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Mercedes-Benz 450 SEL Alle Aufmerksamkeit gilt hinten rechts

 ·  Im Sommer wird die neue S-Klasse von Mercedes-Benz eingeführt. Vollgestopft mit Assistenzsystemen. Wie war das bloß, als es noch keine gab? Eine Ausfahrt in der letzten S-Klasse, in der nur der Fahrer zählte. Und der Direktor.

Artikel Bilder (6) Lesermeinungen (35)
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Klaus Müller
Klaus Müller (mo-mu) - 28.02.2013 19:47 Uhr

die S-Klasse war nicht konkurrenzlos

die damalige S-Klasse war zweifelsohne luxuriös und qualitativ hochwertig. Konkurrrent auf Augenhöhe war allerdings Opel - mit seiner "Diplomat"-Baureihe. Die hatte allerdings keine Dieselmotoren, was ein schwerer strategischer Fehler war angesichts der Ölkrise Anfang der 70er Jahre. In puncto Ausstattung und Erscheinung konnten die "Diplomaten" aber locker mit Daimler mithalten. Speziell das rare Coupé war äußerst elegant.

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Bernhard Russ

einseitige Kommentare

Mein Gott, was sind das für einseitige Kommentare! Wer hat denn die Sicherheitszelle erfunden, den Einspritzer zum Laufen gebracht, ABS eingeführt, ESP, ja überhaupt, wer hat das Auto erfunden. Natürlich war Citroen der Erfinder der Hydropneumatik, aber wer hat die ersten 10 Jahre das Lehrgeld bezahlt? Und schließlich ist ein Auto die Summe der Eigenschaften. Und in der Ausgewogenheit garniert mit der Innovationsfreudigkeit der dt. Autoindustrie war der Daimler unschlagbar! Der Citroen CX von damals ist erstens kein Vergleich und zweitens rostete er einem unter dem "Hintern" weg.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.03.2013 19:54 Uhr
Chris Taylor

Bierernst?

Sehr geehrter Herr Tepman, wenn Sie mir schon "Bierernst" unterstellen, möchte ich dem natürlich gerecht werden: Es freut mich, dass Sie die Vorzüge eines hydropneumatischen Fahrwerks in einem GS haben erfahren dürfen. Mich wundert allerdings, dass Sie bei dem Fahrzeug Ihres Vaters nicht die gleiche Beobachtung gemacht haben, wie Sie sie für DS und CX beschrieben haben: Nach einer gewissen Standzeit sinkt das Fahrzeug ab. Verantwortlich dafür ist weder ein Defekt, noch "miserable Dichtungen" - der hydraulische Druck (und zwar der des Öls, nicht etwa des Stickstoffs in den Federkugeln) nimmt schlicht ab, da er nicht von der entsprechenden Pumpe aufrecht erhalten wird. Ab 1993 wurden zusätzliche Ventile und Druckspeicher verbaut, die das verhindern/verzögern. Die Hydropneumatik-Teile bei Mercedes-Benz sind in Lizenz hergestellt, bei Rolls-Royce und Bentley wurden hingegen von Citroën gelieferte Originalteile verwendet - sicherlich nicht der vermeintlich miesen Qualität wegen.

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Lehrald Tepman
Lehrald Tepman (xurqen) - 02.03.2013 20:47 Uhr

Wer ist denn hier empfindlich?....

Sehr geehrter Hr. Taylor, es reicht mit Ihrem Bierernst zum Thema. Automobile haben nun einmal Ähnlichkeiten, z.B. fahren die meisten auf 4 Rädern! Mag sein das der MB Hoflieferant Bosch an Citroen Lizenzgebühren abführte. Das da jedoch Gleichteile verbaut wurden halte ich für ausgeschlossen. Die Citroen Federung krankte an ihren Unzulänglichkeiten. Billige Komponenten, hoher Verschleiß. Unvergessen sind mir DS und auch CX der ersten Jahre die wie platte Flundern auf dem Asphalt lagen nach wenigen Stunden Standzeit. Miserable Dichtungen an den Gasspeichern waren der Grund (und unfähige Werkstätten). Nicht zu glauben das MB so etwas in einem Hochleistungsfahrzeug verbaut hätte. Da gibt es schon Unterschiede in der technischen Qualität. Das letzte Fahrzeug meines Vaters war ein Citroen GS. In diesem preiswerten Wagen war die Federung problemlos und standfest. Ebenfalls sehr gut der Boxermotor und die Bremsen. Negativ waren die starke Aufheizung, miese Sitze und der tödliche Rost.

