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Toyota Prius Das sanfte Gleiten mit feinerer Hybrid-Technik

01.07.2009 ·  Der neue Prius repräsentiert die jüngste Generation des bekannten One-Box-Designs, jetzt mit stärker akzentuierten Linien und aerodynamischem Feinschliff. Gravierender zeigt sich der Fortschritt aber in den Tiefen der Hybrid-Technik.

Von Paul Schinhofen
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Toyota offeriert jetzt die dritte Generation seines Hybrid-Vorreiters auch auf dem deutschen Markt: Der neue Prius kommt zu Preisen von 24.950 Euro (Prius-Ausstattung), 26.250 Euro (Prius Life) und 28.250 Euro (Prius Executive). Er repräsentiert die jüngste Generation des bereits vom Vorgänger bekannten One-Box-Designs, jetzt aber mit stärker akzentuierten Linien sowie aerodynamischem Feinschliff (cw-Wert 0,25).

Wesentlich gravierender zeigt sich der Fortschritt zwischen den Prius-Generationen in den Tiefen der aufwendigen Hybrid-Technik. So stellt der neue Toyota eine Systemleistung aus Benzin- und E-Motor von 100 kW (136 PS) zur Verfügung, gegenüber 74 kW (101 PS) beim Vorgänger. Gleichzeitig erreichten die Toyota-Ingenieure durch eine Neuentwicklung von 90 Prozent der Hybrid-Komponenten eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von 5,1 Liter je 100 km auf nur noch 3,9 Liter (Normmessung) sowie einer CO2-Emission von 89 Gramm je Kilometer. Dieser Wert wird nach den Angaben des japanischen Hybridpioniers von keinem serienmäßigen Familienfahrzeug unterboten.

Je nach Fahrsituation arbeitet der Hybridantrieb in verschiedenen Betriebsarten

Das aktuelle Hybrid-System besteht aus einem Vierzylinder-Benzinmotor mit 1,8 Liter Hubraum und einer Nennleistung von 73 kW (99 PS), der mit einem komplett neu entwickelten, 20 Kilogramm leichteren Elektromotor kooperiert. Je nach Fahrsituation arbeitet der Hybridantrieb im Prius in verschiedenen Betriebsarten. Ist die Betriebstemperatur erreicht, schaltet das System bei Stillstand den Benzinmotor ab.

Das gilt auch für Fahrsituationen, in denen der konventionelle Vierzylinder ineffizient arbeiten würde, beispielsweise beim Anfahren oder unter geringer Last. Dann fährt der Prius ausschließlich elektrisch und ohne Emissionen. Das auf optimale Funktion eingeschworene Management des Gesamtsystems übernimmt eine unter der stark abfallenden Motorhaube installierte Elektronik-Einheit von der Größe einer herkömmlichen 12-Volt-Starterbatterie, bestehend aus einem Transformator, einem Inverter (er setzt die Gleichspannung der Batterie in Wechselspannung um) sowie einem Konverter.

Elektrisch und damit nahezu geräuschlos

Von diesen komplizierten Vorgängen merkt der Fahrer des Prius nichts. Aus dem Stand setzt sich die viertürige Limousine (Länge 4,46 Meter) elektrisch und damit nahezu geräuschlos in Bewegung, bei höheren Geschwindigkeiten und höherem Lastabruf schaltet sich der Benzinmotor ruckfrei zu. Nur wenn die optimale Beschleunigung (0 bis 100 km/h in 10,4 Sekunden) gefordert wird, begleitet das konventionelle Vierventil-Aggregat das zügige Fortkommen.

Ansonsten ist der frontgetriebene Hybrid-Toyota ein Fahrzeug mit recht gutem Federungskomfort und einer unerwartet geräumigen, variablen Passagierzelle. Aufgrund seiner spezifischen Technik-Eigenschaften und seiner innovativen Antriebseinheit animiert er zum sanften Gleiten. Dabei übernimmt ein stufenloses Automatikgetriebe überaus angenehm die Wahl der optimalen Übersetzung. In welchem Modus man sich dabei gerade befindet, signalisiert ein im Zentrum des Armaturenbretts plaziertes Display. Zudem überträgt ein in allen Ausstattungsvarianten serienmäßiges Head-up-Display diese Informationen sowie die digitale Tempoanzeige auf die Windschutzscheibe im peripheren Blickfeld des Fahrers.

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