03.10.2008 · Neu vorgestellt: Nissan Qashqai+2 und Murano II
Von Martina GöresNissan will die führende Marke für sogenannte Crossover-Fahrzeuge werden, die eine Mischung aus SUV und Personenwagen sind. Die zweite Generation des luxuriösen Murano kommt am 18. Oktober zu unveränderten Preisen von 46.740 Euro an auf den deutschen Markt. Und zum erfolgreichen kompakten Qashqai gesellt sich zum selben Termin eine Langversion hinzu. Der Qashqai+2 hat eine versenkbare dritte Sitzreihe, die Preise liegen rund 2000 Euro über dem Qashqai und beginnen bei 23.490 Euro.
Bereits von der A-Säule an unterscheidet sich der Qashqai+2 vom Fünfsitzer, er erhielt breitere Fondtüren sowie ein flacheres Dach. Der gut proportionierte, um 21 Zentimeter auf 4,53 Meter Länge gestreckte Siebensitzer wirkt relativ kompakt; der Radstand verlängerte sich um 13,5 Zentimeter auf 2,77 Meter. Für den Einstieg zu den beiden hinteren Sitzen, die sich nur für Personen bis zu einer Körpergröße von 1,60 Meter eignen, ist eine gewisse Gelenkigkeit vonnöten.
Panoramaglasdach fordert Abstriche bei der Kopffreiheit
Immerhin lassen sich die im Verhältnis 60:40 teilbaren Möbel der zweiten Reihe weit nach vorn schieben und komplett umklappen. Werden die Einzelsitze der dritten Reihe nicht benötigt, sind sie mit einem Handgriff im Boden zu versenken. Mit einem Gepäckvolumen von 550 Liter fasst der Qashqai+2 dann 140 Liter mehr als der Qashqai; maximal 1520 Liter sind es in der zweisitzigen Variante, bei aufgestellter dritter Reihe können noch 130 Liter eingeladen werden.
Der sauber verarbeitete Innenraum entspricht dem des kleineren Bruders. Das riesige Panoramaglasdach ist beim Qashqai+2 serienmäßig; es lässt viel Licht herein, fordert aber Abstriche bei der Kopffreiheit im Fond. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen wurden an das größere und um 100 Kilogramm schwerere Auto (1550 bis 1860 Kilogramm) angepasst. Auch den Siebensitzer bietet Nissan mit Front- oder permanentem Allradantrieb an. Zum Marktstart werden ein Benziner und ein Diesel mit je zwei Liter Hubraum offeriert, beides bekannte Vierzylinder.
Trotz höherer Motorleistung weniger Verbrauch
Der 104 kW (141 PS) starke, frontgetriebene Otto kostet mindestens 23.490 Euro, für die 4WD-Version sind 1850 Euro Aufpreis fällig. Die Preise für den Turbodiesel mit 110 kW (150 PS) beginnen bei 27.690 Euro, mit Vierradantrieb bei 29.540 Euro. Die Kraft wird über eine manuelle Sechsgangschaltung auf die Straße gebracht, jeweils 1500 Euro extra kosten die stufenlose CVT-Automatik im Benziner 4WD und die Sechsstufenautomatik im Diesel 4WD.
Die zweite Murano-Generation kommt mit einer aufwendigen Mehrlenker-Hinterachse. Die Torsionssteifigkeit der Karosserie des 4,83 Meter langen Allraders liegt um 50 Prozent über der des Vorgängers. Der leise, sehr kultivierte 3,5-Liter-Sechszylinder-Benziner bietet jetzt 188 kW (256 PS). Trotz höherer Motorleistung ist der Normverbrauch von bisher 12,3 Liter laut Datenblatt auf 10,9 Liter Super gesunken.