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Nikolaus Neininger

Ja heiligs Blechle!

Da muß einem doch kein Zacken aus der Krone fallen, wenn man die Leistung Anderer angemessen würdigt! Ja überhaupt, wer hat das Rad erfunden...
Wie Herr Taylor bereits geschrieben hat, ging es lediglich darum, einen im Artikel prominent erwähnten Sachverhalt in den korrekten Kontext zu setzen.
Eine vergleichende Entwicklungsgeschichte mit abschließender Punktebewertung war gar nicht beabsichtigt und würde sicher zu ähnlich "objektiven" Ergebnissen führen wie übliche Vergleichstests.
Ein Unterschied zwischen damals und heute ist ja auch, daß man früher bei den Herstellern weniger auf einen globalen Durchschnitt gezielt hat und die Autos entsprechend wirklich unterschiedlich waren. Heute gibt es zwar fast unübersehbar viele Varianten und "Nischenprodukte" aber die Gemeinsamkeiten sind größer als je zuvor: Gleichteile, Plattformstrategie, Überkreuzbeteiligungen, dazu mittelmäßiges Einheitsdesign quer durch die Marken.

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Chris Taylor

Bitte nicht so empfindlich...

Ich nehme an, Sie nehmen Anstoß nicht zuletzt an meinen Kommentaren? Ich fürchte, da liegt ein Missverständnis vor: Mir zumindest ging und geht es nicht um eine Gegenüberstellung von Citroën und Mercedes-Benz, noch weniger um einen Vergleich zwischen CX und 450 SEL 6,9, der sich schon aufgrund der deutlich unterschiedlichen Positionierung der Modelle verbietet. Ihre Gemeinsamkeit ist aber nun einmal das hydropneumatische Fahrwerk, das im Artikel reichlich Lob erhält, ohne dass dort aber auf seinen Ursprung unter dem Doppelwinkel hingewiesen worden wäre.
Bezüglich der Innovationsfreudigkeit sehe ich die deutschen Autoindustrie damals nicht so weit - oder gar einsam - vorne, wie Sie, ohne den Wert der zahlreichen Neuerungen, die in D. entwickelt und etabliert worden sind, schmälern zu wollen. Der "Innovationsgrad" einer DS beispielsweise dürfte für ein Serienauto aber unerreicht sein. Unvollkommenheiten gehören unbestrittenermaßen auch dazu. Aber erwähnten Sie nicht die ESP-Einführung?

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Frank Kemper

In der Tat etwas faktenschwach, der Artikel

Dass es für den W116 bereits ABS gab (ab 1978) wurde bereits erwähnt, dass die Hydropneumatik eine Citroen-Lizenz war, ebenfalls. Mercedes hat übrigens keinesfalls diese Federungsvariante nie wieder verwendet: Beim Topmodell der Nachfolgebaureihe W126 kam ebenfalls eine Hydropneumatik zum Einsatz. Auch das Topmodell der Mercedes W140-Reihe (S600L) war mit Hydropneumatik lieferbar. Seit 1998 werden S-Klassen mit Luftfederung ausgeliefert.

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csaba koller
csaba koller (280s) - 27.02.2013 10:30 Uhr

w116 UNIKAT

ha, ich habe den ersten w116 in der selben farbe, original zustand :)
am ersten tag im september 1972 rollten 170 stück der karosse von der baureie w116 vom Band und meiner ist der 116. von der w116 ! WDB1160212*0000116* damit ist er ein echtes unikat . Er war damals seiner Zeit weit vorraus, und schlägt in fahr konfort auch noch heute
teilweise die konkurenz. Es tut einfach gut solche grosartige fahrzeuge noch zu sehen und zu erleben, bin mir sicher dass über zb. w220 in 30 oder 40 Jahren nicht so begeister diskutiert wird.

