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Neue Studie 2025 hat das Benzinauto ausgedient

26.06.2008 ·  General Motors, Daimler, VW - kein namhafter Hersteller verweigert sich mehr dem Thema Elektroauto. Eine neue Studie, die FAZ.NET in Auszügen vorliegt, besagt nun: Elektro- und Hybridantriebe werden den klassischen Verbrennungsmotor verdrängen. Und zwar schon bis 2025.

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Die Anzeichen mehren sich: Autos mit klassischem Verbrennungsmotor könnten schon bald von Elektroautos verdrängt werden. Ein Hersteller nach dem anderen engagiert sich in diesem Feld: Nach General Motors und Daimler hat nun auch VW ein Versuchsprojekt für einen neuen Elektroantrieb mit erneuerbarer Energie gestartet. Und aus einer neuen Studie des Center of Automotive Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen geht hervor: Bis zum Jahr 2025 werden alle in Europa verkauften Pkw reine Elektroautos oder Hybridfahrzeuge sein. Schon von 2015 an würden Elektroautos zu einem Massenphänomen. Ferdinand Dudenhöffer, Autoprofessor und Direktor des CAR, spricht in diesem Zusammenhang von einer „Revolution“.

Die noch nicht veröffentlichte Studie, die FAZ.NET in Auszügen vorliegt, besagt, dass durch steigende Treibstoffkosten und die Problematik der Erderwärmung die Herstellung von konventionellen Autos immer unattraktiver wird. „Zulieferer, wie etwa Mahle oder Pierburg, die ausschließlich in der Verbrennungsmotoren-Technologie arbeiten, werden dann deutliche Absatzprobleme erleiden“, heißt es in der Untersuchung. Ähnliches gelte auch für die Abgasanlagenhersteller oder die Getriebehersteller. „Der Automarkt ändert sich dadurch fundamental.“

„Was VW macht, ist richtig und notwendig“

Die aktuellen Entwicklungen bei vielen Herstellern scheinen die Aussagen der Untersuchung zu stützen. VW will mit seinem System „Twin Drive“ einen Strommotor auf längeren Distanzen durch einem Spritmotor ergänzen, wie VW bei der Vorstellung eines ersten Golf mit der Technik am Donnerstag in Berlin mitteilte. In dem bis 2012 angelegten Projekt, an dem sich sieben weitere Firmen und Forschungseinrichtungen beteiligen, sollen auch spezielle langlebige Batterien entwickelt werden. Die ersten Autos damit sollten 2010 vorgestellt werden können, sagte VW-Chef Martin Winterkorn.

„Was VW macht, ist richtig und notwendig“, sagte Dudenhöffer zu FAZ.NET. „Allerdings muss Volkswagen aufpassen, dass Opel ihnen nicht die Butter vom Brot nimmt.“ Denn auch General Motors will im Jahr 2010 ein Elektroauto auf den Markt bringen. Das Auto auf Basis des Chevrolet Volt soll zunächst auf den amerikanischen Markt kommen, die deutsche GM-Tochter Opel soll den Volt dann ein Jahr darauf starten. Und schließlich reihte sich auch Daimler-Chef Dieter Zetsche vor kurzem ein und sagte im Gespräch mit der F.A.Z., auch sein Unternehmen plane für 2010 einen Elektro-Mercedes.

Seriell-Hybride mit großen Chancen

Der CAR-Studie zufolge werden die favorisierten Elektromodelle der Zukunft die sogenannten Seriell-Hybride sein. Diese haben nur noch einen sehr kleinen Verbrennungsmotor, der als Generator bei größeren Distanzen den Strom an Bord des Fahrzeuges erzeugt. Bei Distanzen bis zu 100 Kilometern kann auf den Verbrennungsmotor bei diesen Modellen ganz verzichtet werden, da das Laden der Batterie dann über die Steckdose möglich ist.

Bislang machten Elektroautos erst einen kleinen Teil der jährlich verkauften Pkw aus. Dudenhöffers Angaben zufolge erwartet sein Institut für 2008 einen Verkauf von 80.000 Fahrzeugen, die mit Hybrid- oder Elektroantrieb unterwegs sind (siehe Grafik). „In absehbarer Zeit wird sich das Blatt jedoch um 180 Grad wenden“, sagte Dudenhöffer.

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