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Opel Insignia Ecoflex Sparsam trotz 160 PS

15.06.2009 ·  Unbeeindruckt von der unsicheren Lage arbeitet die Opel-Mannschaft fieberhaft an neuen Modellen. Die Produktpalette wird um ein wichtiges Mitglied erweitert: Als 2.0 CDTI Ecoflex soll der Mittelklasse-Opel zum wahren Sparbrötchen werden.

Von Boris Schmidt
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Alle Welt spricht über Opel. Ist die Zukunft in den Händen von Magna und den russischen Geldgebern wirklich sicher? Niemand weiß es. Unbeeindruckt von aller Unbill arbeitet die Opel-Mannschaft fieberhaft an neuen Modellen wie dem auf der IAA debütierenden Astra (F.A.Z. vom 2. Juni). Und auch der Kunde steht zu Opel. Das Jahresplus einschließlich Mai beträgt satte 24 Prozent, der Omega-Nachfolger Insignia verkauft sich bestens, 120.000 Einheiten hat man schon gebaut, und jetzt wird die Modellpalette um ein wichtiges Mitglied erweitert:

Als 2.0 CDTI Ecoflex soll der Mittelklasse-Opel zum wahren Sparbrötchen werden. Es wird ein Normverbrauch von 5,2 Liter versprochen, und das bei 118 kW (160 PS) Leistung sowie einem satten Drehmoment von 350 Newtonmeter (mit Overboost sogar kurzfristig 380 Nm). Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit beträgt 221 km/h, der Spurt von 0 auf 100 km/h lässt sich in 9,5 Sekunden erledigen. Der Turbodieselmotor mit wartungsfreiem Partikelfilter erfüllt zudem die strenge Euro-5-Schadstoffnorm (erst von Herbst 2010 an Pflicht), der CO2-Ausstoß beträgt nur 136 g/km. Das mache den Wagen insbesondere für Flotten attraktiv, da dort die Einkäufer immer mehr Wert auf „Umwelt-Autos“ legten, heißt es bei Opel.

Mit Schrägheck kostet der Spar-Insignia 27.890 Euro

Der Kunde muss für das Sparmobil (der Verbrauch wurde um elf bis zwölf Prozent gesenkt) einen Ecoflex-Aufschlag von 350 Euro zahlen, somit beträgt der Basispreis bei schon recht guter Ausstattung für die Limousine mit Stufenheck 27 500 Euro. Mit Schrägheck kostet der Spar-Insignia 27 890 Euro. Auch den Kombi wird es bald als Ecoflex geben, und in Vorbereitung ist eine noch knauserigere Variante mit nur 95 kW (130 PS).

Gedrückt hat man den Durst der Maschine durch eine optimierte Verbrennung, die in dieser Form zum ersten Mal in einem Opel zum Einsatz kommt. Außerdem wurde das Sechsganggetriebe (eine Automatik gibt es nicht bei Ecoflex) länger übersetzt, die schon vorzügliche Aerodynamik des Insignia wurde nochmals verbessert: Retuschen an der Tankabdeckung, dem Frontspoiler, an Grill und Kühler sowie eine Tieferlegung um zehn Millimeter drücken den Luftwiderstandsbeiwert von 0,28 auf 0,26 - deswegen ist das Ecoflex-Modell in der Endgeschwindigkeit auch 3 km/h besser als der „normale“ Insignia 2.0 DTCi. Der Wagen steht auf Michelin-Leichtlaufreifen.

Opel will ein Viertel aller Insignia als Ecoflex verkaufen

Dass man mit dem neuen Opel tatsächlich sehr sparsam unterwegs sein kann, bewies er auf einer Probefahrt von Frankfurt nach Heidelberg. Auf den exakt 99 Kilometern mit einigen Landstraßen-Abschnitten benötigten wir 4,4 Liter, ohne dabei extrem vorsichtig zu fahren. Allerdings waren wir auf der Autobahn nie schneller als 115 km/h.

Opel will in Zukunft ein Viertel aller Insignia als Ecoflex verkaufen. Man erwartet, dass sich die Kombination von Sparsamkeit und Leistung (die Sparversionen anderer Hersteller haben deutlich weniger PS) in guten Verkaufszahlen auszahlen wird.

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Jahrgang 1959, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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