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Chris Taylor

Hätte man diese Sätze doch von zeitgenössischen Autotestern auch zum Original gelesen:

Zitat: "Ist es nicht bemerkenswert, wie geschmeidig der Wagen um die Kurven geht, welch hohe Kurvengeschwindigkeit möglich ist und wie wenig er sich von den verschiedenen Anregungen aus der Ruhe bringen lässt? Er hält eben immer das gleiche Niveau (...)."

Ja, genau so verhält sich eine gut abgestimmte hydropneumatische Federung. Nicht ohne Grund hatte man sie in Untertürkheim von Citroën für das eigene Spitzenmodell lizenziert. Doch wie wurde dieses Fahrwerkssystem im Original beurteilt?

Zum Zeitpunkt der Einführung des MB 450 SEL 6,9 wurde die Hydropneumatik des ein Jahr zuvor in Produktion gegangenen Citroën CX um die geniale DIRAVI-Lenkung erweitert. Mit der kamen zeitgenössische Autotester hierzulande aber nicht auf Anhieb zurecht und obwohl ein CX ebenso stoisch seine Bahn zieht wie das damalige MB Spitzenmodell, wurde ihm die dabei auftretende Seitenneigung stets angekreidet und fälschlicherweise als gefährlich gebrandmarkt. So einfältig waren Autotester damals...nur damals?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 13:56 Uhr
Chris Taylor

Lenkstockhebel!

Es würde zu weit führen, angesichts eines Artikels zum Mercedes-Benz 450 SEL 6,9 im Detail auf den von Michel Harmand avantgardistisch durchgestalteten Innenraum und insbesondere das "Cockpit" des Citroën CX - denn Armaturenbrett ist wahrlich unpassend für diese Anzeige- und Bedieneinheit - einzugehen und die gestalterische Eleganz, die funktionalen Vorzüge und die selten gewürdigten Aspekte der passiven Sicherheit herauszustellen.

Nur so viel: Mir ist unerklärlich, wie auch heute noch - annähernd 40 Jahre nach Début des CX und der PRN Bedienungssatelliten - im Zeitalter unaufhaltsamer Digitalisierung auch automobiler Bestandteile, immer umfangreicher werdender Möglichkeiten und/oder Notwendigkeiten zur Steuerung all der Funktionen eines modernen Automobils ausgerechnet die anachronistisch anmutenden Lenkstockschalter nach wie vor und allerorten als das bestgeeignete Mittel ergonomischer Kraftfahrzeugführung erachtet werden.

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Nikolaus Neininger

Da gibt es (mindestens) zwei Komponenten:

„Kenne ich nicht“ und „Nicht hier erfunden“.
Was wurde immer wieder von „gewöhnungsbedürftiger“ Bedienung geschrieben, z.B. über das wunderbare Konzept der Bedienungssatelliten bei Citroen, aber auch schon, wenn der Blinkerhebel auf der „falschen“ Seite war – das interessiert vielleicht einen Tester, der jeden Tag ein anderes Auto fährt, aber doch nicht den normalen Benutzer! (Abgesehen davon gab und gibt es gerade bei Daimler einige Marotten, die prinzipiell unergonomisch sind – thematisiert wurde das kaum.)
Eine Liste der – ähm, stillschweigend übernommenen – Erfindungen würde das Kommentarfeld sprengen. Von Alukarosserie (Panhard) über wesentliche Aspekte der Aerodynamik (Citroen DS und CX), aktive Fahrwerkssteuerung (XM), Kurvenlicht (DS), Sicherheitskonzepte (Saab, Volvo). Und wenn die Tester dann eine Weile über die „fehlende Rückmeldung“ etwa einer Diravi geschrieben haben, kommt bei einer geänderten Version der Vorwurf, daß Antriebseinflüsse spürbar seien…

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Marc A. Wilms
Marc A. Wilms (mawilms) - 26.02.2013 08:57 Uhr

ABS? Natürlich, gegen saftigen Aufpreis, aber bereits ab 1978!

Doch, es gab den ersten assistenten bereits beim W116: ABS.

Genau mit diesem Modell entwickelt und auch erstmals verkauft... gegen saftigen Aufpreis, versteht sich!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 15:16 Uhr
Marc A. Wilms
Marc A. Wilms (mawilms) - 26.02.2013 15:16 Uhr

Entwicklungspartner war aber Bosch...

