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Veröffentlicht: 02.04.2017, 08:34 Uhr

Mazda CX-5 Zitiert sich selbst

Der neue Mazda CX-5 wirkt nur auf den ersten Blick unverändert. Lenkung, Federung und Bremsen finden einen charmanten Kompromiss zwischen gutem Reisekomfort und sportlichem Antritt.

von Michael Kirchberger
© Hersteller Um 60 Prozent hat die Marke Mazda seit 2012 in Europa zulegen können, wesentlich beteiligt daran war das Kompakt-SUV CX-5.

Immer am Ball bleiben, dieses Motto pflegt Mazda, um den Erfolg der vergangenen fünf Jahre fortzuschreiben. Um 60 Prozent hat die Marke seit 2012 in Europa zulegen können, wesentlich beteiligt daran war das Kompakt-SUV CX-5. Leichtbau, Effizienz und eine attraktive Gestalt gehörten zu den maßgeblichen Erfolgsfaktoren. Genau hier will Mazda nachschärfen und erneuert die Baureihe nach nur fünf Jahren umfassend, aber nicht grundlegend. Vom 20. Mai an steht die Neuauflage zu Preisen von 24.990 Euro an bei den Händlern.

Der gestalterische Unterschied will entdeckt werden, denn die Differenz der Linienführung zwischen alt und neu ist gering. Aber es findet zumindest äußerlich kein Bauteil der ersten Serie Wiederverwendung. Um drei Zentimeter sind die A-Säulen nach hinten gewandert, das Dach ist runder und um drei Zentimeter niedriger geworden. Zwei nun schmalere Scheinwerfer nehmen den steil aufragenden Kühlergrill in ihre Mitte und markieren eine auffällige Unterbrechung der pentagrammförmigen Chromeinfassung.

45616201 Der Radstand von 2,70 Meter und die 4,55 Meter Fahrzeuglänge entsprechen den Werten des Vorgängers. © Hersteller Bilderstrecke 

Der Innenraum folgt dem bisher eingeschlagenen Einrichtungsmuster. Dunkle Farbtöne dominieren, die weiße Lederausstattung des Spitzenniveaus Sports-Line setzt einen wohltuenden Kontrast. Das Cockpit orientiert sich zum Fahrer, die erhöhte Mittelkonsole sorgt nicht nur für eine gefühlt größere Distanz zum Kopiloten, sondern rückt auch den Schalthebel in eine ergonomisch bessere Position. Vorne herrschen großzügige Raumverhältnisse, auf der dreigeteilten Rückbank sitzen zwei Mitfahrer komfortabel, geht ein Dritter mit auf die Reise, wird es eher kuschelig. Bein- und Kopffreiheit sind unverändert angemessen, der Radstand von 2,70 Meter und die 4,55 Meter Fahrzeuglänge entsprechen den Werten des Vorgängers. Dass der Kofferraum dennoch um sechs auf 506 Liter an Volumen zulegen konnte, liegt am Feinschliff seiner Verkleidungen. Maximal passen 1620 Liter Gepäck in den CX-5, eine elektrisch betriebene Heckklappe gibt es bei den teueren Ausstattungen serienmäßig. Die Bedienung fällt leicht und gelingt intuitiv. Hilfreich ist ein neues Head-up-Display, das Fahrerinformationen nicht in einer ausfahrenden Plexiglasfläche auf der Schalttafel, sondern in der Windschutzscheibe spiegelt.

Beiden Dieselmaschinen den Vorzug geben

Die eigentliche Neuerung beim Antrieb lässt noch auf sich warten. Erst drei Monate nach dem Marktstart erweitert ein 2,5-Liter-Benziner mit vier Zylindern und 198 PS das Motorenprogramm. Er soll seinen durch größeren Hubraum entstehenden Verbrauchsnachteil durch eine Zylinderabschaltung wettmachen, die bei geringer Leistungsanforderung zwei Töpfe stilllegt. Bis dahin bleibt es beim bekannten Motorangebot. Ob er seine Aufgabe eleganter erfüllt als der grenzwertig belastete Zweiliter-Benziner mit 165 PS im Basismodell, muss sich zeigen. 210 Newtonmeter Drehmoment bei 4000 Umdrehungen in der Minute bewirken in einem gut 1500 Kilogramm schweren Wagen keine Wunder. Zunächst zumindest würden wir den beiden Dieselmaschinen den Vorzug geben, die aus 2,2 Liter Hubraum 150 PS oder 175 PS schöpfen. Für alle Motoren sind eine sechsstufige Automatik und ein Allradantrieb für jeweils rund 2000 Euro im Programm.

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Mazda hat den CX-5 neu abgestimmt. Lenkung, Federung und Bremsen finden einen charmanten Kompromiss zwischen gutem Reisekomfort und sportlichem Antritt. Vom G-Vectoring-System, das beim Einlenken kurz das Drehmoment reduziert, ist zwar im CX-5 noch weniger zu spüren als in den Limousinen Mazda3 und im Mazda6, eine steifere Karosserie führt jedoch zum gewünschten Ergebnis von mehr Agilität und Fahrdynamik. Die Assistenten haben ebenfalls eine Aufwertung erfahren. Die adaptive Geschwindigkeitsregelung hat eine Stau-Funktion und die City-Notbremse eine Tempoerhöhung auf 80 km/h bekommen. Spureinhaltung, der tote Winkel und die Aufmerksamkeit des Fahrers werden außerdem überwacht. Dem Infotainmentsystem spendiert Mazda drei Jahre lang kostenlose Karten-Updates, Android Auto oder Apple Car Play beherrscht der CX-5 jedoch nicht.

No Noreply

Von Michael Spehr

Einer der fleißigsten E-Mail-Versender hat stets dieselbe Absenderadresse: Noreply. Er arbeitet zudem in unterschiedlichen und nahezu allen deutschen Unternehmen. Mehr 3 28

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