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Veröffentlicht: 19.02.2017, 09:00 Uhr

Neuheiten des Fahrradfrühlings Es ist nicht alles E-Bike

Kaum ist der Schnee weg, ist die Fahrradsaison da. Und für die gibt es mehr als neue E-Bikes. Ein Blick auf die Neuheiten des Fahrradfrühlings.

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© Hersteller Women’s Tirano Cape von Vaude

Es hat ja so kommen müssen: Wenn die Autofahrer - und die sind ja in immer mehr zunehmendem Maße auch Radfahrer - Ganzjahresreifen auf den Alufelgen montieren lassen, erreicht diese Entwicklung auch das Zweirad. Nachdem Continental mit Lamellen an Fahrradreifen vorgelegt hatte, führt Schwalbe nun für rund 40 Euro den Marathon GT 365 im Programm. Der hat eine Ganzjahresgummimischung, Lamellen in der Lauffläche, Pannenschutz und Reflexstreifen. Er wird in drei Dimensionen für 26- und 28-Zoll-Räder angeboten und eignet sich auch für Elektroräder.

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Während der Reifen, der alles außer Eis kann, schon im Handel ist, kommt das Women’s Tirano Cape von Vaude erst, wenn man es hoffentlich am wenigsten braucht, nämlich im Sommer. So kurz, wie es ist, soll es dann entweder in Altrosa oder „Dark Petrol“ 180 Euro kosten. Mit seinen zwei Seiten zum Wenden und dem Mix aus Kunstfaser und Merinowolle will es seine Trägerin wärmen und ihr Schutz gegen Wind und Nässe bieten. Wie bei Vaude Sport erwartbar, ist das Cape mit dem Zertifikat Green Shape versehen, weil es ressourcenschonend hergestellt wird.

Auch wenn ein Poncho, zumal ein kurzer, im Fall des Falles schnell über die andere Kleidung gezogen werden kann, ist diese Form des Wetterschutzes nicht jedermanns Sache. Ähnliches lässt sich vom Fahrradhelm sagen. Und eins der Argumente gegen ihn ist seine Sperrigkeit. Der hilft der faltbare Helm Fuga des spanischen Herstellers Closca ab. Die schützende Kuppel - in Schwarz oder Weiß und drei Größen zu haben - besteht aus drei konzentrischen Elementen, die sich zusammenschieben lassen, wenn man den Helm verstauen möchte. Fuga hat einen Designpreis erhalten und kommt mit einem Stoffschirm. Der Helm wiegt knapp 350 Gramm und kostet 120 Euro. Als Zubehör gibt es einen Einsatz aus Wolle für kühlere Tage.

44840944 Der Helm Fuga von Closca lässt sich auch ... © Hersteller Bilderstrecke 

Dass Chic selbst da möglich wird, wo der praktische Nutzen das Wichtigste ist, zeigt Fahrer Berlin mit dem Gepäckträger Single Rack in der Verbindung mit einer zusammenrollbaren Einkaufstasche namens Konsum. Den minimalistischen Gepäckträger aus Edelstahl gibt es einseitig, aber auch als Double Rack (rund 90 und 100 Euro), so dass sich auf beiden Seiten Gepäcktaschen anbringen lassen. Es passen an den Gepäckträger, der eher für das elegante Stadt- als für das Reiserad gedacht ist, auch andere Gepäcktaschen als die Konsum (rund 60 Euro) aus recycletem Bootspersenning-Material. Die wiederum passt mit ihren verriegelbaren Rundhaken auch an gängige Gepäckträger.

Montiert wird das Single Rack am Bremssteg und an der Hinterradachse, Ösen am Rahmen sind also nicht erforderlich. Die maximale Tragkraft des knapp 290 Gramm wiegenden Gepäckträgers wird mit acht Kilogramm (Double Rack: zwölf Kilogramm) angegeben. Die Tasche Konsum fasst maximal 14 Liter und wiegt rund 280 Gramm. Sie hat in voller Höhe einen Reflexstreifen an den Seiten, ein zusätzliches Innenfach und wird mit Klett verschlossen. Die in Berlin handgefertigte Konsum kommt mit zwei Tragegurten.

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Auch beim Fahrrad gilt: Innovationen sind zunächst teuer und der Spitzenklasse vorbehalten, werden dann aber in gemäßigte Preisregionen durchgereicht. Hersteller Stevens macht dies mit dem Modell Boulevard Luxe vor, das für knapp 1100 Euro ein Preisbrecher ist, denn es ist mit einem Riemenantrieb ausgestattet. An dem im Übrigen durch seine Ausstattung kaum aufregenden Alltagsrad wird das preisgünstige Karbonriemen-Set (Kurbel, Riemen, Zahnscheibe) CDN von Gates verbaut. Der Riemen wird durch verstellbare Ausfallenden gespannt und wirkt auf die Acht-Gang-Nabe Shimano Nexus Premium. Die Räder laufen auf Schwalbe Citizen, gebremst wird mit V-Brakes von Shimano, das Vorderrad steckt in der Federgabel Suntour NCX D LO. Es gibt drei Rahmenformen, einschließlich eines Tiefeinsteigers namens Forma.

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