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Toyota iQ Der Größte unter den Kleinen

22.10.2008 ·  Der Toyota iQ bietet dort Raum, wo eigentlich kein Platz mehr zu finden ist. Der Hersteller kündigt den Winzling als den „kleinsten Viersitzer der Welt“ an. Mit seiner Länge von 2,99 Meter soll er das Urmeter für die Stadtautos der Zukunft sein.

Von Wolfgang Peters
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Auch automobile Winzlinge haben Anspruch auf Superlative: unter diesem Leitsatz stellt Toyota seinen iQ vor und lobt ihn mit „geniales Packaging“, als den „kleinsten Viersitzer der Welt“ sowie „den ultimativen Ausdruck des J-Factor“. Was immer das sein mag.

Dabei geht es in der Tat um ein sehr klein (aber nicht zu knapp) geschnittenes Automobil, das von Toyota Anfang 2009 auf den Markt kommt und für knapp 13.000 Euro angeboten werden soll. Der iQ ist als Stadtfahrzeug definiert und soll mit seiner Länge von 2,99 Meter bei einem Radstand von 2,00 Meter das Urmeter für die Stadtautos der Zukunft sein.

Und noch einen Millimeter sparen

Denn iQ kommt mit dem derzeit maximalen Intelligenzquotienten auf Rädern: Die Japaner gingen an die Konstruktion, als wollten sie das Auto neu erfinden. Nicht in seiner Gesamtheit, wohl aber in seinen Details, für die als oberste Richtschnur galt: small is beautiful.

Die Schönheit des Winzigen führte zum Überdenken aller Komponenten des Autos, von der Klimaanlage und dem Starter bis hin zum Auspuff. Immer mit dem Ziel, noch einen Millimeter in jeder Dimension abzuzwacken. Schließlich wurde die Vorgabe erfüllt: In dem 1,50 Meter hohen Würfel-Toyota lassen sich vier Menschen (Toyota-O-Ton: drei Erwachsene und ein Kind oder Gepäck) unterbringen, drei sind besser aufgehoben, und zwei haben keinen Grund zur Klage.

Toyota greift in die Trickkiste

Damit bietet der iQ einen deutlich üppigeren Innenraum als der allerdings schon vor etwa zwölf Jahren debütierende Smart von (mittlerweile) Daimler. Allerdings wurde dieser vom ersten Zeichenstrich weg konsequent als Zweisitzer konzipiert und auf eine Länge von zunächst 2,50 Meter eingeschworen, erst die zweite, jetzt offerierte Generation erfuhr ein vergleichsweise generöses Wachstum auf 2,70 Meter. Allerdings blieb das ohne nennenswerten Einfluss auf die Sitzverhältnisse.

Die japanischen Bonsai-Künstler von Toyota mussten tief in die Trickkiste der Technik greifen und konnten dabei allerdings - wie ihre schwäbischen Kollegen beim Smart - den womöglich entscheidenden Nachteil ihrer Konstruktion nicht vermeiden: Entscheidende Komponenten sind ultimativ auf ein einziges Modell, nämlich den iQ, zugeschnitten. Vielleicht entsteht später eine kleine Familie der Winzlinge, aber für die erste Serie gibt es nur diese Version. Differential, Lenkgetriebe, Tank, Sitze, Klimaanlage und Armaturenträger wurden auf sehr eng ausgelegtem Millimeterraster neu konstruiert, und erst dadurch war es möglich, dort Raum zu gewinnen, wo eigentlich kein Platz mehr war.

Der schnellste iQ kommt auf etwa 170 km/h

Vergleichsweise erwachsen gibt sich die Antriebseinheit. Zwei Benziner und ein Diesel, alle mit ordentlich Hubraum, stehen zur Wahl, der Ein-Liter-Dreizylinder bietet 50 kW (68 PS), der 1,3-Liter-Vierzylinder prunkt mit 73 kW (99 PS), und der 1,4-Liter-Diesel hält 66 kW (90 PS) bereit. Dazu gibt es manuelle Getriebe mit fünf oder sechs Vorwärtsgängen, für die beiden Benziner steht noch ein stufenlos schaltendes CVT-Getriebe bereit.

Dass die Toyota-Techniker vielleicht zwar zaubern können, aber nicht für Wunder sorgen, zeigt der Blick auf die Kilogramm-Tabelle: die Leergewichte reichen von 845 bis 965 Kilogramm. Immerhin kommt der schnellste iQ auf etwa 170 km/h, und Sicherheit und Komfort sollten auch noch an Bord sein. Die sparsamste Variante emittiert 99 Gramm Kohlendioxid je Kilometer, und Toyota sieht den iQ auch als wichtigen Baustein für einen niedrigeren Durchschnittsverbrauch der gesamten Familie.

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Jahrgang 1946, freier Autor in der Wirtschaft.

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