... beim W116.

Es wiederspricht aber auch nicht meinem Statement, der Autor des Artikels betonte mir nur zu sehr, es habe keinerlei Assistenzsysteme gegeben.

Dabei kam auch schon genug Elektronik zum Einsatz, selbst eine (eher schlecht als recht funktionierende!) Klimaautomatik war schon zu haben.

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Chris Taylor

Stimmt so nicht ganz:

Zwar wurde ABS in einem Serienautomobil mit diesem Mercedes - als teure Sonderausstattung - 1978 eingeführt, doch die Entwicklung hatte bereits viele Jahre zuvor begonnen. So stand just Citroën, der Lizenzgeber der Hydropneumatik, bereits 1970 kurz davor, ein von Teldix (Telefunken-Bendix) entwickeltes System einzuführen (im SM), doch scheiterte das damals an finanziellen Schwierigkeiten im Hause Citroën (die 1974 in die Übernahme durch Peugeot mündeten). Teldix selbst wurde später von Bosch übernommen und zusammen mit Daimler-Benz wurde das System weiterentwickelt, insbesondere was Zuverlässigkeit und Kosten betraf, so dass die Markteinführung noch bis 1978 auf sich warten ließ.

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Kai Ruhsert
Kai Ruhsert (kr_faz) - 25.02.2013 22:18 Uhr

Welche Federn?

„Wir hatten mehrere Sätze Federn und Dämpfer dabei. Die wurden jeweils getauscht, dann wurde wieder eine Runde gefahren, dann wieder getauscht. 15 Minuten dauerte der Umbau jedes Mal."
Welche Federn mag der Testfahrer wohl mitgenommen haben, um ein Auto mit Hydropneumatik abzustimmen - Luftfedern?

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Christoph Runge

Unstrittig eins der überlegensten Autos der Welt damals und zwar auch ohne "AMG".

Aber ich hatte natürlich ein besseres. Einen Mini. Fahren wie im Cart und britisch sparsam gebaut. Nicht der heutige BMW Luxus Mini, der auch von KIA entstammen könnte. Sondern mit Whisky Federung, Kurbelfenster, ein Tacho mit Wasser-/ Öltemperatur sowie Tankanzeige und großer Ablagefläche drumherum.Kopfstützen? Sicherheitsgurte? Ein Raumwunder. Wir brachten es einmal auf 8 Personen. Der betriebsnotwendige Kofferraum war gerade groß genug für einen Koffer oder eine Kiste "Köpi". Die damals getunten Minis gewannen - aufgrund des Vorderradantriebs- mehrfach die Rally Monte Carlo.

Heute ist der Unterschied zwischen einem Auto/Bahn und einem Flieger gleich null: Alles vollelektronisch. Die Automobilindustrie steinigt seit Jahren das Wichtigste beim Autofahren: Die Emotionen, siehe oben beim S 6,9. Heute verdienen die Automobilkonzerne mit ihren Financial Services mehr Geld als beim Automobilbau. Schade!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 14:04 Uhr
Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 27.02.2013 14:04 Uhr

Sorry für die Klugscheisserei... ;-)

...aber sie wurde - sogar vom Hersteller - Whisky-Soda-Federung genannt, weil eine Alkohol/Wasser Mischung eingesetzt wurde.

Klugscheissmodus off

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Chris Taylor

So schließt sich der Kreis

Das von Ihnen als "Whisky-Federung" angesprochene Hydrolastic-Fahrwerk, das im Mini eine Zeit lang verbaut worden ist, erinnert in seiner Funktionsweise durchaus auch an die Hydropneumatik - freilich rein passiv und ohne Niveauregulierung.

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Reinhard Wolf

Werthaltigkeit:

"Zur Markteinführung 1975 kostete der mächtigste SEL 69.930 DM, die letzte Version erforderte von 1979 an 81.247 DM"

Aktuelle Angebote für den 450 SEL 6.9: 34.000,- Euro mit 200.000 Kilometern Laufleistung!

Zum Vergleich: Das aktuelle Spitzenmodell (Baureihe 221), S600, NP: ca. 155.000,- Euro. bekommt man im Moment mit 200.000 Kilometern, Bj 2006 für ca. 40.000,- Euro (Werteverfall = 115.000,- Euro)

Zum Glück haben sich die Löhne in der gleichen Zeit, so wie der Neupreis des DB-Spitzenmodells ebenfalls vervierfacht!

