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Veröffentlicht: 07.04.2013, 10:22 Uhr

Range Rover Sport II Fitnesskur für den aufstrebenden Lord

Auf der New York Motor Show feiert der Range Rover Sport II sein Debüt. Wie sein großes Vorbild hat auch der Sport II eine Aluminium-Karosserie.

© Hersteller Der Abstand wird geringer: Mit jetzt 4,85 Meter Länge rückt der Sport dem Range Rover dichter auf den Pelz

Land Rover hat einen Lauf. Seit die indischen Eigentümer der Traditionsmarke aus Solihull das Sagen haben und die Landy-Leute an der langen Leine lassen, geht offenbar alles wie von selbst: Der 2011 gestartete Range Rover Evoque übertrifft alle Erwartungen, der Range Rover IV, auf dem Markt seit Januar, füllt die Auftragsbücher, und jetzt wird der Range Rover Sport II nachgelegt, der im Herbst zu den Händlern kommt.

Frank Boris Schmidt Folgen:

Dabei folgt der Sport seinem großen Bruder in vielerlei Hinsicht: Auch er bekommt die Aluminium-Karosserie, was ihn 420 Kilogramm leichter macht als das seit 2005 angebotene Vorgänger-Modell. Es bleiben aber immer noch 2,1 Tonnen. Mit einer Länge von jetzt 4,85 Meter ist der neue Sport sechs Zentimeter länger als der alte und noch knapp 15 Zentimeter kürzer als der große Range Rover (und sechs Zentimeter flacher). Weil der Radstand um 18 Zentimeter auf 2,92 Meter gewachsen ist, geht es im Innenraum behaglicher zu, auch das Kofferraumvolumen legt um 15 Prozent zu (bisher 450 Liter). Zudem gibt es erstmals die Möglichkeit zu zwei weiteren Sitzen im Heck.

Es wird auch einen Diesel-Hybrid geben

Unter die Alu-Haube kommen die aus dem Range Rover bekannten Motoren, also der 5,0-Liter-V8 mit 510 PS oder der 4,4-Liter-Diesel-V8 mit 339 PS oder der neue V6-Diesel mit 3,0 Liter Hubraum und 292 PS. Nicht im großen Range zu haben ist der Einsteiger-Motor, der V6-Diesel mit 258 PS. Für dieses Modell wird ein Preis um 60.000 Euro angekündigt, da bleibt also noch viel Luft zum Range Rover, der mindestens 90.000 Euro kostet.

23858973 Britishness at its best: Aber wir vermissen eine analoge Zeituhr © Hersteller Bilderstrecke 

Kurz nach dem Debüt wird es zudem einen Diesel-Hybrid geben (mit dem 3,0-Liter-V6). Wichtig: Es gibt keinerlei Abstriche im Raumangebot, und auch die Off-Road-Fähigkeiten bleiben voll erhalten. Nicht für den deutschen Markt vorgesehen sind ein 3,0-Liter-V6-Benziner und ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner. Alle Range Sport haben künftig Start-Stopp, für die Kraftübertragung sorgt stets ein Achtganggetriebe von ZF. Die Motoren werden zum Modelljahr 2014 überarbeitet, sie sind dann jeweils um mindestens zehn Prozent sparsamer. Neu ist die Möglichkeit, auf das Untersetzungsgetriebe zu verzichten, permanenten Allradantrieb gibt es aber auf jeden Fall. Im Innenraum geht es so britisch-vornehm zu, wie man es von einem Range Rover erwartet. Auch der Sport bekommt jetzt die TFT-Instrumente, allerdings kann man es auch bei klassisch-analogen belassen.

Eine Automesse in Manhattan

Hinsichtlich der Fahrer-Assistenzsysteme bietet Land Rover fast alles auf, was heute möglich ist. Ganz neu ist ein Head-up-Display, auch Verkehrszeichenerkennung sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent gibt es jetzt (Optionen). Wie bisher sind alle Sport luftgefedert, allerdings wird der Beiname jetzt mehr als wörtlich genommen. Der „schnellste, agilste und fahraktivste Land Rover aller Zeiten“ wird versprochen, der große V8 ist bis zu 250 km/h schnell, der Diesel-V8 schafft maximal 225 km/h. Doch nicht nur geradeaus soll der Sport flink sein: „Auf der Nordschleife nimmt er dem Range Rover mindestens 30 Sekunden ab“, sagt Chefentwickler Stuart Firth.

Mehr zum Thema

Sein Debüt feiert der Range Rover Sport auf der New York Motor Show, die noch bis zum nächsten Sonntag andauert. Eine Automesse in einer so autofeindlichen Stadt wie Manhattan (die Stunde Parken kostet bis zu 20 Dollar) ist ein kleiner Anachronismus. Doch alle wichtigen Hersteller und Marken sind vertreten, wenn auch die Messestände oft wesentlich bescheidener gestaltet sind als sonst (das gilt für alle deutschen Hersteller). Neben dem Range Rover Sport gibt es nur vereinzelte Neuheiten, wie zum Beispiel den Cadillac CTS. Mercedes-Benz hat den CLA 45 AMG dabei, Jeep zeigt den neuen Cherokee, Subaru hat vom SUV XV jetzt eine Hybrid-Version parat. Die Audi A3 Limousine und der S3 wurden abseits der Messe ausgewähltem Publikum präsentiert. Die eigentliche Messepremiere dieses A3 findet in Schanghai in drei Wochen statt. Dass der Range Rover Sport sein Debüt auf dieser eher regionalen Messe hat, liege daran, dass es in keiner Stadt der Welt so viele Range Sport gebe wie in New York.

Quelle: F.A.Z.

 

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