der Porsche Boxster. Auch in den vier übrigen Altersklassen finden sich Modelle deutscher Hersteller, gefolgt von japanischen Marken: In der Klasse drei bis fünf Jahre schneidet der Porsche 911 am besten ab, im Alter von fünf bis sieben ist der Toyota RAV 4 am unproblematischsten, und in den Kategorien sieben bis neun und neun bis elf Jahre sind wieder zwei Porsche vorne: der Boxster und abermals der 911. Als „Mängelriesen“ brandmarkt der TÜV den Kia Carnival, den Chrysler Voyager sowie die Renaults Espace und Twingo.

5,9 Prozent der jungen Autos

Je älter das Fahrzeug wird, desto häufiger haben die TÜV-Ingenieure etwas auszusetzen. Zwar haben im Schnitt nur 5,9 Prozent der jungen Autos (bis drei Jahre) erhebliche Mängel, dieser Wert steigt aber sukzessive von Altersklasse zu Altersklasse und liegt dann bei den bis zu elfjährigen Fahrzeugen bei 26,3 Prozent. Bei Fahrzeugen, die noch älter als elf Jahre sind, weist beinahe jedes dritte Auto (29,3 Prozent) erhebliche Mängel auf.

Defekte an der Beleuchtung sind in jeder Alterskategorie und bei allen 186 geprüften Modellen das Hauptproblem. Bei den Fahrzeugen, die älter als sechs Jahre sind, folgen jeweils in dieser Reihenfolge: Fahrwerksschäden, Ölverlust, marode Auspuffanlagen und kaputte Bremsscheiben.

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