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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Notrufsystem E-Call Brüssel, wir haben ein Problem

 ·  Für 2015 ist das europäische Notrufsystem E-Call geplant. Die Technik ist entwickelt und fasziniert. Doch E-Call kommt nicht voran. Zu viele Beteiligte treten auf die Bremse.

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Engelbert Kühlwetter

Das geht nach der Methode Facebook und Google.

Artikelzitat: "Hier ist jedoch am Ende der mündige Autofahrer gefragt, der selbst entscheidet, ob er zur kostenfreien Notruf-Funktionalität weitere Pakete hinzubucht - und deren Nachteile in Kauf nimmt."
Er wir anfangs nichts hinzubuchen müssen. Vielmehr bekommt er Anreize, sich überwachen zu lassen. Z. B. kann der Hersteller Garantieleistungen an einer Permanentüberwachung einzelner Funktionsteile koppeln. Die Versicherungen geben Rabatte für angeschlossene Autofahrer, der ADAC lockt mit Vorzugsangeboten. Wer Werbung erlaubt, kann sich ein paar Kröten verdienen, ist das Fahrzeug mit fünf besetzt, gibt es mehr davon als bei Alleinfahrer und und und... Die Phantasie ist unerschöpflich. Hersteller und Autodienstleister werden verhindern, dass Google, Facebook, Apple und Co. via Smartphone die Hoheit im Auto gewinnen. Eins haben inzwischen auch die Old school-Akteure von den Digtal natives gelernt. "Der Kunde ist der Schatz, das Produkt nur das Stroh".

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Georg Bauhaus
Georg Bauhaus (gras) - 02.02.2013 00:52 Uhr

Kann der Kasten zwischen Fahrzeugen getauscht werden?

Wenn eine 1:1-Verbindung der Gerätschaft mit dem Fahrzeug möglich ist, dann ist alles Beteuern der Privatsphäre usw. ein Drumherumschreiben. Bei Unkenntnis aller Geschichte und Gegenwart allenfalls Selbstbetrug. Denn wenn eine Verbindung zwischen dem SIM-Kasten und bestimmtem Fahrzeug technisch plausibel ist, liefert das ein wunderbares Argument, mit dem die Anbieter der Technik auf die Naivität gutgläubiger Bürger bauen können. Selbst die Techniker mögen gute Absichten haben - es gibt freilich nichts, was nicht von Politikern und Kaufleuten auf seinen Manipulations- und Kontrollnutzen geprüft wurde.

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klaus melzer
klaus melzer (dotschn) - 01.02.2013 20:51 Uhr

Schlafende Sim....

...am Stromnetz. Mein Funktechniker lacht sich tot.
Entweder ist die Sim an der Stromversorgung oder nicht ortbar.
Das sind Ausschlußkriterien!

Vgl. Handy ortbar auch wenn ausgeschaltet. Erst wenn der Akku entfernt ist, ist das Ding wirklich aus. Nachzuprüfen mit einem schrottigen Transistorradio, vorzugsweise Sony.

Nähere Auskünfte könnten die LkA geben, wenn sie denn dürften.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.02.2013 11:58 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 02.02.2013 11:58 Uhr

Herr Melzer bitte keine Verschwörungstheorien - wir haben schon viel zu viele

Wird ein normales Handy ausgeschaltet ist alles aus und damit ist das Handy auch nicht mehr ortbar. Nur wenn sie eine Schadsoftware auf das Handy überspielen kann man damit dem Besitzer vorgaukeln dass es abgeschaltet ist und das ist es wohl was sie meinen. Davon ist aber bei einem Notfallsystem nicht auszugehen und es kann hardwaremäßig auch verhindert werden. Bei einem Notfallsystem ist alles abgeschaltet, schon alleine wegen des Stand-by Stromverbrauchs im Auto. Die Stromversorgung des Moduls wird erst aktiviert wenn der Kollision- und Lagessensor den Airbag auslöst. Dann bucht sich die Notfall-Simkarte ein, das Modul sendet die GPS Positionsdaten und eine Ortung sowie ein Notfallgespräch ist möglich. Fragen sie ihren Funktechniker und er wird ihnen bestätigen was ich geschrieben habe.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 01.02.2013 17:27 Uhr

Ich Frage mich wer die Kosten für einen Fehlalarm trägt

idR trägt derjenige die Kosten der den Rettungsdienst ruft nach meiner Kenntnis. Wer ist hier der anrufende. Wenn es kein automatisches System ist bleibt es ggf nutzlos wenn kein Fahrzeug insasse bei Bewußtsein ist der die Notruftaste drücken kann.
Ist die Koppelung an das Airbagsystem sinnvoll, mit Zeitverzögerung so das der Fahrer ggf die Alarmierung abstellen kann?

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Olaf Barheine

Sinnoller als Alufelgen

Jeder, der schon einmal in der Situation war, als Ortsunkundiger, womöglich in einem fremden Land, einen Rettungswagen herbeizulotsen, wird wohl alle abstrakten datenschutzrechtlichen Bedenken über Board werfen und sein nächstes Auto mit diesem System ordern.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 01.02.2013 16:22 Uhr

Die schwere der Verletzung könnte sich auch im Moment des Aufpralls entscheiden.

Dank des Zeitgewinns lässt sich die Zahl der Verkehrstoten senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr reduzieren. Den Zeitgewinn will ich ihnen gerne glauben, man nehme ggf den Airbag als Indikator und auslöser. Aber Reduzierung der schwere der Verletzung?

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Franz Schenk

Noch ein Unsinn mehr von der EU !

Traum der Lobbyisten : In jedes Auto noch mehr Elektronik ! Jeder einen Vertrag mit einem Mobilfunk-Provider !
Geht's noch ? Vielleicht auch an jeder Kreuzung einen Rettungshubschrauber und alle 10 km ein Notfallkrankenhaus.
Es reichen schon die letzten Spinnereien : Bremslichter-Galerien etc.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.02.2013 23:03 Uhr
Ronald Gruenebaum

Logik

Im besten Fall ist Ihre Ansicht unlogisch.

Im schlimmsten Fall ist sie schlicht xenophobisch,

Jedes System hat seine intrinsische Logik und kann nur kritisiert werden, wenn man diese Logik begreift. Europa kann nur europaeisch gedacht werden. Die nationale Perspektive greift immer zu kurz.

Ich ueberlasse es Ihnen, einfach zuhause zu bleiben, aber sie sollten wissen, dass es Menschen gibt, denen diese Kirchturmsperspektive zu eng ist. Mir ist es schon wichtig, dass im Falle eines Unfalls im Ausland die optimale Rettung organisiert wird. Der e-call kann da wirklich helfen.

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Klaus Kothmayr

Lobbyarbeit - stimme zu

Für 2500 weniger Verkehrstote - in ganz Europa - ist der Aufwand schon ganz schön hoch . . . oder nicht?

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Lea Karow
Lea Karow (karow) - 01.02.2013 17:45 Uhr

Doch, Herr Gruenebaum,

man kann, denn was die EU macht, ist per definitionem schlecht, das müssten Sie doch so langsam mal begriffen haben.

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Ronald Gruenebaum

Lesen hilft

Haben Sie den Artikel wirklich gelesen?

Es wird doch sehr klar erläutert, dass die "EU" gerade keine Vertragsbindung oder Zusatzdienste der Hersteller oder Versicherungen will.

Sie können doch eine Behörde, die an einer sehr sinnvollen Problematik arbeitet, nicht für die kommerziellen Ideen anderer verantwortlich machen.

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Jahrgang 1964, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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