01.02.2013 · Für 2015 ist das europäische Notrufsystem E-Call geplant. Die Technik ist entwickelt und fasziniert. Doch E-Call kommt nicht voran. Zu viele Beteiligte treten auf die Bremse.
Von Michael SpehrRichtlinien für Lesermeinungen
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Das geht nach der Methode Facebook und Google.
Artikelzitat: "Hier ist jedoch am Ende der mündige Autofahrer
gefragt, der selbst entscheidet, ob er zur kostenfreien
Notruf-Funktionalität weitere Pakete hinzubucht - und deren
Nachteile in Kauf nimmt."
Er wir anfangs nichts hinzubuchen müssen. Vielmehr bekommt er
Anreize, sich überwachen zu lassen. Z. B. kann der Hersteller
Garantieleistungen an einer Permanentüberwachung einzelner
Funktionsteile koppeln. Die Versicherungen geben Rabatte für
angeschlossene Autofahrer, der ADAC lockt mit Vorzugsangeboten. Wer
Werbung erlaubt, kann sich ein paar Kröten verdienen, ist das
Fahrzeug mit fünf besetzt, gibt es mehr davon als bei Alleinfahrer
und und und... Die Phantasie ist unerschöpflich. Hersteller und
Autodienstleister werden verhindern, dass Google, Facebook, Apple und
Co. via Smartphone die Hoheit im Auto gewinnen. Eins haben inzwischen
auch die Old school-Akteure von den Digtal natives gelernt. "Der
Kunde ist der Schatz, das Produkt nur das Stroh".
Kann der Kasten zwischen Fahrzeugen getauscht werden?
Wenn eine 1:1-Verbindung der Gerätschaft mit dem Fahrzeug möglich ist, dann ist alles Beteuern der Privatsphäre usw. ein Drumherumschreiben. Bei Unkenntnis aller Geschichte und Gegenwart allenfalls Selbstbetrug. Denn wenn eine Verbindung zwischen dem SIM-Kasten und bestimmtem Fahrzeug technisch plausibel ist, liefert das ein wunderbares Argument, mit dem die Anbieter der Technik auf die Naivität gutgläubiger Bürger bauen können. Selbst die Techniker mögen gute Absichten haben - es gibt freilich nichts, was nicht von Politikern und Kaufleuten auf seinen Manipulations- und Kontrollnutzen geprüft wurde.
...am Stromnetz. Mein Funktechniker lacht sich tot.
Entweder ist die Sim an der Stromversorgung oder nicht ortbar.
Das sind Ausschlußkriterien!
Vgl. Handy ortbar auch wenn ausgeschaltet. Erst wenn der Akku entfernt
ist, ist das Ding wirklich aus. Nachzuprüfen mit einem schrottigen
Transistorradio, vorzugsweise Sony.
Nähere Auskünfte könnten die LkA geben, wenn sie denn dürften.
Herr Melzer bitte keine Verschwörungstheorien - wir haben schon viel zu viele
Wird ein normales Handy ausgeschaltet ist alles aus und damit ist das Handy auch nicht mehr ortbar. Nur wenn sie eine Schadsoftware auf das Handy überspielen kann man damit dem Besitzer vorgaukeln dass es abgeschaltet ist und das ist es wohl was sie meinen. Davon ist aber bei einem Notfallsystem nicht auszugehen und es kann hardwaremäßig auch verhindert werden. Bei einem Notfallsystem ist alles abgeschaltet, schon alleine wegen des Stand-by Stromverbrauchs im Auto. Die Stromversorgung des Moduls wird erst aktiviert wenn der Kollision- und Lagessensor den Airbag auslöst. Dann bucht sich die Notfall-Simkarte ein, das Modul sendet die GPS Positionsdaten und eine Ortung sowie ein Notfallgespräch ist möglich. Fragen sie ihren Funktechniker und er wird ihnen bestätigen was ich geschrieben habe.
Ich Frage mich wer die Kosten für einen Fehlalarm trägt
idR trägt derjenige die Kosten der den Rettungsdienst ruft nach
meiner Kenntnis. Wer ist hier der anrufende. Wenn es kein automatisches
System ist bleibt es ggf nutzlos wenn kein Fahrzeug insasse bei
Bewußtsein ist der die Notruftaste drücken kann.
Ist die Koppelung an das Airbagsystem sinnvoll, mit Zeitverzögerung
so das der Fahrer ggf die Alarmierung abstellen kann?
Jeder, der schon einmal in der Situation war, als Ortsunkundiger, womöglich in einem fremden Land, einen Rettungswagen herbeizulotsen, wird wohl alle abstrakten datenschutzrechtlichen Bedenken über Board werfen und sein nächstes Auto mit diesem System ordern.
Die schwere der Verletzung könnte sich auch im Moment des Aufpralls entscheiden.
Dank des Zeitgewinns lässt sich die Zahl der Verkehrstoten senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr reduzieren. Den Zeitgewinn will ich ihnen gerne glauben, man nehme ggf den Airbag als Indikator und auslöser. Aber Reduzierung der schwere der Verletzung?
Noch ein Unsinn mehr von der EU !
Traum der Lobbyisten : In jedes Auto noch mehr Elektronik ! Jeder einen
Vertrag mit einem Mobilfunk-Provider !
Geht's noch ? Vielleicht auch an jeder Kreuzung einen
Rettungshubschrauber und alle 10 km ein Notfallkrankenhaus.
Es reichen schon die letzten Spinnereien : Bremslichter-Galerien etc.
Logik
Im besten Fall ist Ihre Ansicht unlogisch.
Im schlimmsten Fall ist sie schlicht xenophobisch,
Jedes System hat seine intrinsische Logik und kann nur kritisiert
werden, wenn man diese Logik begreift. Europa kann nur europaeisch
gedacht werden. Die nationale Perspektive greift immer zu kurz.
Ich ueberlasse es Ihnen, einfach zuhause zu bleiben, aber sie sollten
wissen, dass es Menschen gibt, denen diese Kirchturmsperspektive zu eng
ist. Mir ist es schon wichtig, dass im Falle eines Unfalls im Ausland
die optimale Rettung organisiert wird. Der e-call kann da wirklich helfen.
Lobbyarbeit - stimme zu
Für 2500 weniger Verkehrstote - in ganz Europa - ist der Aufwand schon ganz schön hoch . . . oder nicht?
Doch, Herr Gruenebaum,
man kann, denn was die EU macht, ist per definitionem schlecht, das müssten Sie doch so langsam mal begriffen haben.
Lesen hilft
Haben Sie den Artikel wirklich gelesen?
Es wird doch sehr klar erläutert, dass die "EU" gerade
keine Vertragsbindung oder Zusatzdienste der Hersteller oder
Versicherungen will.
Sie können doch eine Behörde, die an einer sehr sinnvollen
Problematik arbeitet, nicht für die kommerziellen Ideen anderer
verantwortlich machen.