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Porsche Panamera S Hybrid Das schnelle Segeln zum Nulltarif

18.05.2011 ·  Porsche gibt Vollgas auf dem Gebiet der Vollhybridtechnik. Im vergangenen Jahr wurde der Geländewagen Cayenne Hybrid vorgestellt, nun folgt das zweite Modell mit dieser Antriebsform: der Panamera S Hybrid.

Von Wolfgang Peters
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Nach anfänglichem Zögern hat Porsche unter den deutschen Autoherstellern auf dem Gebiet der Vollhybridtechnik die Führungsposition eingenommen: Mit dem jetzt vorgestellten Panamera S Hybrid kommt von Porsche nach dem im vergangenen Jahr präsentierten Geländewagen Cayenne Hybrid das zweite Modell mit dieser Antriebsform. Die Schräghecklimousine tritt in den ersten Junitagen an und kostet 106.185 Euro.

Der größte Vorteil: Nach Norm nimmt der üppig motorisierte Porsche nur 7,1 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer zu sich. Damit kann die ohne Fahrer etwa zwei Tonnen schwere Limousine (Hybridtechnik plus Batterie sorgen für zusätzliche etwa 180 Kilogramm) zwischen zwei Tankstopps (80 Liter Tankvolumen) rund 1000 Kilometer zurücklegen. Das ist freilich ein theoretischer Wert, denn beim Ausreizen von Motorkraft und Fahrleistungen bewegt sich der reale Durchschnittsverbrauch rasch in der Nähe von zehn Litern - in dieser Autokategorie noch immer ein respektabler Konsumverzicht, aber keine Sensation. Mit Reifen, die einen geringeren Rollwiderstand aufweisen, lässt sich der Verbrauch nach Norm sogar auf 6,8 Liter drücken.

In der Systemfrage hat sich Porsche abermals für den Parallel-Vollhybrid entschieden. Damit kann man dank des neu konzipierten Hybridmanagements bis zu zwei Kilometer bei einer Maximalgeschwindigkeit von 85 km/h rein elektrisch zurücklegen. Außerdem griff Porsche auf das alte Prinzip des Freilaufs zurück, hat es optimiert und nennt die Abkopplung und Abschaltung des Motors beim Gaswegnehmen nun „Segeln“. Das funktioniert bis Tempo 165 km/h, der Motor springt beim Gasgeben sofort wieder an und wird beinahe unmerklich auf jene Drehzahl gebracht, die der momentanen Geschwindigkeit entspricht.

Ein Viertel in die Vereinigten Staaten

Wie in Hybridmodellen üblich, arbeiten Verbrennungs- und Elektromotor zusammen. Im Panamera Hybrid stellt der V6-Kompressormotor aus drei Liter Hubraum 245 kW (333 PS) zur Verfügung. Er sorgt nicht nur für die größte Antriebsleistung an Bord, sondern produziert auch fast die gesamte in der Fahrbatterie gespeicherte elektrische Energie. Diese sitzt im Boden des Kofferraums und hält den 34 kW (47 PS) starken Elektromotor bei Laune. Dessen vornehmste Aufgabe besteht darin, den aufgeladenen V6 zu animieren, in jenem Leistungsfenster zu arbeiten, in dem dieser den besten Wirkungsgrad aufweist. Hohen Anteil am Wirken des Hybridsystems hat die sanft und spontan ans Werk gehende Achtgangautomatik. Die Gesamtleistung von 580 Newtonmeter wird dann genutzt, wenn der Fahrer zum Beispiel wünscht, aus dem Stand in sechs Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h.

Ein Viertel der Porsche-Hybriden soll in die Vereinigten Staaten gehen, in der Cayenne-Jahresproduktion, die zurzeit bei 20.000 Einheiten liegt, rechnet das Unternehmen mit einem Hybridanteil von 6,5 Prozent.

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Jahrgang 1946, freier Autor in der Wirtschaft.

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