06.09.2010 · Toyota ist stolz auf seine Hybrid-Fahrzeuge. Mit dem neuen Auris Hybrid soll die Technik mit den zwei Motoren nun einer breiteren Kundschaft schmackhaft gemacht werden. Eine erste Probefahrt.
Von Boris SchmidtToyota will die Hybridtechnik einer noch breiteren Kundschaft zugänglich machen und offeriert vom 18. September an das Kompaktmodell Auris in einer Hybridvariante. Die aufwendige Technik mit den zwei Motoren, die aufs Beste zusammenspielen sollen, wird direkt vom größeren Prius übernommen.
Das bedeutet eine Systemleistung von 100 kW (136 PS) und einen Normverbrauch von 3,8 Liter Superbenzin. Auf Knopfdruck kann der Auris Hybrid zwei Kilometer rein elektrisch fahren. Dann darf man aber nicht schneller als 50 km/h werden. Ansonsten bewegt sich der Auris wie der Prius: Er fährt auf den ersten Metern elektrisch an, dann schaltet sich der Benziner zu, der E-Motor unterstützt später beim Beschleunigen. Wird kein Gas gegeben, stoppt der Benziner (1,8 Liter Hubraum) sofort, der E-Motor wird zum Generator, solange der Wagen rollt, die Batterie (Nickel-Metallhydrid) wird wieder geladen.
Die Mär von der teuren Batterie
Darauf, dass dieses komplexe Zusammenspiel auch über Jahre hinweg funktioniert, ist man bei Toyota ziemlich stolz. Seit dem Jahr 2000 verkaufe man den Prius in Deutschland, erste Fahrzeuge hätten schon mehr als 500.000 Kilometer ohne große Schäden zurückgelegt. Und: Ein Prius verursache nur ein Fünftel der Garantiekosten eines herkömmlichen Toyota, wobei auf die Hybridtechnik gar nur 1,8 Prozent entfielen. Der hohe Preis für die teure Batterie sei eine Mär, sie koste nur 1540 Euro.
In Deutschland sollen in diesem Jahr noch 1800 H-Auris verkauft werden, für nächstes Jahr kalkuliert man mit 2800 Einheiten - von 14.000 Auris insgesamt. Obwohl Toyota mit einem Preis von 22.950 Euro für das Basismodell lockt, soll der Prius mit 5500 Verkäufen Deutschlands Hybridauto Nummer eins bleiben. Sein Einstandspreis liegt bei 25.450 Euro.
Im roten „Power-Bereich“
Während der Prius durch die eigenständige Karosserie ein klares Statement setzt - „Ich fahre Hybrid“-, ist der Doppelherz-Auris nur bei genauem Hinsehen anhand der Logos zu identifizieren. Er steht in Konkurrenz zu fünf weiteren Motorvarianten, preislich ist der Viertürer gleichauf mit dem Zwei-Liter-Diesel, wenn man die Mehrausstattung (Alu-Räder, Tagfahrlicht, Klimaanlage, Hill-Holder) berücksichtigt. Und außerdem hat er eine Automatik. Allerdings ist das Kofferraumvolumen um 40 Liter geringer (310 statt 350 Liter), weil die Fahrbatterie Platz braucht.
Aufdringlich störend ist das Dröhnen des Motors bei Vollgas oder wenn man mit dem Power-Knopf eine andere Kennlinie fährt. Dann reagiert das Triebwerk 25 Prozent direkter auf Gasbefehle, und der „Hybrid-System-Indikator“ rechts neben dem analogen Tacho steht meist im roten „Power-Bereich“. Sonst unterscheidet sich der Innenraum des Hybrid-Auris bis auf den Joystick-Schalthebel (wie beim Prius) nicht von den konventionellen Modellen. Gebaut wird er im englischen Burnaston, und er wird vorerst nur in Europa verkauft.
Stolz können sie durchaus sein!
Martin Lohmann (marloh65)
- 06.09.2010, 22:09 Uhr
Hoffentlich sind auch die horrenden Sicherheitsmängel, die in der Vergangenheit
Horatio Frisch (dr.h.frisch)
- 06.09.2010, 22:55 Uhr
Warum sind die Japaner nicht in der Lage sind einen modernen, sparsamen
Horatio Frisch (dr.h.frisch)
- 07.09.2010, 00:54 Uhr
Richtig, Herr Lohmann
Marvin Parsons (mapar)
- 07.09.2010, 01:14 Uhr
Selten so einen Mist gelesen
Christian Hahn (Yarissol)
- 07.09.2010, 11:46 Uhr