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Mercedes CLA Der Schwaben nächste Mutprobe

Der neue Mercedes CLA darf von April an für Diskussion sorgen. Der Designchef bezeichnet es als „Stil-Rebell“, das die besten Aerodynamik-Werte aller Serienautomobile vorweisen kann.

© Hersteller Vergrößern Soll den Erfolg eine Etage tiefer fortsetzen: Mercedes-Benz CLA

Gorden Wagener ist ein umgänglicher Kerl, ein lockerer Plausch mit ihm ist fernab von Langeweile, und seine Ideen trägt er freundlich und überzeugend vor. Doch mit Design ist das so eine Sache. Manchem gefällt es, manchem nicht. Man kann nun nicht gerade behaupten, im Daimler-Konzern herrschte Windstille, wenn die Sprache auf die jüngsten gestalterischen Striche kommt. Aber mutig sind der Designchef und seine Truppe. Im Clinch zwischen Tradition und Moderne haben sie zunächst eine nie dagewesene Mercedes-Benz A-Klasse auf die Räder gestellt, dann die eckige E-Klasse glattgebügelt, und jetzt folgt ein Coupé der A-Klasse, das Wagener nicht zu Unrecht den „Stil-Rebell“ nennt. Damit lässt sich ohne Schwierigkeiten die sonst womöglich eingetretene Diskussionspause bis zum Debüt der neuen S-Klasse im Herbst überbrücken, die des noblen Hauses Meisterstück werden soll und muss.

Frank-Holger  Appel Folgen:  

Jetzt also CLA. Er folge als neues, viertüriges Coupé der Idee des seit dem Jahr 2003 angebotenen CLS, der bekanntermaßen einen Trend gesetzt und einige Nachahmer gefunden hat. Der kleinere CLA hat die schwungvolle Linie des Konzeptfahrzeugs fast vollständig bis in die rahmenlosen Seitenscheiben gerettet, allein dafür gebührt Mercedes-Benz schon Lob. 4,63 Meter Länge, 1,78 Meter Breite und 1,44 Meter Höhe lauten die Eckdaten. Dank aufwendiger Detailarbeit an Spoilern, Spiegeln und Radblenden sowie großflächiger Verkleidung des Unterbodens bis unter die Hinterachse erzielt der neue Mercedes-Benz den derzeit besten Aerodynamik-Wert aller Serienautomobile, der cw-Wert beträgt 0,23, als optimierte Blue Efficiency Version 0,22.

Markteinführung im April

Wie für Mercedes üblich, ist eine Horde Assistenzsysteme an Bord, serienmäßig greift ein radargestütztes Bremssystem ein, falls der Fahrer träumt. Wie für Mercedes eher unüblich, in Zukunft aber immer üblicher, lassen sich Inhalte vom eigenen Smartphone „vollständig in das Anzeige- und Bedienkonzept des Fahrzeugs integrieren“. Ja, ja, die Jugend. Motoren will und braucht sie wohl trotzdem, es gibt deren fünf, allesamt mit Direkteinspritzung und in der Mehrzahl so umweltfreundlich, um die vom Jahr 2014 an geltende Abgasnorm Euro 6 schon jetzt zu erfüllen. Die drei Benziner liefern mit 1,6 bis 2 Liter Hubraum 90/115/155 kW (122/156/211 PS), die beiden Diesel mit 1,8 oder 2,1 Liter Hubraum 100 oder 125 kW (136/170 PS). Das Fahrwerk bietet sich in zwei Abstimmungen an, nach den Erfahrungen mit der A-Klasse hegen wir gewisse Zweifel, ob das optionale Sportfahrwerk eine gute Wahl ist, erste Fahrtests werden es ans Licht bringen. Wer selbiges in Mengen hereinlassen möchte, in der Aufpreisliste steht ein üppiges Glas-Hub-Dach, das sich größeren Zuspruchs erfreuen dürfte, wenn der Frühling seine ersten Sonnenstrahlen im April zur Markteinführung des im Grunde viersitzigen Coupés schickt.

Der Basispreis in Deutschland beträgt 28 977 Euro. Für den jeweils stärksten Benziner oder Diesel sind samt Doppelkupplungs-Automatik rund 38 000 Euro einzukalkulieren.

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Quelle: F.A.Z.

 
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