Home
http://www.faz.net/-gya-74574
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommunikation im Hyundai i30 Korea Connection

Die Kommunikationsanlage im Hyundai i30 überzeugt mit einem stimmigen Preis-Leistungsverhältnis und einer einfachen Bedienung. Sie hat aber auch kleine Mängel.

© Michael Spehr Vergrößern Die Kommunikationsanlage zeigt gutes Kartenmaterial

Dem schicken Hyundai i30 sagt man gewisse Ambitionen in der europäischen Kompaktklasse nach. Wir haben jetzt seine Kommunikationsanlage geprüft und waren überrascht, wie viel feine Technik man für einen moderaten Preis erhält. Nur an der Namensgebung hätten die Koreaner ein bisschen feilen können. Das „Radio-Navigationsgerät mit Kartendarstellung und Rückfahrkamera“ kostet weniger als die Hälfte einer annähernd vergleichbaren Ausstattung im neuen Golf7: 1120 statt 2315 Euro.

Michael Spehr Folgen:        

Die Anlage mit großem berührungsempfindlichem Monitor ist ihr Geld wert. Sie ist einfach zu bedienen, mit den Tasten links und rechts der Anzeige kommt man schnell in die Hauptmenüs, und weitere Bedienschritte übernimmt der Finger auf angenehm großen Schaltflächen. So bleibt die Ablenkung des Fahrers gering, zudem gibt es weitere Tasten auf dem Lenkrad. Während der Routenführung darf man sich über eine hoch aufgelöste und detailreiche Kartendarstellung freuen. Wichtige Extras wie Fahrspurassistenten auf der Autobahn oder die (vom Kartenmaterial entnommene) Anzeige des aktuell geltenden Tempolimits sind ebenfalls an Bord.

22123717 © Michael Spehr Vergrößern Das Ankoppeln eines iPods oder iPhones funktioniert

Die Anzeige lässt sich in Grenzen konfigurieren, etwa mit einem geteilten Bildschirm, der sowohl Karte wie auch Abbiegehinweise zeigt. Zu Beginn der Reise werden drei verschiedene Routen vorgeschlagen, und Vielfahrer können eine detaillierte Tourenplanung programmieren. Sieht man von einigen überflüssigen Hinweisen ab (“Folgen Sie der Streckenführung für fünf Kilometer“), ist das Gebotene überzeugend. Nur fehlen leider zwei sinnvolle Funktionen: Mit der Sprachbedienung kann man kein Navigationsziel erfassen, und die Verkehrsinformationen mitsamt dynamischer Navigation basieren allein auf dem Gratis-Dienst TMC. Staus und Störungen in der Karte sind aber übersichtlich angezeigt. Mit einem Tastendruck lassen sich Informationen zum jeweiligen Ereignis abrufen.

Auch die Telefonabteilung bietet eine gelungene Basisausstattung für die Drahtlos-Anbindung eines Handys. Es gibt Kurzwahltasten, den Zugriff auf die Anruflisten und das Telefonbuch. Nur patzt die Sprachsteuerung abermals: Sie beherrscht zwar eine Nummernwahl, aber nicht die Sprachwahl eigener Kontakte. Vielmehr soll man mit Sprachkommandos Seite für Seite durch das Telefonbuch blättern und dann den entsprechenden Namenseintrag aufrufen.

Artikel.Text Video starten $fazgets_pct
© Hersteller, F.A.Z. Vergrößern Fahrtbericht Hyundai i30: Herr Winterkorn muss sich noch nicht sorgen

Der große Pluspunkt der Musikabteilung ist die umfassende iPod- und iPhone-Steuerung. Der Zuspieler wird mit einem USB-Kabel angedockt, und sämtliche Bedienschritte erfolgen dann, abermals mit großen Kacheln, auf dem Bordmonitor. Wir haben das Ganze mit dem neuen iPhone 5 ausprobiert und hatten zunächst Bedenken, weil Apple bei der Vorstellung seines Smartphones angedeutet hatte, dass nicht jede Musikanlage mit dem neuen Lightning-Port des iPhone 5 funktionieren würde. Das Stichwort: „iPod out“ oder „iPod Kompatibilitätsmodus“. Damit wird das iPhone oder der iPod via Kabel an die Infotainment-Anlage des Fahrzeugs angedockt, die wiederum vollständig die Musiksteuerung übernimmt. Für Verwirrung hat ferner Apples Produktbeschreibung des Lightning-Adapters gesorgt, der den 8-Pin-Lightning-Anschluss umsetzt auf den alten 30-Pin-Connector. Er bietet laut Apple weder Video- noch iPod-out.

Das alles bedeutet jedoch nicht, dass die Musiksteuerung im Auto nicht mehr funktionieren würde. Mit dem Lightning-USB-Kabel gab es nicht die geringsten Probleme. Oder anders ausgedrückt: Sofern das Audiosignal via USB übertragen wird, bleibt alles beim Alten. Weiterhin steht natürlich Bluetooth A2DP zur Verfügung, also die Drahtlosübertragung des Musiksignals. Das ärgerlichste Detail der Anlage ist ihre Vergesslichkeit. Mit dem Einschalten der Zündung startet stets die Radioabteilung - und nicht der zuletzt aktive Zuspieler. Davon abgesehen halten wir dieses Zubehör für empfehlenswert. Das Preis-Leistungsverhältnis und die einfache Bedienung geben den Ausschlag.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Star aus Cupertino Was die Apple Watch wirklich kann

Sie war der Star des Abends. Als die ersten Bilder der smarten Armbanduhr gezeigt wurden, ging ein Raunen durchs Publikum. Doch was kann die Apple Watch? Mehr

10.09.2014, 03:50 Uhr | Technik-Motor
Die ’Apple Watch’ - eine neue Zeitrechnung?

Der Apple-Konzern präsentiert eine neuartige Smartwatch und zwei neue iPhones. Das Unternehmen spricht selbstbewusst von der besten Produktpalette seit 25 Jahren. Mehr

10.09.2014, 10:18 Uhr | Technik-Motor
Neue Apple-Produkte Zur Revolution verdammt

Das iPhone 6, die erste Digitaluhr des Konzerns und ein neues Bezahlsystem: Kann Tim Cook damit aus dem Schatten von Steve Jobs treten? Mehr

09.09.2014, 22:27 Uhr | Wirtschaft
Spannung vor Apple-Präsentation

Am Dienstag will der US-Konzern seine neuesten Produkte vorstellen. Experten rechnen mit einem größeren Display für das iPhone 6 und einer Apple-Smartwatch. Mehr

09.09.2014, 16:09 Uhr | Technik-Motor
Neue Modelle Das iPhone - die nächste Generation

Während Apples Smartwatch erst im nächsten Jahr kommt, sind die neuen iPhones schon bald zu haben. FAZ.NET stellt die beiden Modelle vor. Mehr

10.09.2014, 08:53 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 13.11.2012, 10:08 Uhr

Das dritte Auge

Von Hans-Heinrich Pardey

Gerade ist die Fotografie 175 Jahre alt geworden, und in der kommenden Woche findet in Köln die Photokina statt, die Weltmesse des weit über Kameras und Objektive hinausreichenden Großgebiets namens „Imaging“. Mehr 4

Hinweis
Die Redaktion