Äh! Moment! Stimmt ja: Irgendwer muss ja den exorbitanten Wertverfall bezahlen!

Einen 10 Jahre alten S600 (Baureihe 220: Neupreis 130.000,- Euro) bekommt man im Moment mit 200.000 Kilometern für 10.000,- Euro. Wertverfall: 120.000,- Euro => auf 100 Kilometer = 60,- Euro zzgl. 20,- Euro Benzin zzgl. Verschleiß/Wartung (mindestens 20,- Euro auf 100 Kilometer) = 100,- Euro auf 100 Kilometer!

Da muss halt "unten" ein bißchen "gespart" werden!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 23:05 Uhr
Reinhard Wolf

@ Matthias Unger: Meine Beobachtung ist eine andere:

Manche Fahrzeuge aus den 70iger und 80igern haben tatsächlich einen gewaltigen Preisschub erfahren, der aber auch den Erhaltungsaufwand in Form von Reparaturen, Restaurationsarbeiten und Einlagerung widerspiegelt. Kurz: Unter dem Strich kann das Ganze ein sehr günstiges Hobby sein (wenn man sich auskennt) aber Spekulationsgewinne fallen dann doch eher in das Reich der Träume. ... und ein gut erhaltener 450 SEL 6.9 hatte zu jeder Zeit seinen Preis, der auf keinen Fall unter DM 30.000,- abgerutscht ist. Selbst die SL-Cabrios der gleichen Baujahre gab es im guten Zustand zu keinem Zeitpunkt unter DM 20.000,-.
Ach so: ich persönlich habe eine Yamaha XT500 Baujahr 1978 (Kultklassiker) und hatte bis vor Kuurzem einen Peugeot 204 Cabriolet Baujahr 1968 (extrem selten: Nur noch 20 angemeldete Exemplare in Deutschland!). Bei beiden Fahrzeugen habe ich keinen Verlust gemacht ... aber auch keinen Gewinn! Zugegeben: Ich hatte meinen Spaß gegen Pflege.

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Matthias Unger

Die Betrachtung ist nicht ganz korrekt

Angehende Old- oder Youngtimer haben immer eine Phase des Wertverlusts durchgemacht. Wer hätte in den 80ern 40-50.000 DM für eine alte S-Klasse bezahlen wollen? Niemand. Deswegen kann man den Wertverlust nicht mit einem Neuwagen vergleichen (gilt auch für 911, Golf 1 GTI etc.). Ich möchte eine Anschaffung nicht nur von der monetären Seite betrachten. Leider frschen die Preise der 30-40 Jahre alten Wagen kräftig auf, weil die Wagen wie Kunstwerke als Spekulationsobjekt herhalten müssen. Das man sich bewußt für einen älteren Wagen als Gebrauchsfahrzeug entscheidet, wird leider immer seltener. Schade. Dafür wurden die Dinger mal gebaut.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 25.02.2013 14:37 Uhr

Damals machte das Fahren mehr Spaß

ohne den ganzen Sicherheits-Kram, der heute in den Autos ist. Die S-Klasse habe ich nicht gefahren, sondern einen alten 230er. Ein Auto, in dem man sich absolut sicher fühlte, das bei 140 km/h den zweiten Schub bekam und man meinte, in einem Panzer zu sitzen, den nun nichts mehr aufhalten kann. Der so wendig war, dass ich im engsten Parkhaus ohne vor-zurück-zur-Seite-ran einparken konnte. In dem man wenigstens noch den Überblick hatte und rückwärts Einparken ein Klacks war.

Heute fehlt einem im Auto die Übersicht, man sieht nix nach hinten, vorne rum ist auch nicht viel besser. Aber wehe, man kommt ins Rutschen und dem Vordermann zu nahe... so schnell, wie sich das bisschen Blech kräuselt, kann man gar nicht gucken.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 17:24 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 25.02.2013 17:24 Uhr

Schwarzgetönte Scheiben gehören m.E. verboten

Es ist grässlich, wenn ich solch einen Wagen auf der Autobahn vor mir habe. Normalerweise fahre ich sehr vorausschauend, aber das ist unmöglich, wenn ich so ein "schwarzes" Ungetüm vor mir habe. Ich pendel dann schon immer hin und her, um zu sehen, was vor dem Vordermann ist.

