20.02.2007 · Sein Vorgänger war ein Top-Modell im Cabrio-Segment. Nun muss der Peugeot 207 CC zeigen, was er kann. Am Preis soll es nicht liegen: Die Basisversion kostet nicht mehr als die des 206. Zu haben ist der 207 in zwei Benziner- und einer Dieselvariante.
Von Martina GöresSeit seinem Antritt im Januar 2001 erfreute sich der Peugeot 206 CC in Deutschland großer Beliebtheit; in den folgenden Jahren setzte er sich gleich dreimal an die Spitze des Cabrio-Segments. Am 10. März wird der 207 CC als Nachfolger des erfolgreichen 2+2-Sitzers eingeführt. Sein zweigeteiltes festes Blechdach wurde komplett von Peugeot entwickelt, es legt sich jetzt vollautomatisch binnen 25 Sekunden im Kofferraum ab. Mit 18 450 Euro kostet die Basisversion nicht mehr als die des Vorgängers. Das Einführungsangebot gilt aber nur bis zum 30. April, danach werden alle Varianten um 500 Euro teurer.
Das 4,04 Meter lange und 1,40 Meter flache Coupé-Cabriolet teilt sich gut sechzig Prozent aller Karosserieteile mit der nur einen Zentimeter kürzeren, aber 7,5 Zentimeter höheren 207-Limousine. Gegenüber seinem direkten Vorgänger hat der Neuling um zwanzig Zentimeter in der Länge, um acht Zentimeter in der Breite (1,75 Meter) und um zehn Zentimeter beim Radstand (2,54 Meter) zugelegt. Aufgrund der gewachsenen Außenmaße haben sich die Proportionen der Karosserie wohltuend gestreckt, auch wirkt das Heck nicht mehr so pummelig.
Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen
Der CC kommt ausschließlich mit der beim 207 den Versionen Sport und Platinum vorbehaltenen Frontpartie mit größerem Kühlergrill. Das Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und einer Verbundlenker-Hinterachse mit elastisch verformbarem Querträger entspricht dem der Limousine; Federn und Dämpfer wurden aber für entspanntes, komfortables Gleiten weniger straff ausgelegt.
Zwei gemeinsam mit BMW entwickelte 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer und der bekannte 1,6-Liter-HDI mit serienmäßigem Rußpartikelfilter stellen die Antriebspalette der Vierzylinder-Motoren. Der kleinere Benziner leistet 88 kW (120 PS), das beste Drehmoment von 160 Nm liegt bei 4250/min an. Damit spurtet der 1,4 Tonnen schwere Fronttriebler in 10,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, er wird bis 200 km/h schnell und soll sich durchschnittlich mit 6,5 Liter Super je 100 Kilometer begnügen. Das Aggregat hat eine Nockenwellenverstellung und variablen Ventiltrieb an der Einlassseite, womit sich der thermodynamische Wirkungsgrad verbessern und ein niedrigerer Kraftstoffverbrauch mit geringeren C02-Emissionen erreicht werden sollen. Der im Vorgänger eingesetzte, schwächere Benziner mit 80 kW (109 PS) schluckte einen halben Liter mehr je 100 Kilometer, der C02-Ausstoß beträgt jetzt 155 statt bisher 166 g/km. Mit manuellem Schaltgetriebe kombiniert feiert das Triebwerk im CC Premiere, die Vierstufenautomatik fordert einen Aufpreis von 1250 Euro.
Agiert kraftvoll und kultiviert
Der stärkere Ottomotor mit 110 kW (150 PS) und 240 Nm Drehmoment bei 1400/min ist mit einem Abgasturbolader versehen und agiert bereits in der Limousine kraftvoll und kultiviert. In Verbindung mit der Ausstattung Sport kostet der 207 CC mit diesem Triebwerk 21 150 Euro. Die Leistungsdaten: 0 auf 100 km/h in 8,6 Sekunden, Spitze 210 km/h, Verbrauch 7,2 Liter Super je 100 Kilometer. Der 20 500 Euro teure Selbstzünder mit Ladeluftkühler und Turbolader mit variabler Geometrie leistet 80 kW (109 PS); sein bestes Drehmoment von 240 Nm bei 1750/min kann mittels einer sogenannten Overboost-Funktion beim Beschleunigen in den oberen Gängen kurzfristig auf 260 Nm erhöht werden. Der Standardsprint wird in 10,9 Sekunden erledigt, 193 km/h sind möglich, der Normverbrauch liegt bei 5,2 Liter je 100 Kilometer.
Das sorgfältig verarbeitete, weitgehend dem Design der Limousine entsprechende Interieur wird durch Sportsitze vorn aufgewertet; die beiden Notsitze taugen eigentlich nur als Gepäckablage. Das flache Kofferraumabteil hinter den beiden verchromten Überrollbügeln, die bei einem drohenden Überschlag binnen 175 Millisekunden um zwanzig Zentimeter nach oben schießen, bietet ein Ladevolumen von 370 Liter, bei geöffnetem Dach bleiben 145 Liter übrig. Alle 207 CC haben in der Basisversion Filou fünf Airbags (inklusive Lenksäulenairbag für den Fahrer), ESP mit ASR, höhenverstellbare Vordersitze, elektrische Fensterheber, in Höhe und Tiefe einstellbares Lenkrad und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Die Linie Sport (1300 Euro Aufpreis) hält manuelle Klimaanlage, Lederlenkrad, Leichtmetallräder und etwas Aluminium-Zierrat im Innenraum bereit. Platinum (2950 Euro mehr) glänzt mit Zweizonen-Klimaautomatik, Ledersitzen, CD-Radio, statischem Kurvenlicht und Reifendrucksensoren. Ein Windschott kostet 260 Euro extra, die Vollleder-Ausstattung muss mit 820 Euro bezahlt werden, ein Navigationssystem mit 2460 Euro.
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hartmut stroth (hartmut_stroth)
- 20.02.2007, 19:05 Uhr