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Mini-Cabrio Das offene Glück fährt knauseriger

05.12.2008 ·  Die zweite Generation des Mini-Cabrios: In das Textilverdeck integriert ist ein zusätzliches Schiebedach und stärkere Motoren mit niedrigerem Verbrauch bringen den Kleinen in 9,8 Sekunden auf 100 km/h. Eine Überraschung hält das Heck bereit.

Von Wolfgang Peters
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Nicht aus jedem Auto muss ein Cabrio werden: Das haben wir vor Jahren über den offenen Audi A4 geschrieben, und heute ist er ein auch von uns geschätzter Klassiker. Mit diesem Vorgang rechnen wir auch beim Mini aus dem BMW-Konzern: Die hohe Gürtellinie und der beinahe nur aus dem Dach bestehende Aufbau darüber stellten die Designer vor gewisse formale Schwierigkeiten. Fließende Linien der Eleganz eines großen Wagens konnten da nicht entstehen. Also entschied man sich für eine Lösung der Funktion, die im Dach eine Spielerei bereithält: In das Textilverdeck integriert ist ein zusätzliches Schiebedach. Man fährt es wie das komplette Dach mit elektrischer Kraft nach hinten. Das ist auch bei der neuen Generation des äußerlich unwesentlich, aber doch positiv veränderten Mini-Cabrios so.

Auf dem Genfer Salon 2004 wurde die erste Version des offenen Mini präsentiert (daraus wurden etwa 164.000 verkaufte Exemplare), die überarbeitete Variante startet am 28. März des nächsten Jahres in den Markt. Zum Beginn gibt es zwei Offerten für die Motorisierung: Das Mini Cooper Cabrio kostet 22.500 Euro, das Mini Cooper S Cabrio ist für 26.500 Euro zu haben. Beiden gemeinsam sind die überarbeitete Technik und sanfte, aber wirkungsvolle Modifikationen am Karosseriekleid.

Spürbarer Rückgang beim Benzinkonsum

Die zurzeit angebotenen Otto-Motoren (der Diesel wird auch im Cabrio kommen) weisen Leichtmetallbauweise, vier Zylinder, vier Ventile je Brennraum, einen Hubraum von 1,6 Liter und jene Maßnahmen auf, die im BMW-Konzern zu niedrigeren Verbräuchen führten. Damit kommen sie auf (geringfügig) höhere Leistungen und (spürbare) Rückgänge beim Benzinkonsum.

Im Cooper-Cabrio bietet der mit vollvariabler Ventilsteuerung arbeitende Saugmotor jetzt 88 kW (120 PS) und hält ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmeter bei 4250 Umdrehungen in der Minute bereit. Damit kommt das knapp 1200 Kilo wiegende Cabrio aus dem Stand in 9,8 Sekunden auf 100 km/h, erreicht 198 km/h und begnügt sich nach Norm mit 5,7 Liter: die bisherige Motorausführung kam auf 7,3 Liter!

Aus diesem Mini musste ein Cabrio werden

Der schärfere Turbomotor leistet ebenfalls 5 PS mehr und kommt nun auf 128 kW (175 PS). Damit wird der Mini zum Maxi beim Akzelerieren, in 7,4 Sekunden sind nach dem Anfahren mit entsprechend artistischem Bedienen des Sechsgangschaltgetriebes (es gibt als Alternative eine Sechsgangautomatik) 100 km/h erreicht, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 222 km/h angegeben. Statt wie bisher 8,3 Liter im Normbetrieb soll die Neuauflage 6,4 Liter verbrauchen: Da sind wir auf unsere Praxisverbräuche im Frühjahr 2009 gespannt.

Eine Überraschung hält das Heck bereit: Die Scharniere der nach unten öffnenden Heckklappe (wie ein von außen zugängliches Handschuhfach) liegen jetzt innen: innen! Das verändert beinahe alles. Bei Mini sagt man uns, es sei nun eine „homogene Fläche“, die den „kraftvollen Ausdruck der Heckpartie“ unterstütze. Dennoch: Aus diesem Mini musste ein Cabrio werden.

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Jahrgang 1946, freier Autor in der Wirtschaft.

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