Und dann, wie Sie schon richtig schreiben, diese Schießscharten, die einem jegliche Sicht nehmen. Heute tu ich mich fürchterlich schwer, rückwärts einzuparken. Früher ging das sogar im Käfer tadellos. Dazu das einheitliche Aussehen aller Autos und auch meines ist schwarz. Da steht man dann auf einem Parkplatz und sucht und sucht und sucht. Leider spricht der Wagen auf die Fernbedienung erst recht spät an... trotz neuer Batterie im Schlüssel.
Früher im ostwestfälischen Winter mit Sommerreifen über Eis und Schnee, ohne Gurt, ABS und was es sonst noch so alles gibt, war es einfach lustiger und Fahren machte Spaß, egal ob im Käfer, Audi 100, DKW F12 und was ich sonst noch unterm Achtersteven hatte.

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Matthias Unger

Nicht nur das: Man hatte Stil

und einen Popometer, der dank der modernen elektronischen Helferlein, mehr und mehr degeneriert. Dazu war das Design relativ offen und der Welt zugewandt: Heute haben die Wagen eine hohe Fensterlinie, Schießscharten als Fenster und Kameras/Sensoren vorn weil der gemeine Fahrer nichts zu wenig sieht Leider ist der Ingenieur zu schwach, die Designabteilung von den Vorzügen eines übersichtlichen Autos zu überzeugen. Denn die heutige Fahrergeneration schaut erst auf das Design und dann auf die Praxistauglichkeit. Das Auto ist mehr und mehr ein Kokon. Am besten mit schwarzgetönten Scheiben. Stellen Sie sich mal vor, die alte S-Klasse mit blickdichten Scheiben.....

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A S
A S (rodelaax) - 25.02.2013 13:41 Uhr

Wie bitte? Einmalige hydropneumatische Federung?

Es gehört doch inzwischen schon zum Allgemeinwissen, dass Citroen die hydropneumatische Federung bereits in den 50er Jahren mit der DS in Serie hergestellt und in den Jahrzehnten danach perfektioniert hat. Da muß man schon ganz schön patriotisch verblendet sein, zu behaupten, dass wäre eine Erfindung und Entwicklung von Mercedes Benz in den 80ern. -kopfschüttel-

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 15:30 Uhr
Nikolaus Neininger

Hydropneumatik

Wie unten schon geschrieben war die Hydropneumatik natürlich in Lizenz von Citroen übernommen. Der Hauptnachteil des bereits damals ausgereiften und zuverlässigen Systems war und ist die mangelnde Fähigkeit vieler Werkstätten, daran fachgerecht zu arbeiten.
Eventuell war das auch der Grund, in den späteren Baureihen auf die (reine) Luftfederung zu wechseln, diese Technik wird ja auch in den größeren Wagen des Konzerns verbaut....
Seit 1988 (!) gibt es dieses System auch mit elektronisch gesteuerter Anpassung der Dämpfung und Federhärte, in der zweiten Hälfte der 90er auch in einer Version mit elektronisch geregelter Querstabilisierung.
Der damit ausgestattete Xantia Activa hält bis heute den Geschwindigkeitsrekord beim Elchtest vor Porsche 996GT2 und Audi R8 (man kann also nicht nur "Sänfte" damit machen...)

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Heinz Rehbein

Ja, so liest sich das auf Deutsch, mit der Hydropneumatik, sehr stolz

Auf Französisch las sich das eher als viel zu kompliziertes Federungssystem, das den Alltagsanforderungen nicht gewachsen sei. Vielleicht hing eine nicht ganz zu leugnende Anfälligkeit der Hydropneumatik aber auch mit ihrer Demokratisierung in Frankreich zusammen. Dem Generaldirektor mit seinem W116 war es eher egal, für wieviel Geld Teile bei einer Inspektion getauscht wurden. Das schlägt bei einer DS schon anders zu Buche (bzw. die Wartung bei älteren Wagen wurde unregelmäßig).

Aber das spielt auch keine Rolle. Wesentlich ist die Aussage, dass man damals bei Mercedes (und in etwas anderem Sinne auch bei Citroen) gebaut hat was möglich war und nicht das, was ein gesetztes Budget hergab.

Im Übrigen, es ist schon absurd, dass die majestätischen 2 Tonnen des SEL 6,9, die damals sehr respekteinflößend waren, heute von jedem trivialen Hausfrauen-Kita-Mobil-SUV übertroffen werden. Das ist im wahrsten Wortsinn "Vermassung".

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 25.02.2013 13:33 Uhr

Das Beste im heutigen Vergleich....

.. war das unaufgeregte, aber doch irgendwie solide und noble Design. Außerem waren diese Wagen noch halbwegs citytauglich.
Bei heutigen Luxuslimousinen hat man den Eindruck, das Design kompensiere oder betone immer irgendwie die CHarakter-Schwächen der Fahrer und Insassen. Das gilt für viele Audis, Porsches, BMWs und VWs genauso.

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Rainer Schmitz

Federung

"Diese Modellreihe des SEL profitierte zudem von der Einmaligkeit eines hydropneumatischen Fahrwerks, das allein mit seinen 38 Leitungen, unzähligen Verbindungsstücken und Dichtungen ein Meisterwerk komplizierter Technik ist. "
Es wäre Fair gewesen zu erwähnen, das die Federung von Citroen bezogen wurde. Rolls-Royce verbaute sie in den Jahren auch in einigen Modellen. Entgegen der Stammtischmeinung war die Hydropneumatik damals schon Standfest und Ausgereift. Das wussten die Ingenieure bei Daimler.

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Otto Kaldrack

Wenn die geistige

Impotenz im Ländle zwar nicht mehr für einen vernünftigen Bahnhof reicht,
dann doch noch für anständige Autos. aber wie lange noch, wo grün doch die
Postkutsche schon am liebsten morgen zurück hätte.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2013 02:08 Uhr
Otto Kaldrack

insbesondere das der Bildzeitung

dann kann man man noch nicht mal Namen richtig abschreiben, oder sollte
das eine Verhohnepiepelung sein, das wäre ja noch primitiver.

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Otto Kaldrack

ach so

schwarz - gelb blockieren den Fortschritt genau wie am Flughafen Berlin.
da reicht der IQ unter 10 natürlich.

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Reinhard Kropp

Die moderne Postkutsche werden die gelben Engel...

...oder - Aufmerksamkeitsvermeidung wegen - der verschämte Werkskundendienst sein, der assistierend den Assistenzträger begleiten wird, von Stand zu Stand, ein paar tausend Sindelfinger Ingenieure wollen halt in Atem gehalten werden.

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Herbert Mayer

Realitätsverlust

"Impotenz im Ländle zwar nicht mehr für einen vernünftigen Bahnhof reicht, "
Daran sind aber zu allererst die CDUFDP schuld. DESHALB ist grün jetzt in BW in der Regierung. Weil die "alten" versagt haben. Wenn der Klüngel sogar für die Bürger mit einem IQ unter 10 spürbar wird, dann kann eine Partei sogar mal abgewählt werden.

Dass dann mal wieder Ignoranten wie Sie die Realität versuchen umzudichten verwundert nicht, muss der Frust wohl noch sehr tief sitzen.

Nebenbei erwähnt bin ich kein Fan der SPDGRÜNEN.

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Closed via SSO
Björn Hiemer (bhiemer) - 25.02.2013 14:49 Uhr

Lesen bildet

Aber sie haben schon verstanden, dass es im Artikel um ein historisches Exemplar von Auto geht, dass heute in dieser Form nicht mehr gebaut wird?

Was mich eher bekümmert, ist die steigende Anzahl von Forumsteilnehmern, die am frühen morgen schon besoffen sind und meinen, ihre Stammtischmeinung passe eigentlich überall, unabhängig vom Thema.

Das war an Sie, Herr Kahldreck.

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25.02.2013, 10:16 Uhr

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Viel Mist

Von Lukas Weber

Wenn die Tage länger werden, macht sich der Hobbygärtner an die Arbeit. Das ist auch die rechte Zeit für alle, die noch keinen haben, sich einen Komposthaufen anzulegen. Mehr